Wissenschaftlich-literarischer Wettbewerb der WBG und der Stiftung Lesen für Schüler an weiterführenden Schulen in Deutschland
Hat ein Spunk eine leuchtende Tannenbaum-Frisur oder handelt es sich eher um einen emaillierten Kochtopf oder einen medizinischen Begriff aus dem Mittelalter? Wussten Sie schon, dass ein Bandwurmsatz sich am liebsten von Bürokratiemilben ernährt?
Mit dem Wettbewerb "Grubenhunde gesucht" hatten wir Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in Deutschland anläßlich des 60. Jubiläums der WBG dazu aufgerufen, fingierte Lexikonartikel zu verfassen, dabei spielerisch mit Sprache umzugehen, selbst in Nachschlagewerken zu recherchieren und vielleicht sogar die ein oder andere Lücke in unserem Wortschatz zu füllen.
Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind dieser Einladung gefolgt und haben sich in den vergangenen Wochen als Lexikonredakteure ans Werk gemacht. Mit unglaublicher Fantasie, mit Witz und kreativem Ehrgeiz haben sie den Wettbewerb mit Leben erfüllt und uns viele wunderbar-wundersame Erklärungen für Begriffe wie "Wälzer" und "Buchhülse", "Tintenkiller" und "Waschzettel" geschickt. Allen, die mitgemacht haben, gebührt ein großes Lob, und bei den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern bedanken wir uns herzlich für das tolle Engagement!
Der Wettbewerb ist abgeschlossen. Die Gewinner sind bereits ermittelt und werden in den nächsten Wochen über die Lehrkräfte der beteiligten Schulen benachrichtigt und können sich schon auf "ihre" dtv-Lexika freuen!
Hier finden Sie einige schöne "Grubenhunde":
Marie, 6 a: Ein "Spunk" ist jemand, der eine Frisur hat, wie ein Tannenbaum. Die Farbe ist unterschiedlich, aber es sind viele bunte Lichter dran. Leute, die diese Frisur haben, sagen: Ich bin der schlauste Mensch auf der Welt. Weil wenn sie etwas wissen, leuchten die Lichter in verschiedenen Farben auf.
Oliver, 7 b: "Literatitis" (lat. Aria Literatiti, engl. letter war), Krankheit, die sich durch den Literawurm verbreitet in dem er sich in das Gehirn des/der Lehrer/in einfrisst. Die L. verbreitet sich nur von der Lehrerin zu den Schülern. Die Wissenschaftler sind sich unsicher, wie dies geschieht. Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Lesedrang. Gegebenenfalls unkontrollierbare Wutanfälle, wenn man beim Lesen gestört wird.
Vladimir, 9 c: "Worthülse" (vom afrikanischen rohilala = Hülse) ist eine aus Afrika stammende Frucht, die den Kokosnüssen zugehört. Sie wird auch Wortverstärkungshülse genannt, da sie die Wörter verstärkt. Man hält sich die Hülse vor den Mund und spricht laut hinein. So wurden schon vor 500 Jahren Botschaften Kilometer weit verschickt.
Eine umfangreichere Auswahl aus den schönsten Beiträgen finden Sie hier.
Fotos:
Oben - Attraktive Prämie: Eines von 666 dtv-Lexika in jeweils 24 Bänden mit CD-ROM fürs Klassenzimmer
Unten (von links nach rechts) - Andreas Auth, Geschäftsführer der WBG, Sabine Uehlein, Stiftung Lesen Programme und Projekte, Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen und Christoph Schäfer, Pressesprecher der Stiftung Lesen, beim offiziellen Start der Aktion in Mainz.