Die Kinderjury in die Bibliotheken zu verlegen, hat sich im letzten Jahr als der wahre Hauptgewinn erwiesen. Überall wurde mit PC,DS, PS2, PSP,Wii und Xbox360 unermüdlich getestet, geprüft und bewertet. Den reibungslosen Ablauf ermöglicht eine Kooperation mit dem DEUTSCHEN BIBLIOTHEKSVERBAND E. V. (dbv).
- Bezirkszentralbibliothek Philipp Schaeffer, Berlin
Wir hoffen, mit TOMMI eine anregende und gleichzeitig bildende Aktion für Kinder gewonnen zu haben. Durch eine Projektzeit von drei Jahren können wir ein nachhaltiges Ergebnis erwarten. Wir freuen uns auf Kinder, die ihre Meinung äußern und kritisch darlegen können, auf einen Austausch von Erfahrungen, bei denen wir ebenfalls die Lernenden sein können.
Regina Schumacher, Bibliothekarin der Bezirkszentralbibliothek Philipp Schaeffer
- Stadtbibliothek Treptow-Köpenick, Berlin
Als Partner von TOMMI wollen wir von den Erfahrungen anderer Bibliotheken bei der Auswahl von PC- und Konsolenspielen profitieren. Bisher wurden Konsolenspiele in der Stadtbibliothek Treptow-Köpenick noch nicht angeboten. Mit der Aktion sollen gerade Kinder aus sozial schwachen Familien die Möglichkeit haben die Spiele zu testen und zu nutzen.
Frauke Heyer, Bibliothekarin in der Stadtbibliothek Treptow-Köpenick, Stadtteilbibliothek Altglienicke im Bürgerhaus
- Zentral- und Landesbibliothek/Haus Amerika-Gedenkbibliothek Berlin
Kindern einen Zugang zu qualitätvollen Spielen zu vermitteln. Bewertungskriterien bewusst machen, Kompetenzen bei der Bewertung schulen. Mitsprache bei der Förderung geeigneter Spiele durch die Zielgruppe selbst.
Klaus Pfeifer, Lektor für PC-Spiele, Konsolenspiele und CD-ROMs, Zentral- und Landesbibliothek Berlin/ Haus Amerika-Gedenkbibliothek
Kinder sollen den verantwortungs- bewussten Umgang mit Computer- und Konsolenspielen lernen und auch in der Lage dazu sein, Spiele kritisch zu beurteilen. Sie sollen verschiedene Genres kennen lernen und spielerisch Kompetenzen ausbilden, sich auf immer neue Situationen einzustellen. Für die Bibliothek ist es wichtig, dass Computer- und Konsolenspiele aus der "Schmuddelecke" geholt werden und ihr Stellenwert als modernes und für die Bildung der Kinder wertvolles Medium anerkannt wird. Sie schulen die Konzentration, Koordination, das soziale Miteinander, lehren Frustrationen auszuhalten, aber auch unbändige Freude zu erleben. Daher sollen Kinder über TOMMI Computerspiele zugänglich gemacht werden.
Felicitas Nieting, Bibliothekarin in der Bremer Stadtbibliothek
- Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt
In der Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt werden in diesem Jahr die Zweigstellen "Berliner Platz" und "Südpark" die Tommi-Kinderjury zu Gast haben. Bereits jetzt fragen die Kinder, wann es endlich wieder soweit ist und ob wir die Spiele des Jahres 2009 schon kennen.
Als besondere Überraschung werden wir dieses Jahr mit den Jury-Kindern im Schulbus zur Preisverleihung zur Buchmesse fahren.
Sabine Brunner, Fachbereichsleiterin Benutzung, Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt
- Stadtbücherei Frankfurt am Main, Zentralbücherei und Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim
Mit der Teilnahme an TOMMI möchten wir den Fokus auf gute Software lenken und Kriterien für deren Bewertung an die Hand geben. Außerdem bieten wir damit Kindern und Jugendlichen mit ihrer Medienrealität und ihren Medienpräferenzen ein öffentliches Forum und nehmen sie mit ihrer Meinung ernst.
