• Zweijähriges Projekt zur Leseförderung • Großes Kinderfest mit RTL-Moderatorin Nina Moghaddam zum Start
Gütersloh, 1. September 2010 – Die Bertelsmann AG hat anlässlich ihres 175jährigen Bestehens zusammen mit den Partnern Stiftung Lesen und dem Goethe-Institut heute die Initiative „Lesespaß“ in Gütersloh gestartet. Ziel des auf zwei Jahre angelegten Programms ist die Leseförderung von Kindern aus sogenannten lesefernen Familien. Durch die Kombination bewährter und innovativer Aktivitäten zur Leseförderung soll eine nachhaltige Verbesserung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen erreicht werden. Laut der Studie „Lesen in Deutschland 2008“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht die Leseaktivität bundesweit zurück. Die jüngere Generation zeigt ein eher selektives und überfliegendes Leseverhalten. Nach Schätzungen des Bundesverbands Alphabetisierung und der Stiftung Lesen gibt es in Deutschland zwischen drei und vier Millionen funktionale Analphabeten. Die Initiative „Lesespaß“ setzt sich zum Ziel, diese Trends im lokalen Raum zu bremsen und im Idealfall umzudrehen.
„Lesen ist die Grundlage für eine aktive Teilnahme an der Gesellschaft, Lesen ist die Voraussetzung für Bildung und Ausbildung, Lesen ist die Kulturtechnik schlechthin. ‚Lesespaß‘ ist unser Geschenk an die Stadt Gütersloh“, erklärte Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, heute auf der Auftaktveranstaltung in der Stadtbibliothek in Gütersloh. Die Partner der Initiative wurden durch den Präsidenten des Goethe-Instituts Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann und die Geschäftsführerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen Sabine Uehlein vertreten.
Die Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh Maria Unger hat die Schirmherrschaft von „Lesespaß“ übernommen. „Je früher wir erfahren, wie Lesen die Fantasie beflügelt und das Leben bereichert, umso sicherer werden wir als Erwachsene davon profitieren. Deshalb freue ich mich, dass Gütersloh jetzt das Zentrum des Projektes ‚Lesespaß‘ wird. Damit hat der Medienkonzern unserer Stadt und den Bürgern, vor allem den Kindern, ein Geschenk mit nachhaltiger Wirkung zum 175. Geburtstag gemacht. Er besinnt sich dabei auf seine Wurzeln und nimmt gleichzeitig die Zukunft ins Visier“, so Unger.
Die Geschäftsführerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen Sabine Uehlein erklärte: „Leseförderung lebt von Vielfalt – und von Vernetzung: Beides ermöglicht die Initiative „Lesespaß“ in bislang einzigartiger Weise. Denn in Gütersloh wird zwei Jahre lang eine Fülle bewährter und innovativer Projekte realisiert. Wir freuen uns sehr, dass auf lokaler Ebene viele weitere Partner mitmachen. So entsteht Synergie: Es geht uns darum, Kräfte zu bündeln, um allen Menschen in Gütersloh – ganz besonders aber Kindern aus bildungsfernen Familien oder mit Migrationshintergrund – Zugang zum Lesen zu vermitteln.“
„Bildung, Wissen und Information sind in der ganzen Welt elementare gesellschaftliche Themen – nicht zuletzt deshalb, weil sie Zukunft bedeuten. Lesen bietet dazu den besten Zugang. Nachhaltige Sprach- und Leseförderung wird vor allem dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, Kindern bereits im frühen Alter die Faszination des Lesens nahe zu bringen. Kinder mit Migrationshintergrund sollten dabei mit multikulturellen und multilingualen Angeboten angesprochen werden, da für diese das Vorlesen bzw. Lesen eine wichtige Hilfe bei der zweisprachlichen Entwicklung darstellt. ‚Lesespaß‘ – möge der Titel Programm sein“, sagte Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, während der Auftaktveranstaltung.
