E-Book-Leihe

Studie zum Potenzial von E-Readern in der Leseförderung

Die Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen untersucht das Potenzial von E-Readern in der Leseförderung und die Attraktivität eines elektronischen Leseangebots gegenüber herkömmlichen Büchern.

Die Ergebnisse zeigen: E-Reader und E-Books sind für leseferne Schülerinnen und Schüler attraktiver als das herkömmliche Bücherregal mit Printbüchern. Eine vorhandene Hemmschwelle zum (Erst-)Kontakt mit Büchern kann gesenkt werden – insbesondere für dicke Bücher, die in Druckform einschüchternd wirken. Die Akzeptanz dieses neuen Zugangs zu Büchern birgt großes Potenzial für eine erhöhte Lesemotivation. Gleichsam wird deutlich, dass inhaltliche und technische Mindestanforderungen erfüllt werden müssen, da die Anfangsbegeisterung sonst nicht dauerhaft gehalten werden kann und die Nutzung nach der ersten „Euphorie des Neuen“ abbricht. Dazu zählen vor allem eine intuitive Technik der E-Reader und E-Book-Plattform, die kurze Zugriffswege auf E-Books gewährleistet aber auch Möglichkeiten der Anschlusskommunikation, z. B. in einem Chat oder die Möglichkeit der Buchbewertung.

Die experimentelle Untersuchung begleitete Schülerinnen und Schüler aus vier vergleichbaren Schulklassen der Jahrgangsstufe 6 über ein Schuljahr hinweg: Eine Klasse erhielt eine Klassenbibliothek mit Print-Büchern, eine Klasse wurde mit E-Readern und Zugang auf eine Website mit kostenlosem Angebot der gleichen Buchtitel als E-Books ausgestattet, eine Klasse erhielt sowohl eine Klassenbibliothek als auch E-Reader und E-Book-Angebot und eine vierte Klasse diente als Referenzklasse ohne Ausstattung.