Natürlich bedeutet die Teilnahme auch einen Imagegewinn für unsere Bibliothek: Wir können Unterhaltungselektronik samt Spielen anbieten, die bisher nicht im Bestand der Bibliothek waren. Und wir erfüllen unseren Bildungsauftrag: Die Weiterentwicklung moderner Bibliotheksangebote und die Bereitstellung neuer Medien.
Roswitha Kopp, Öffentlichkeitsarbeit in der Stadtbücherei Frankfurt
- Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen
Die Bücherhalle Alstertal erreicht durch ihre zentrale Lage und durch intensive Kontakte zu Schulen sehr viele Kinder und Jugendliche, die ein großes Interesse an elektronischen Medien haben. Deshalb glauben wir, dass wir in Kooperation mit dem Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI das Dickicht der neuen Computerspiele etwas mehr lichten können und noch mehr Kinder und Jugendliche darauf aufmerksam machen.
Meggie Krämer, Kinderbibliothekarin der Bücherhallen Hamburg, Bücherhalle Alstertal
Durch die Teilnahme am TOMMI möchten wir mehr Medienkompetenz erlangen, um Eltern und Erziehern im Mediendschungel kompetent beratend zur Seite zu stehen.
Darüber hinaus soll unsere Multimedia- bibliothek mit Computer- und Konsolen- spielen ausgestattet werden, um auch Kindern und Jugendlichen den Umgang mit diesen Medien zu ermöglichen, die diesen Zugang zu Hause nicht haben.
Brigitte Dill, verantwortlich für, Kinder- und Schulbibliotheksarbeit in der Stadtbibliothek Hannover
Wir wollten schon länger einen Bestand an Konsolenspielen aufbauen, weil wir das für einen Teil unserer Bibliotheksarbeit halten, da kam uns diese Aktion gerade recht, um hier einzusteigen. Wir erhoffen uns viele Informationen und Anregungen und wollen natürlich auch ein bisschen von der Bekanntheit und den Werbemöglichkeiten dieses Kindersoftwarepreises profitieren.
Alfred Geitner, Stellvertretender Leiter der Stadtbücherei Ingolstadt, Kinder- und Jugendbücherei
Um Computer- und Konsolenspiele kann man in der heutigen Zeit keinen Bogen mehr machen, da sie die Kinder- und Jugendkultur entscheidend mitbestimmen.
Die Leipziger Städtischen Bibliotheken als Mittler für Medienkompetenz veranlasste die Teilnahme am TOMMI - Kindersoftwarepreis, weil sie den Eltern und Pädagogen einen Marktüberblick geben und Kenntnisgewinn vermitteln und das von den Medien aufgebaute negative Image der Computer- und Konsolenspiele aufwerten möchte.
Mit diesem Projekt können zudem Kinder und Jugendliche erreicht werden , die aufgrund ihres sozialen Hintergrundes kaum Chancen haben, sich eigenständig Medienkompetenzen anzueignen.
TOMMI bietet Kindern von 6 -13 Jahren an mitzuwirken, sich aktiv einzubringen, wenn es um die Empfehlung von geeigneten Computer- und Konsolenspielen geht. Die Jury testet, bewertet und empfiehlt Spiele für ihre Zielgruppe und entscheidet, welche preiswürdig sind.
Dieser Mitwirkungscharakter trägt wesentlich zur Authentizität der Preisträger bei und befähigt die Kinder ganz nebenbei, ihre Bewertungskompetenzen unter Beweis zu stellen.