Der Start von „Lesespaß“ wurde heute mit einem großen Fest mit vielen Kindern, Eltern, Erziehern, Lehrern, lokalen Akteuren der Leseförderung und Interessierten in der Gütersloher Stadtbibliothek gefeiert. Dabei gab es ein buntes Open-Air-Bühnenprogramm, durch das die RTL-Moderatorin Nina Moghaddam führte: ob Musik, Clowns, Zauberer oder Breakdance – alle Auftritte und Aktionen drehten sich um das Thema Lesen. Moderatorin Nina Moghaddam fasste es treffend zusammen: „Lesen ist für mich wichtig. Und Lesen macht einfach Spaß. Ich bin mir sicher, dass wir das heute allen Kindern vermitteln konnten und auch in den kommenden zwei Jahren schaffen werden.“
Das Besondere an „Lesespaß“ ist der ganzheitliche Ansatz sowie die zeitliche und räumliche Konzentration vieler aufeinander aufbauender Lesefördermaßnahmen. Dieser Weg wird schon länger in der Theorie der Leseförderung als erfolgversprechend angesehen, er wurde jedoch bislang nur selten in der Praxis beschritten – die Bündelung in diesem Projekt kann als einzigartig gelten. Bertelsmann und seine Partner Stiftung Lesen und Goethe-Institut setzen besonders auf die enge Zusammenarbeit und Unterstützung vor Ort – insbesondere mit dem Arbeitsbereich „Bildung, Jugend und Soziales“ der Stadt Gütersloh, mit Schulen und Kindertagesstätten, Sportvereinen, Kinder- und Jugendärzten und natürlich mit den Eltern der Kinder. Um den möglichen Erfolg von „Lesespaß“ zu dokumentieren hat es vor dem Start der Initiative eine Umfrage in Gütersloh zum Leseverhalten bei Kindern und zur Leseerziehung gegeben. Sie wird während der Laufzeit des Projekts zweimal wiederholt. Die Ergebnisse werden nach Abschluss für andere Institutionen, Städte und Gemeinden zur Verfügung stehen, die ähnliche Projekte anstoßen möchten.
Auf der Website www.lesespass-guetersloh.de stehen alle Informationen zu „Lesespaß“ zur Verfügung, Interessierte können ihr Feedback zur Initiative abgeben oder sich melden, um selbst aktiv mitzuwirken.
Über die Bertelsmann AG Bertelsmann ist ein internationales Medienunternehmen, das in den Bereichen Fernsehen (RTL Group), Buch (Random House), Zeitschriften (Gruner + Jahr), Medienservices (Arvato) und Medienclubs (Direct Group) in mehr als 50 Ländern der Welt aktiv ist. Anspruch von Bertelsmann ist es, Menschen weltweit mit erstklassigen Medien- und Kommunikationsangeboten – Unterhaltung, Information und Services – zu inspirieren und damit in den jeweiligen Märkten Spitzenpositionen einzunehmen. Grundlage des Erfolges von Bertelsmann ist eine Unternehmenskultur, die auf Partnerschaft, Unternehmergeist, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung basiert. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, kreative, zukunftsträchtige Ideen zur Marktreife zu bringen und Werte zu schaffen. Bertelsmann feiert im Jahr 2010 sein 175. Jubiläum. www.bertelsmann.de
Über die Stiftung Lesen Die Stiftung Lesen entwickelt Projekte, um das Lesen in der Medienkultur zu stärken. Ihr Ziel ist es, Lesefreude zu wecken, um Lesekompetenz zu vermitteln. Die Stiftung Lesen bringt sich mit zahlreichen Projektideen ein. Die Gründung der Stiftung (1988) geht auf die Initiative der Bertelsmann AG zurück. Seit deren Bestehen engagiert sich die Bertelsmann AG als Partner der Stiftung Lesen und ist Mitglied im Stifterrat. www.stiftung-lesen.de
Über das Goethe-Institut Das Goethe-Institut trägt als Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland das vielfältige Bild Deutschlands in die Welt. Es eröffnet den Zugang zur deutschen Sprache, Kultur und Gesellschaft und fördert die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Bücher schlagen Brücken“ fördert das Goethe-Institut Bibliotheken und Initiativen zur Leseförderung. www.goethe.de
Für Rückfragen
Bertelsmann AG Andreas Grafemeyer Leiter Medien- und Wirtschaftsinformation Tel.: 0 52 41 – 80 24 66 andreas.grafemeyer@bertelsmann.de
Stiftung Lesen Christoph Schäfer Pressesprecher Tel.: 06131 – 2 88 90-28 Christoph.Schaefer@StiftungLesen.de
Goethe-Institut e.V. Christoph Mücher Pressesprecher Tel.: +49 89 15921 249 muecher@goethe.de
„Die Schule geht los“ - neue thematische online-Buchtipps von Stiftung Lesen
Der erste Schultag ist der Start in ein wunderbares Abenteuer: Das Abenteuer Lesen! Unter www.stiftunglesen.de hat Stiftung Lesen zu diesem Schwerpunktthema wieder viele Buchtipps eingestellt.
