Icon www

Forschung: Digitales Lesen

Aktuelle Forschungsergebnisse, fundierte Untersuchungen und innovative Berichte bilden die Basis für den Entwicklungsbereich digitales Lesen der Stiftung Lesen. Hier finden Sie Zusammenfassung und Literaturhinweise, Links und Downloads von Studien, Aufsätzen und Befunden.

Vorlesestudie 2012

Digitale Angebote - neue Anreize für das Vorlesen?

Familie liest mit dem IPad ©Fotolia

Die aktuelle Vorlesestudie der ZEIT, der Deutschen Bahn und der Stiftung Lesen widmet sich zukunftsorientiert dem rasant wachsenden Markt der Bilder- und Kinderbuch-Apps und greift damit eine aktuelle und bedeutsame Entwicklung auf. 




Die Untersuchung geht den Fragen nach,  

  • welchen Stellenwert Smartphones, Tablets und E-Reader sowie die zugehörigen Kinderbuch-Apps, Enhanced E-Books etc. im familiären Vorlesealltag heute bereits haben.
  • wie die Wahrnehmung solcher Angebote durch Eltern – speziell durch Väter – und die damit verbundenen Einstellungen, Erwartungen und Befürchtungen sind.

Die Studie gibt Aufschluss darüber, wie stark Eltern durch digitale Bilder- und Kinderbuchangebote zum Vorlesen motiviert werden.

Die Ergebnisse der Studie stehen auf der rechten Seite zum Download bereit.

Das Video zur Pressekonferenz anlässlich der Vorlesestudie 2012 finden Sie hier.

Studie zum Potenzial von E-Readern in der Leseförderung

E-Book-Leihe ©Fotolia

Die Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen untersucht das Potenzial von E-Readern in der Leseförderung und die Attraktivität eines elektronischen Leseangebots gegenüber herkömmlichen Büchern.


Die Ergebnisse zeigen: E-Reader und E-Books sind für leseferne Schülerinnen und Schüler attraktiver als das herkömmliche Bücherregal mit Printbüchern. Eine vorhandene Hemmschwelle zum (Erst-)Kontakt mit Büchern kann gesenkt werden – insbesondere für dicke Bücher, die in Druckform einschüchternd wirken. Die Akzeptanz dieses neuen Zugangs zu Büchern birgt großes Potenzial für eine erhöhte Lesemotivation. Gleichsam wird deutlich, dass inhaltliche und technische Mindestanforderungen erfüllt werden müssen, da die Anfangsbegeisterung sonst nicht dauerhaft gehalten werden kann und die Nutzung nach der ersten „Euphorie des Neuen“ abbricht. Dazu zählen vor allem eine intuitive Technik der E-Reader und E-Book-Plattform, die kurze Zugriffswege auf E-Books gewährleistet aber auch Möglichkeiten der Anschlusskommunikation, z. B. in einem Chat oder die Möglichkeit der Buchbewertung.

Die experimentelle Untersuchung begleitete Schülerinnen und Schüler aus vier vergleichbaren Schulklassen der Jahrgangsstufe 6 über ein Schuljahr hinweg: Eine Klasse erhielt eine Klassenbibliothek mit Print-Büchern, eine Klasse wurde mit E-Readern und Zugang auf eine Website mit kostenlosem Angebot der gleichen Buchtitel als E-Books ausgestattet, eine Klasse erhielt sowohl eine Klassenbibliothek als auch E-Reader und E-Book-Angebot und eine vierte Klasse diente als Referenzklasse ohne Ausstattung.

Materialien und Videomitschnitte zur Fachtagung "Digitale Medien: Chancen für das Lesen"

Fachtagung "Digitale Medien: Chancen für das Lesen" in Berlin ©Stiftung Lesen / Karsten W. Schmidt