Erprobung und Evaluation von Regionalmodellen zur Leseförderung am Beispiel ehrenamtlicher Vorlesetätigkeit
©Stiftung Lesen/Andrea Steinbrecher
Zielsetzung
Das Vorlesen und Erzählen bildet innerhalb der Frühförderung eine wichtige Möglichkeit, Kinder zum Lesen(-lernen) zu motivieren. Die Mitwirkung ehrenamtlicher Akteure gewinnt dabei vor dem Hintergrund an Bedeutung, dass in 42 Prozent aller Haushalte mit Kindern im Vorlesealter zu wenig vorgelesen wird. Doch freiwilliges Engagement findet häufig unbeobachtet statt und wird trotz seiner gesellschaftlichen Relevanz wenig systematisch erforscht. Inwieweit die ehrenamtlichen Vorleseinitiativen einen Beitrag zur Frühförderung leisten, welche Erfolge sie verzeichnen, aber mehr noch: welches Verbesserungspotential festgestellt und geweckt werden muss, möchte die Stiftung Lesen mit der Förderung des BMBF im Rahmen des Forschungsprojekts ermitteln: Erst mit dem Wissen darüber, welche Aktivitäten bereits laufen und welche Wirkung sie entfalten, können Modifizierungen mit der gewünschten Wirkung befördert und gegebenenfalls zu erwartende unerwünschte Effekte verringert werden. Grundlegendes Ziel des Projekts ist somit die "Professionalisierung" des ehrenamtlichen Engagements im Feld Vorlesen und Erzählen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Förderung des Bildungsnachwuchses und Herstellung weitreichender Bildungschancen.
Projektstufen
- Basisrecherchen
- teilnehmende Beobachtung von Vorlesesituationen sowie qualitative und quantitative Befragung von Kindern, ehrenamtlichen VorleserInnen und BetreuerInnen
- Entwicklung bedarfsgerechter Fortbildungsmodule
- Durchführung prototypischer Seminare und deren Evaluation
- Ableitung eines Qualifizierungsprogramms
Ergebnisverwertung
Der Transfer der Ergebnisse im Sinne der Qualitätssteigerung des ehrenamtlichen Vorleseangebots erfolgt durch Ausstattung der aktiven Vorleseinitiativen in Deutschland mit methodisch-didaktischen Materialien sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.