Mainz, 30.8.2010. An den ersten Schultag – und an das Kribbeln im Bauch, das man vorher hatte – kann sich fast jeder Erwachsene noch erinnern. Aufregung, Neugier, vielleicht auch ein bisschen Angst vor all dem Neuen – die Gefühle fahren jedenfalls Achterbahn. Und das häufig nicht nur bei den Schulanfängern, sondern auch bei ihren Eltern. Manchmal hilft da vielleicht schon eine kleine Erstleser-Geschichte, ein Vorleseband mit Schulgeschichten oder auch ein schönes Bilderbuch zum Thema die Aufregung zu dämpfen und die Vorfreude überwiegen zu lassen.
Denn schließlich ist der erste Schultag auch ein Start in ein wunderbares Abenteuer: das Abenteuer Lesen!
Für dieses allererste Leseversuche und die aufregende Zeit davor haben wir unter www.stiftunglesen.de/thematische_buchtipps eine kleine Auswahl von Bilder- und Erstlesebüchern zusammengestellt, die sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum gemeinsamen Lesen oder als kleines Geschenk für die Schultüte eignen. Wir wünschen allen frischgebackenen Erstklässlern einen guten Start und viel Spaß beim Lernen und Entdecken!
Kontakt für die Presse:
Sabine Bonewitz Pressesprecherin Familie und Kindertagesstätte
Stiftung Lesen Römerwall 40 55131 Mainz
Tel. 06131 / 2 88 90-39 Fax: 06131 / 288 90-49 E-Mail: Sabine.Bonewitz@StiftungLesen.de www.StiftungLesen.de
TV-Pädagoge Thomas Sonnenburg diskutiert mit Mainzer Schülern über „Straßenkinder und Ausreißer“
Für ihre Beteiligung beim großen „Bücher im Wind-Fest“ der Stiftung Lesen zum diesjährigen Welttag des Buches gewann die IGS Hechtsheim gemeinsam mit der Fritz-Straßmann-Realschule eine Lesung und Diskussionsrunde mit dem bekannten Fernseh-Coach Thomas Sonnenburg (TV-Serie „Die Ausreißer“), die jetzt eingelöst wurde.
Mainz, 26. August 2010. 120 Sechstklässler machen es sich in der Turnhalle der IGS-Hechtsheim gemütlich und lauschen gespannt, während TV-Coach Thomas Sonnenburg ihnen die Geschichte „Löcher“ von Louis Sachar vorliest. Der Roman erzählt von der ungewöhnlichen Geschichte von Stanley Yelnats, der versehentlich in einem „Bootcamp“ für straffällig gewordene Jungendliche landet. Die Erzählung ist gar nicht so weit von den wahren Lebensgeschichten entfernt, auf die der TV-Streetworker für seine TV-Sendereihe „Die Ausreißer“ trifft. Für die Schüler der 6. Klassen ist es daher genau der richtige Einstieg, für die folgende Diskussionsrunde mit den „Großen“. Mehr als 600 Schülerinnen und Schüler stürmen im Anschluss an die Lesung die Turnhalle, um mit Thomas Sonnenburg, der sich ehrenamtlich für die Leseförderungsarbeit der Stiftung Lesen engagiert, über das Thema „Straßenkinder und Ausreißer“ zu diskutieren.
