25-Jahr-Feier der Stiftung Lesen

25 Jahre Stiftung Lesen

Deutschland soll „Leseland“ werden

25 Jahre Stiftung Lesen, 25 Jahre erfolgreiche Leseförderung in Deutschland. Das sind gute Gründe, um gemeinsam zu feiern und nach vorne zu blicken, wie Leseförderung zukünftig gestaltet werden kann. Denn die aktuellen Herausforderungen sind groß. Die Zahl von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten hierzulande und die Tatsache, dass jeder fünfte 15-Jährige nur über rudimentäre Lesekenntnisse verfügt, machen die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Leseförderung deutlich. Denn nur, wer Lesen kann, verfügt über den entscheidenden Schlüssel zur Bildung und zu gesellschaftlicher Teilhabe.



Die Ansätze und Ziele der Stiftung Lesen


„Lesefreude wecken. Lesekompetenz stärken.“ lautet der Leitspruch der Stiftung Lesen und beschreibt mit wenigen Worten, welchen Ansatz ihre verschiedenen Programme und Projekte verfolgen. Denn nur, wer gerne liest, liest viel. Und wer viel liest, liest in der Regel auch besser. Und so begeistert und motiviert die Stiftung Lesen seit nunmehr 25 Jahren Menschen aller Altersgruppen zum Lesen, um langfristig die Lesefähigkeit insbesondere von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern. Dafür entwickelt sie bundesweit breitenwirksame Programme und Projekte, die die Kinder und Jugendlichen selbst genauso wie Erwachsene als Multiplikatoren erreichen: Eltern, Pädagogen in Kitas, Lehrkräfte, Fachpersonal in Bibliotheken und Jugendzentren, Kinder- und Jugendärzte und alle anderen, die sich für zeitgemäße Leseförderung interessieren und sich dafür stark machen.


Erfolgreiche Leseförderung muss auch ungewöhnliche Wege gehen und neue Zugänge zum Lesen eröffnen – gerade für diejenigen Zielgruppen, die als „lesefern“ gelten und wenig Interesse am Lesen zeigen. Die Ausbildung von jugendlichen „Lesescouts“, die Gleichaltrige auf spielerische Art und Weise für das Lesen begeistern, und die damit verbundene Nutzung des sogenannten Peer Group-Effekts gehört genauso dazu wie der erfolgreiche Einsatz prominenter Lesebotschafter – unter anderem Fußballer Philipp Lahm, Schauspielerin Maria Furtwängler und Moderatorin Nazan Eckes – als Lesevorbilder. Andere erfolgreiche Projekte aus der Stiftungsarbeit zeigen, dass auch die Kombination von Lesen mit anderen Aktivitäten, für die sich Kinder interessieren – wie zum Beispiel Fußball – dazu beiträgt, neue Zielgruppen zum Lesen zu motivieren.


Digitale Medien gehören heute zur Lebenswirklichkeit vor allem junger Menschen dazu. Gleichwertig mit dem gedruckten Buch und anderen Lesemedien wie Zeitungen und Zeitschriften bergen sie ein großes Potenzial für die Leseförderung und können dabei helfen, Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsene, die wenig Interesse an Büchern haben, zum Lesen und Vorlesen zu motivieren. Dieser Herausforderung nimmt sich die Stiftung Lesen in der jüngsten Vergangenheit verstärkt an. Erste Studien des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen haben deutlich gemacht, dass digitale Medien den Zugang zum Lesen erleichtern können. Entsprechende neue Angebote wie zum Beispiel Tipps und Empfehlungen für das Vorlesen mit Apps oder die Entwicklung von interaktivem digitalen Impulsmaterial für den Schulunterricht werden von der Stiftung Lesen bereits entwickelt und angewendet. Ziel für die Zukunft ist es, solche innovativen Ansätze weiter voranzutreiben und auszubauen.


Auch der demografische Wandel bewirkt eine zunehmende Veränderung im Generationengefüge, die in Zukunft zu berücksichtigen ist. Es ist offensichtlich, dass die herkömmlichen und tradierten Generationenbeziehungen nicht mehr in der Form gelten wie noch vor zwanzig Jahren. Der klassische Generationenbegriff muss überdacht und es muss intergenerativ agiert werden. Eine dringliche Aufgabe für die Leseförderung der Zukunft ist es somit, die verschiedenen Generationen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten komplementär zu nutzen und anzusprechen, um ihren Bedürfnissen noch besser entgegen zu kommen.


In Anbetracht dieser Herausforderungen ist es wichtig, dass alle gesellschaftlichen Gruppen im Bereich der Leseförderung in Zukunft noch stärker als bisher zusammenarbeiten und Synergien noch besser nutzen. Das gemeinsame Ziel: allen Menschen geeignete Zugänge zum Lesen zu ermöglichen und langfristig Lesekompetenz zu verbessern. Dieses Ziel sollte Leitlinie für gemeinschaftliches Handeln sein. Nur so schaffen wir es, Deutschland zum „Leseland“ zu machen.

Weitere Projekte der Stiftung Lesen mit der Deutschen Bahn:

Der Bundesweite Vorlesetag

Vorlesestudie

Alle Kinder dieser Welt

DB-Vorlesekoffer

DB-Kids Camp

Olis Chance

10.06.2013

Lesefest im Schloss Bellevue

25-Jahr-Feier der Stiftung Lesen ©Stiftung Lesen / Luca Abbiento

Aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens feierte die Stiftung Lesen gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck, Schirmherr der Stiftung Lesen, und rund 400 geladenen Gästen – Partnern aus Politik und Wirtschaft genauso wie prominenten Lesebotschaftern und ehrenamtlich Engagierten – am 10. Juni 2013 ein Lesefest im Präsidentengarten von Schloss Bellevue. Wir danken den Unterstützern des Festes, der Deutsche Bahn Stiftung, der AOK, der Betzold GmbH, der Deutschen Bank, der Deutschen Post, der ZEIT, Gruner + Jahr, der Verlagsgruppe Random House, Ravensburger, ŠKODA Auto Deutschland und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Wir bedanken uns außerdem bei den Verlagen Beltz, Carlsen und Oetinger für ihre Buchspenden zur Ausstattung der „Leselounge“. Unser besonderer Dank gilt dem Bundespräsidialamt für die vielfältige Unterstützung bei der Planung, Organisation und Durchführung des Lesefestes.

Einen Eindruck vom Fest vermittelt die Film-Dokumentation, die hier zu finden ist.

Vor Ort wurde auch der neue Imagefilm der Stiftung Lesen gezeigt. Erste Eindrücke aus den Dreharbeiten sowie auch den kompletten Film gibt es hier zu sehen.

10.05.2013

Bundeskanzlerin Merkel gratuliert Stiftung Lesen zum 25-jährigen Jubiläum

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Stiftung Lesen zu ihrem 25-jährigen Jubiläum gratuliert. In einem persönlichen Schreiben hob die Kanzlerin die Bedeutung des Lesens unserer Gesellschaft hervor und betonte die Bedeutung der Leseförderungsarbeit der Stiftung Lesen.