der Deutschen Bahn, der Wochenzeitschrift DIE ZEIT und der Stiftung Lesen
©Stiftung Lesen
Neue Studie „Vorlesen in Deutschland“ der Deutschen Bahn AG, der Zeit und der Stiftung Lesen
Zum bundesweiten Vorlesetag am 23. November 2007 haben die Deutsche Bahn, die ZEIT und die Stiftung Lesen eine Untersuchung zum Vorlesen in der Gesamtbevölkerung mit deutscher und in Familien mit türkischer Herkunftssprache veröffentlicht. Befragt wurden 5.700 bzw. 250 Personen. Es ist dies die erste repräsentative Studie zum Vorlesen seit 1988. Die zentralen Befunde: Vier von zehn Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern lesen nicht regelmäßig, fast ein Fünftel liest überhaupt nicht und nur 30 Prozent der Eltern lesen täglich vor. In Familien mit türkischer Herkunftssprache lesen vier Fünftel der Eltern nicht regelmäßig und vier von zehn Eltern überhaupt nicht vor. Der „harte Kern“ der täglichen Vorleserinnen und Vorleser liegt hier bei nur 17 Prozent.
Bei der Präsentation der Studie in Berlin betonte DB-Manager Ralf Klein-Bölting, es sei „fatal, dass sich viele Eltern nach Einschulung ihrer Kinder als Vorleser zurückziehen. Fast in jeder zweiten Familie mit Schulkindern lesen Eltern nur gelegentlich oder gar nicht vor. Schulkinder brauchen jedoch mehr, nicht weniger Vorlese-Engagement“. Eine lebendige Vorlesekultur sei ein Fundament des Bildungssystems. „Daher unterstützt die Deutsche Bahn als Mitglied der Stiftung Lesen den bundesweiten Vorlesetag.“