Konflikte zwischen Kindern und Eltern, die während der Pubertät mitunter auch recht heftig sind, gehören zum Erziehungsprozess dazu. Zu allen Zeiten haben familiäre Problem bei Kindern und Jugendlichen auch das Bedürfnis ausgelöst, einfach einmal abzuhauen: Endlich frei zu sein ohne nervige Streitereien und vermeintliche Bevormundungen. Dass das im echten Leben kein romantisches Abenteuer ist und Kinder, die von zuhause abgehauen sind, leicht in äußerst schwierige Lebensumstände, nah am sozialen Abgrund, geraten, weiß Thomas Sonnenburg nur zu gut. Während seiner 18jährigen Berufserfahrung als Streetworker hat der Diplompädagoge viele solcher Jugendlichen getroffen und nach Wegen gesucht, um sie wieder in ihre familiäre Gemeinschaft zu integrieren. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Schülern dieses besondere Diskussionsforum zu einem sehr wichtigen Thema bieten können und von der Stiftung Lesen diesen Sonderpreis für unser Engagement zum diesjährigen Welttag des Buches-Event in Mainz erhalten haben“, erklärten Frau Annemarie Ensgraber und Schulleiter Walter Gehrmann von der IGS Hechtsheim und Dagmar Brandmüller, kommissarische Schulleiterin von der Fritz-Straßmann-Realschule. Begeistert und interessiert haben die rund 600 Schülerinnen und Schüler beider Schulen die Gelegenheit genutzt, ihre ganz persönlichen Fragen zu diesem Thema loszuwerden.
„Eine Veranstaltung dieser Art ist für uns eine Form moderner Leseförderung, erklärte Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programm und Projekte der Stiftung Lesen, „denn Kinder für das Lesen zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass Bücher helfen können, reale Probleme zu bewältigen, funktioniert nur, wenn man ihre Wünsche, aber auch ihre Ängste und Sorgen ernst nimmt.“
Kontakt für die Presse: Sabine Bonewitz Stiftung Lesen, Pressesprecherin Familie und Kindertagesstätte Römerwall 40, 55131 Mainz Tel. 06131 / 2 88 90-39, Fax: 06131 / 288 90-49, E-Mail: Sabine.Bonewitz@StiftungLesen.de
(Düsseldorf/Mainz, 26. August 2010) Neugierige Blicke auf fremde Buchcover werfen: Das kann man in Bussen und Zugabteilen überall in Deutschland. Aber gleich darauf das betreffende Buch schnappen um nachzuforschen, ob der Titel hält, was er verspricht: Das kann man nur im Ruhrgebiet. Möglich macht dies vom 2. bis 10. September 2010 die Leseförderungs-Aktion „Tausch (d)ein Buch“: In Zügen des RE 2 („Rhein-Haard-Express“) zwischen Mönchengladbach und Münster sowie auf vier ausgewählten Bus-Linien stellen dann Stiftung Lesen und Deutsche Bahn frei zugängliche Bücherboxen bereit, um bei den Fahrgästen die Lust aufs Lesen zu wecken. Folgende Buslinien nehmen teil: SB 16 zwischen Dorsten – Bottrop – Essen Hbf; SB 19 zwischen Essen Hbf – Velbert-Mitte – Heiligenhaus-Rathaus; SB 29 zwischen Bottrop ZOB – Gelsenkirchen Hbf; SB 66 zwischen Velbert, Willy-Brandt-Platz – Wuppertal Hbf. Zusammen haben die Busse der vier Aktions-Linien am Tag durchschnittlich 1.400 Fahrgäste. Im RE 2 sind werktags rund 25.000 Menschen unterwegs.
Die Fahrgäste können in den jeweiligen Bahnen und Bussen kostenlos ein Buch mitnehmen, es nach dem Lesen – beim Fahren oder zu Hause – wieder zurückbringen oder es gegen ein eigenes Buch austauschen. Von aktuellen internationalen Bestsellern über Texte zum Thema Ruhrgebiet bis hin zu Kinder- und Jugendbüchern: Rund 10.000 Titel stellen die Partnerverlage für „Tausch (d)ein Buch“ kostenlos bereit: Carlsen Verlag, Deutscher Taschenbuch Verlag, Eichborn Verlag, Verlagsgruppe Holtzbrinck, Klartext Verlag, Verlagsgruppe Random House, Ravensburger Buchverlag und Terzio Verlag. Die WAZ Mediengruppe ist Medienpartner der Initiative.
