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Unser Engagement

Wer beim Lesenlernen und Lesenliebenlernen hilft, ist schöpferisch tätig. Der Akt des Lesens fördert durch seine kognitiven, intellektuellen und emotionalen Seiten die menschliche Persönlichkeitsentwicklung. Das Lesen bietet damit im besten Sinne Lebenshilfe.
Je früher damit begonnen wird, desto besser. Deshalb liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit in der Kinder- und Nachwuchsförderung. Ganz konkret heißt das zum Beispiel, dass wir dank der finanziellen Unterstützung unserer Freundinnen und Freunden Kindergärten mit Vorlesebibliotheken ausstatten können.
Oder es bedeutet, Leseclubs für Jugendliche in sozialen Brennpunkten zu gründen. So entstehen Refugien, innerhalb derer die Jugendlichen Orientierung für ihren weiteren Lebensweg finden.
Die Möglichkeiten sind zahlreich. Und jede davon stellt ein Stück Sozial- und Bildungsarbeit dar, das auch direkt bei Ihnen vor Ort wirksam werden kann!



Motivation und Kreativität

Die Faszination am Lesen ist (nicht nur) für Kinder am größten, wenn die Geschichte leibhaftig miterlebt wird und noch lebendig bleibt, nachdem sich die Buchdeckel längst geschlossen haben.
Denn dann werden die Kinder selbst aktiv und entfalten ihre Talente. Sie malen Bilder zur Geschichte oder spielen sie nach. Dafür brauchen sie Kostüme und Requisiten, die dann erdacht und gebastelt werden. Und wie könnte die Handlung eigentlich weitergehen? Aus den Büchern entstehen in den Kinderzimmern kleine Welten, die in den Köpfen der Leser keine Grenzen kennen.



Fantasie und Entdecken

Eng mit der Kreativität verwandt ist die Fantasie. Das geschriebene Wort hat den unschätzbaren Vorzug, dass es ohne Abbildungen auskommt, aber zugleich eine Unmenge von Bildern evoziert.
Wer liest, entwickelt eigene Bildervorräte, die beständig wachsen. Der Erfahrungshorizont aller Leser wird aktiviert, wenn sie ihre Geschichten zum Leben erwecken und die Figuren vor dem inneren Auge aufmarschieren lassen.
Leser wissen: Das spannendste Kino findet hinter der eigenen Stirn statt!



Wissen und Eigenverantwortung

Lesen ist wie Spurenlesen. Wie unsere Vorfahren finden wir unseren Weg erst, wenn wir die Zeichen unserer Umwelt entschlüsseln, entziffern, enträtseln können.
Die Fährten unserer Tage führen nicht mehr zum zu erlegendem Wild, sondern zu den Informationen der Welt, die in der heutigen Wissensgesellschaft unabdingbar geworden sind. En passant fördert das Lesen das Gedächtnis, die Fähigkeit zur Abstraktion sowie zur Einordnung einzelner Bestandteile in Gesamtzusammenhänge. Der Wortschatz junger Menschen nimmt von Lektüre zu Lektüre zu, wodurch das persönliche Ausdrucksvermögen erst zustande kommt.
Gute Leserinnen und Leser verstehen es auch besser zu lernen. Sie können ihr Vorgehen besser planen und steuern, weil sie sich in Themen hinein denken und Schlussfolgerungen für sich ableiten können. Das Lesen öffnet damit die Tür zu einer verantwortungsbewussten Unabhängigkeit.