Eine interkulturelle/internationale Vergleichsstudie Deutschland – Israel
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Erprobung und Evaluation von Lese-Medien-Clubs als Methode zur Förderung der Lese- und Medienkompetenz sowie der sozialen Integration
Während einer 30-monatigen Projektlaufzeit sollen je 10 Lese-Medien-Clubs an weiterführenden Schulen mit einem hohen Anteil von Migrantinnen und Migranten bzw. in sozial problematischen Milieus eingerichtet und betreut werden.
Die außerschulischen Lernwelten der Lese- Medien-Clubs dienen zur Überbrückung der Kluft zwischen Schule und Freizeit. Die Clubs werden explizit nicht als Orte gezielten Lernens verstanden, sondern als Orte von Freizeitgestaltung zum Zweck der Anregung von Lesen, der Beschäftigung mit Literatur und weiteren Themen, die sich über das Lesen erschließen und vertiefen lassen.
Über Bücher, Zeitungen/Zeitschriften, Comics, Spiele sowie audiovisuelle und computergestützte Medien und vor allem die gemeinsame Kommunikation soll die Vermittlung zwischen und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und Lebensweisen angeregt werden.
Die Zusammenarbeit von Lehrkräften aus Deutschland und Israel ist darauf ausgerichtet, dass beide Staaten von der vorzunehmenden Maßnahme und voneinander profitieren. Beide Staaten sind mit Wanderungsbewegungen aus anderen Staaten ins eigene Land konfrontiert.
Die Vergleichsperspektive erlaubt es, die je vor Ort anzutreffende soziale und kulturelle Heterogenität exemplarisch einzuordnen und die Methode „Lese-Medien-Club“ als Lösungsansatz zu eruieren.
Fragestellungen
Anhand der Befragung von Clubbetreuern wie Clubmitgliedern soll den Fragen nachgegangen werden, inwieweit
- das Angebot „Lese-Medien-Club“ zur Bildungsanimation beitragen konnte;
- eine Basis für höhere Lese- und Lernmotivation geschaffen werden konnte;
- Schülerinnen und Schüler ihre Lese- und Mediennutzungsverhalten reflektieren und ggf. welche Veränderungen im Projektverlauf erkennbar werden;
- Voraussetzungen für eine Verbesserung der Lernkompetenz der Schülerinnen und Schüler geschaffen werden konnten;
- das Angebot der Lese- und Medienclubs im Hinblick auf soziale Integration wirksam werden konnte.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Kooperationspartner der Stiftung Lesen in Israel ist das Center for Educational Technology (CET), Tel Aviv.
Eine, von der Stiftung Lesen, wissenschaftlich begleitete Evaluation der Lese- und Medienclubs finden Sie unter "Weiterführende Seiten" oder direkt hier.