„Mit der Initiative möchten wir im Rahmen unseres Engagements für RUHR.2010 den Fokus auf ein uns sehr wichtiges Anliegen legen: Lesen und Leseförderung“, so Hermann Graf von der Schulenburg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Stadtverkehr GmbH. „Wir denken, dass wir als langjähriger Partner der Stiftung Lesen gemeinsam eine ausgesprochen ungewöhnliche Projektform gefunden haben, mit der wir auf ganz praktische Weise zum Lesen einladen. Und das natürlich in Verkehrsmitteln, die für das Lesen wie geschaffen sind: Busse und Bahnen.“ Höhepunkt bildet die Abschluss-Veranstaltung am 10. September im Essener Hauptbahnhof von 11 bis 11.45 Uhr. Weitere Informationen unter: www.stiftunglesen.de/tauschdeinbuch
(Hannover/Mainz, 25. August 2010). Segel blähen sich, Regatta-Boote stechen in See: Ein Startschuss spielt treffenderweise in der Abenteuergeschichte eine besondere Rolle, die Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Kultusminister, und Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen, am 25. August in der Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover gemeinsam Kindern vorlasen. Denn die Vorlese-Aktion in der Akademie für Leseförderung, zu deren Trägern das Niedersächsische Kultusministerium, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die Stiftung Lesen zählen, ist Auftakt eines besonderen Projektes: Bis Ende 2010 erhalten alle Kinder- und Jugendheime beziehungsweise ambulante Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen von der Deutschen Bahn AG jeweils einen „Vorlesekoffer“ mit spannenden Büchern zum Vor- und Selberlesen. Die Aktion zählt zur bundesweiten Initiative der Deutschen Bahn in Kooperation mit der Stiftung Lesen „Vorlesekoffer für Kinderheime“.
Auf diese Weise erlebten Kinder der Evangelischen Jugendhilfe Hermann Bödecker e. V. eine Vorlesestunde mit prominenter Besetzung. Leseförderungs- und Langzeitwirkung sind garantiert – denn selbstverständlich ist Fabian Lenks Geschichte „Das Bootsrennen“ Teil des Vorlesekoffer-Sortiments.
„Die Initiative ,Vorlesekoffer für Kinderheime´ ist ein pädagogisch wertvolles Projekt“, sagte Kultusminister Dr. Bernd Althusmann. „Hier werden auch Kinder in den Blick genommen, die einer besonderen Unterstützung bedürfen. Viele Kinder lieben es, wenn ihnen jemand vorliest und ihnen so Zeit und Aufmerksamkeit schenkt. Sie profitieren in vielfacher Weise davon: Die Neugier aufs Lesenlernen wird geweckt, Sprachkompetenz und Konzentrationsfähigkeit werden geschult.“
Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, betonte: „Für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland ist eine lebendige Lesekultur eine entscheidende Voraussetzung – und diese wiederum basiert auf einer lebendigen Vorlesekultur. Daher setzt die Deutsche Bahn ganz bewusst hier einen Schwerpunkt ihres gesellschaftlichen Engagements.“
„Bei aller Vielfalt moderner didaktischer Methoden die an der – übrigens bundesweit einzigartigen – Akademie für Leseförderung vermittelt wird: Vorlesen wird der elementare Zugang zum Lesen bleiben“ erklärte Dr. Georg Ruppelt, Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Zum Hintergrund: Bereits seit 14 Jahren ist die Deutsche Bahn AG Mitglied der Stiftung Lesen und unterstützt viele Leseförderungsprojekte. Seit zwei Jahren zählt dazu ihre Initiative „Vorlesekoffer für Kinderheime“. Bislang haben rund 2.000 Einrichtungen Koffer erhalten: „Vorlesekoffer“ für die jüngeren Kinder, „Bücherkoffer“ für die älteren. Im Rahmen von landesweiten Auftaktveranstaltungen wird das Infrastruktur-Netz jetzt dichter geknüpft. Das Ziel: Lesestoff verschenken, um Lebens- und Bildungschancen zu vermitteln. Partner sind die Verlage Ravensburger, Carlsen, Velber und Beltz.
