Ergebnisse zu Buch- und Zeitschriftenpräferenzen aus der Studie: "Lesen, wenn anderes und andere wichtiger werden"
Die Hauptfragestellung der im Rahmen eines Promotionsvorhabens zur Längsschnitt-Studie ausgebauten Studie lautet: Kann anhand von Cliquenmerkmalen die Lesemotivation vorhergesagt werden?
Um diese Frage zu beantworten, wurden knapp 500 niedersächsische Fünftklässler hinsichtlich ihres Lese- und Freizeitmedienverhaltens, der Lesemotivation und Vorlieben von Büchern und Zeitschriften und der Leseaffinität ihrer Cliquen und Familie befragt. Vier von fünf der bereits einmal untersuchten Fünftklässlern konnten eineinhalb Jahre später am Ende der sechsten Klasse erneut befragt werden. Anhand der Querschnitt-Daten aus Klasse 5 und noch ausgeprägter in Klasse 6 war es möglich, die Leselust der Kinder unter statistischer Kontrolle bestimmter anderer Variablen wie Geschlecht, Schulform, Migrationshintergrund, Leseklima in der Familie und Spaß am Deutschunterricht zu bestimmen. Anders gesagt: Selbst ein ausländischer Junge aus einer Hauptschule, dessen Eltern nicht viel lesen und der dem Deutschunterricht wenig Freude abgewinnen konnte, hatte eine höhere Lesemotivation, wenn er einer Clique angehörte, die er als lesefreundlich beschrieb – ein für Lesefördermaßnahmen sehr erfreulicher Befund.
Für die Stiftung Lesen hat Maik Philipp erste Längsschnitt-Befunde aus seiner Studie zur Stabilität von Buch- und Zeitschriftengenre-Präferenzen in einem kurzen Aufsatz zusammengefasst. Die Grundlage bildeten einzelne Buch- und Zeitschriftentitel-Nennungen von den Befragten. Diese wurden klassifiziert und geprüft, zu welchem der beiden Messzeitpunkte die Befragten Titel eines Genres genannt hatten.
Die Ergebnisse lesen Sie im Aufsatz „Wenn die ‚Bravo‘ interessant wird und die Tiergeschichte eine Nummer zu klein … Zur geschlechts- und schulformspezifischen Stabilität von Buch- und Zeitschriftenpräferenzen zu Beginn der Sekundarstufe I“ hier:
Download: Ergebnisse zu Buch- und Zeitschriftenpräferenzen aus der Studie