Silke Gründig, Bibliothekarin in der Stadtbibliothek Leipzig
- Stadtbibliothek Leverkusen
Wir bieten seit 1997 Kinder- und Erwachsenensoftware an, bislang ausschließlich für PC. Spiele haben, gerade im Kinder- und Jugendbereich, von Anfang an dazu gehört. In der Praxis erleben wir immer wieder die Unsicherheit von Eltern im Umgang mit Computerspielen und die daraus resultierenden Konflikte mit den Kindern. Wir freuen uns daher über die Gelegenheit, den Kindern ein Forum für ihr Hobby bieten zu können und ganz nebenbei ein wenig zum Abbau von - bestimmt nicht unberechtigten - Elternängsten beizutragen. Insbesondere hoffen wir darauf, dass der TOMMI sich wie der Kindersoftwareführer zu einem "Navigationspunkt" entwickelt, der nicht auf abstrakten Überlegungen, sondern auf der Freude am Spiel basiert.
Zudem werden wir die Kooperation dazu nutzen, unser Softwareangebot auf den Konsolenbereich auszuweiten, da wir seit einiger Zeit eine deutliche Verlagerung bzw. Teilung des Marktes bemerken: Lernsoftware für den PC und Spiele eher für die Konsole.
Eva-Marie Urban, Diplom-Bibliothekarin, Lektorin für Kinder- und Jugendsoftware, Stadtbibliothek Leverkusen
- Münchner Stadtbibliothek, Stadtbibliothek Pasing
Die Förderung von Medienkompetenz ist eine zentrale Aufgabe von Bibliotheken. Das gilt nicht nur für den Bereich der Leseförderung, sondern auch für den Umgang mit neuen Medien.
Monika Auer, Bibliothekarin in der Münchner Stadtbibliothek
- Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Das TOMMI-Projektangebot ist ein weiterer lukrativer Baustein für unsere jungen Bibliotheksbenutzer zum Erlernen von Medienkompetenz. Wir schätzen die Einbeziehung von Kindern als bewertende Juroren für Computer- und Konsolenspiele. Die Kinder spielen die Spiele nicht nur, sie müssen sie auch bewerten, sich fachlich formulieren, sich ausdrücken, diskutieren und auseinandersetzen und letztlich Stellung beziehen. Das ist für Kinder eine spannende Herausforderung und eine Wertschätzung durch Erwachsene.
Ronald Gohr, Fachlektor/Öffentlichkeitsarbeit, Kinder- und Jugendbibliothek Potsdam
- Stadtbibliothek Straubing
Uns ist es wichtig, den Kindern eine Plattform anzubieten, bei der sie selbst entscheiden können, was sie gut finden und was nicht und dies auch bewerten können. Keine "schlauen" Erwachsenen entscheiden für sie. Was uns auch ein Anliegen ist, ist das Image der PC- und Konsolenspiele zu verbessern und bei den Erwachsenen "aufzuklären", also Medienkompetenz zu vermitteln.
Sonja Fischer, Bibliothekarin in der Stadtbibliothek Straubing
Einmal muss ich gestehen, sind wir selbst sehr neugierig auf die Spiele und ihre Handhabung. Den ganz besonderen Reiz sehe ich darin, dass die Kinder nicht nur spielen dürfen, sondern auch bewerten. Da reicht sicher: ?stark? oder ?lahm? nicht aus, sondern es wird die Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit gefragt und geschult. Dann aber hoffen wir schon, dass die Kinder, die die Spiele testen mit uns ins Gespräch kommen und wir ihnen die Welt der anderen Medien zeigen können, die auf jeden Fall auch das Buch umfasst.
Uta Trampe, aus der Stadtbibliothek Wismar
- Stadtbibliothek Wolfsburg
Spielen und Lernen muss kein Gegensatz sein. Mit interessanten und sinnvollen Computerspielen lassen sich Lerneffekte erzielen, die den Kindern Freude bereiten. In der Kinderjury von TOMMI entscheiden die Kinder selbst, welche Spiele für sie interessant und empfehlenswert sind. Das fördert den kritischen Umgang, aber auch die Sprach-und Lesekompetenz. Denn ohne ausgeprägte Lesefähigkeit bleibt z.B. der Einsatz des Computers mit all seinen Möglichkeiten fast unmöglich. Somit ist der beste Weg zur Medienkompetenz immer noch eine gezielte Leseförderung.
Chris-Silke Fischer, aus der Stadtbibliothek Wolfsburg