Niedersächsisches Kultusministerium Corinna Fischer Pressesprecherin Tel.: 0511/120-7145 corinna.fischer@ mk.niedersachsen.de
Stiftung Lesen Christoph Schäfer Pressesprecher Bildung Politik Forschung Tel. 06131/288-90-28 christoph.schaefer@ stiftunglesen.de
DB Mobility Logistics AG Egbert Meyer-Lovis Sprecher Tel.: 040-38184498 presse.h@deutschebahn.com www.deutschebahn.com
Berlin/Mainz, 19. August 2010 – Bundespräsident Christian Wulff hat die Schirmherrschaft über die Stiftung Lesen übernommen. Damit setzt der Bundespräsident bewusst die Tradition seiner Amtsvorgänger fort: „Die Förderung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales politisches Anliegen – sie ist mir eine Herzensangelegenheit“, erklärte Wulff. „Ich weiß um das langjährige Engagement der Stiftung Lesen und wünsche ihr eine gute Zukunft.“
„Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Bundespräsidenten, sich in dieser Form für die Stiftung Lesen und ihre Belange zu engagieren“, erklärte Heinrich Kreibich, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Dies bedeutet eine außerordentlich große Unterstützung unserer Arbeit und ist ein wichtiges bildungspolitisches Signal, das die Relevanz des Themas „Leseförderung“ unterstreicht.“
Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Bundespräsident Christian Wulff bedeute darüber hinaus eine Wertschätzung des Engagements der zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Multiplikatoren, die gemeinsam mit der Stiftung Lesen bei Kindern Lesefreude wecken, um Lesekompetenz zu stärken.
Pünktlich zum Schuljahresbeginn startet die Stiftung Lesen das Projekt „Klasse(n) lesen!“. Ziel der Kampagne ist es, neue Lektüreimpulse für den Deutschunterricht der Klassen 8 und 9 zu geben. ARENA und CARLSEN, zwei der größten deutschen Jugendbuchverlage, sind Partner der Leseförderungsinitiative.
Das Projekt „Klasse(n) lesen!“ richtet sich speziell an Deutschlehrerinnen und -lehrer. Eine Broschüre, die in den kommenden Wochen direkt an Schulen in ganz Deutschland verschickt wird, informiert über zwölf empfehlenswerte Jugendbücher aus den beteiligten Verlagen. Die Bücher sind jeweils als Sonderausgaben zum einmaligen Preis von 5,- Euro pro Titel als Klassensätze erhältlich. Lehrkräfte können darüber hinaus bis zu sechs Titel vorab als kostenlose Prüfexemplare erhalten. Zusätzlich bieten ARENA und CARLSEN umfangreiche Schulmaterialien an. Die von Pädagogen entwickelten Unterrichtserarbeitungen begleiten die Schullektüre mit kreativen Ideen und konkreten Aufgaben zur Texterschließung.
Zur Aktion gibt es den Kreativwettbewerb „Buch sucht Leser!“, der mit attraktiven Preisen lockt. Hier sind besonders ausgefallene und erfindungsreiche Ideen der Jugendlichen gefragt, wenn es darum geht, ein Buch zu bewerben, etwa in Form eines Trailers, einer Anzeige oder eines Podcasts.
Literarische Qualität und eine klare, verständliche Sprache waren zentrale Auswahlkriterien für die zwölf Titel der Leseförderungsinitiative. Ebenso bedeutsam war für die Initiatoren: Die Jugendlichen sollen sich in den Büchern wiederfinden können. So geht es in den zwölf Titeln um Themen, mit denen sich Schülerinnen und Schüler in der Altersstufe 13/14 besonders intensiv auseinandersetzen. Sei es, dass sie persönlich betroffen sind. Sei es, dass sie Betroffene kennen: Es geht um Suchterfahrungen und Mobbing-Erlebnisse. Aber auch darum, persönliche Stärke zu entwickeln, Hilfsbereitschaft zu erfahren. Die Bücher stammen von internationalen Autoren, bekannte Namen sind ebenso vertreten wie junge Talente: Zu den Titeln zählen u.a. „Asphaltroulette“ von Jürgen Banscherus, „Allein in der Wildnis“ von Gary Paulsen, „Klassenspiel“ von Celia Rees oder „Das Jahr der Wölfe“ von Willi Fährmann.
Mehr Informationen über das Projekt „Klasse(n) lesen!“ finden Sie auf www.stiftunglesen.de
Heidelberg/Mainz, 18. August 2010. Rund 1.500 Kinder erblicken pro Jahr in der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg das Licht der Welt. Als besonderen Willkommensgruß, der gleichzeitig eine gute Starthilfe für die geistige Entwicklung der kleinen Erdenbürger sein soll, verschenkt die Universitäts-Frauenklinik alle zwei Jahre seit 2007 Lesestart-Sets an alle Eltern, die hier ihr Kind zur Welt bringen. Im jeweiligen Folgejahr können sich diese Eltern und andere Familien mit Kleinkindern ein Lesestart-Set in der Stadtbücherei Heidelberg abholen.
Die Materialen gehören zum erfolgreichen Kooperationsprojekt „Lesestart – Heidelberg schenkt Kindern Zukunft“ das die Manfred Lautenschläger Stiftung großzügig unterstützt.
Als besonderes Highlight und Angebot im Rahmen des Heidelberger Ferienangebotes fand für alle zuhause gebliebene Kinder, am 18.8.2010 eine besondere Lesestart-Bilderbuchstunde in der Stadtbücherei Heidelberg statt. Der bekannt Autor Stefan Gemmel machte hier Station und zog die Kinder mit einer spannenden Drachengeschichte in seinen Bann.
„Die begeisterte Resonanz auf die ersten Verteilungswelle in 2007 und 2009 in der Klinik und die kostenlosen Ausgabe von Fortsetzungs-materialien in der Heidelberger Stadtbücherei in 2008 und in diesem Jahr haben uns bestärkt, die Heidelberger Lesestart-Aktion erneut durchzuführen. Man kann doch gar nicht früh genug anfangen, das Vorlesen in den Familienalltag einzubauen“, erklärt Dr. h. c. Manfred Lautenschläger. „Und das soll sich auch in den Jahren 2011 und 2012 fortsetzen. Da werden Teile der Materialien sogar ins Türkische, Russische und Polnische übersetzt, damit auch Familien aus diesen Herkunftsländern die Vorleseanregungen nutzen können,“ ergänzte Lautenschläger, der sich seit Jahren für die Leseförderungsarbeit der Stiftung Lesen einsetzt.
Über dieses Engagement freuen sich besonders die anderen Projektpartner, die Heidelberger Universitäts-Frauenklinik, die Heidelberger Stadtbücherei und die Stiftung Lesen, die das Projekt durchführt. „Unser Lesestart-Vorrat ist schon lange aufgebraucht und wird von den Eltern ganz begeistert angenommen. Darum freuen wir uns sehr, wenn wir auch im kommenden Jahr wieder Lesestart-Sets in der Klinik an Familien weitergeben können. Neben den medizinischen Aspekten gehören zu einer gesunden Kindesentwicklung auch das geistige und seelische Wohlbefinden. Beide Aspekte werden durch das Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern schon bei kleinen Kindern gefördert“, freut sich Dr. Bettina Schlehe, Oberärztin der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg.
Ingrid Kohlmeyer, die Leiterin der Heidelberger Stadtbücherei ist nach wie vor von der Langzeitwirkung des regionalen Lesestart-Projektes überzeugt: „Es ist wunderbar, dass sich die Eltern im jeweiligen Folgejahr ein Fortsetzungs-Set in unserer Stadtbücherei abholen können und auch andere Familien mit Kleinkindern, die uns besuchen, von der Maßnahme profitieren können. So wird das Thema Vorlesen zum Dauerbrenner, wir freuen uns über alle Familien, die sich so ein Set bei uns abholen.“
Für die bundesweit tätige Stiftung Lesen ist das Heidelberger Lesestart-Modell ein Glücksfall und Meilenstein ihrer frühkindlichen Leseförderung. Zum einen ist es ein wichtiges Vorläufer-Projekt der nationalen Lesestart-Kampagne gewesen. Und Dank des langjährigen Engagements der Manfred Lautenschläger Stiftung und der anderen Partner ist die Heidelberger Lesestart-Initiative mittlerweile eine der langlebigsten und darum auch nachhaltigsten in der gesamten bundesweiten Lesestart-Landschaft.
„Das ist enorm wichtig, denn regelmäßiges Vorlesen in der Familie ist in Deutschland immer noch nicht selbstverständlich. Da wir für unsere Lesestart-Idee nach wie vor nicht mit einer breiten finanzielle Unterstützung von Seiten der Politik rechnen können, ist so ein vorbildliches Privatengagement wie das von Manfred Lautenschläger für die Leseförderung unverzichtbar“, sagte Sabine Bonewitz, Lesestart-Projektleiterin der Stiftung Lesen.
Mehr Infos zum Thema „Lesestart“ finden Interessierte im Internet unter www.lesestart-deutschland.de
Ansprechpartner für die Presse: Stiftung Lesen, Sabine Bonewitz, Pressesprecherin im Referat Familie & Kindertagesstätte Tel: 06131 /28890 - 39 Sabine.bonewitz@stiftunglesen.de
Dresden/Mainz, 13.8. 2010 - Unter dem Motto „Literatur lokal - Gestaltet eure eigene Literaturlandkarte“ laden das sächsische Kultusministerium und die Stiftung Lesen alle Kinder der Klassenstufen 3 bis 8 ein, das literarische Leben in ihrer Region zu erkunden. Dieses landesweite Projekt zur Leseförderung soll Kinder dazu anregen, die sächsische Lese-Welt selbst zu vermessen. Für besonders kreative Schüler, die ihre Lesetour auf einem Plakat dokumentieren und mit eigenen Aktionen bereichern, winken attraktive Preise. Die Gewinnerklasse unternimmt einen Ausflug zu einer literarischen Institution in Sachsen und kann das spannende Angebot dort kennen lernen. 20 weitere Klassen erhalten jeweils ein Medienpaket mit spannenden und lustigen Geschichten aus Büchern sowie Hörbüchern. Ab dem 9. August erhalten die Schulen die entsprechenden Materialien und Anmeldeunterlagen dazu.
"Lesen öffnet die Tür zum Wissen und fördert soziale Kontakte. Der Weg zu dieser Tür ist für Schüler aber nicht immer ganz einfach. Viel Arbeit und Fleiß stecken dahinter, um sich die Welt der Buchstaben zu erschließen. Der Griff zur Fernbedienung oder zur Spielkonsole scheint viel leichter zu sein", so Kultusminister Roland Wöller. Deswegen sei es wichtig, dass viele spannende Projekte zur Leseförderung in der Schule, aber auch Zuhause angeboten werden. "Wir müssen schon bei den Jüngsten die Lust am Lesen wecken, damit sie entdecken, wie spannenden Literatur sein kann und vor allem wie hilfreich sie für das Lernen in der Schule und für das spätere Berufsleben ist", betonte Wöller. Bereits im letzten Schuljahr war die Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen sehr erfolgreich.
Das Schuljahr 2010/2011 hält darüber hinaus nach den Herbstferien weitere Angebote für die sächsischen Schüler bereit. Eine Grundschulbroschüre mit Unterrichtsmaterialien wird bewährte und innovative Zugänge zum Thema „Gedichte“ vermitteln. Und für die Klassenstufen 5 bis 8 an weiterführenden Schulen bietet eine Broschüre Ideenimpulse für den Einsatz von Comics im Unterricht.
Karlsruhe / Mainz, 13. August 2010 – Klaus Dieter Wülfrath (58) ist in den Vorstand der Stiftung Lesen berufen worden. Er ist langjähriger Vorsitzender der in Karlsruhe ansässigen und bundesweit tätigen Stiftung Presse-Grosso, die seit vielen Jahren mit der ebenfalls bundesweit agierenden Leseförderungsorganisation mit Sitz in Mainz kooperiert: Seit 2003 führen die beiden Stiftungen als Initiatoren das Leseförderungsprojekt „Zeitschriften in die Schulen“ durch, an dem inzwischen jährlich mehr als 400.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Partner sind die deutschen Pressegrossisten und der Verband Deutscher Zeitschriftenverlage (VDZ). Schirmherr ist Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Wülfrath möchte im Rahmen seines Vorstands-Engagements bei der Stiftung Lesen unter anderem auf die große Bedeutung von Zeitschriften sowie Zeitungen als Mittel der Leseförderung hinweisen sowie für die große bildungspolitische Relevanz des Themas Leseförderung sensibilisieren: „Lesen ist als eine der fundamentalsten Kulturtechniken Voraussetzung für jegliche Form erfolgreicher Bildungsinitiativen.“
Stiftung Lesen Sabine Bonewitz Christoph Schäfer Claudia Lombardo Römerwall 4055131 Mainz Tel: 06131/28890-39;-28;-36 Fax: 06131/230333