Jugend, Information, (Multi)-Media - Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger
Die JIM-Studie 2007 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest, die zehnte seit 1998, die auch in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen jährlich durchgeführt wird, zeichnet wiederum ein aktuelles Bild von Medienausstattung und Mediennutzung der Jugendlichen. Die Studie beruht auf der Befragung einer repräsentativen Stichprobe von 1.204 Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren. Hier einige aus dem Untersuchungsbericht ausgewählte Ergebnisse und Interpretationen:
Bücher
Auch im Multimedia-Zeitalter hat das Lesen für die Freizeitgestaltung der Jugendlichen Bedeutung. Zwar dominieren in der alltäglichen Nutzung die elektronischen Medien,
doch 37 Prozent lesen regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Woche, ein Viertel sogar täglich in einem Buch. 28 Prozent kann man zu den sporadischen Lesern zählen, ein Sechstel ist zumindest Gelegenheitsleser. Allerdings liegt der Anteil der Nichtleser bei 17 Prozent. Mädchen haben eine ausgeprägte Vorliebe für das Buch: fast die Hälfte der Mädchen liest regelmäßig, auch ist der Anteil der Nichtleser bei den Mädchen gerade einmal halb so groß wie bei den Jungen.
Mit zunehmendem Alter tritt das Lesen gegenüber anderen Aktivitäten zurück. Während bei den 12- bis 13-Jährigen fast jeder Zweite regelmäßig zum Buch greift, zählt bei den Jugendlichen ab 16 Jahren nur noch jeder Dritte zu den regelmäßigen Lesern. Nach wie vor entscheidend für das Leseverhalten ist der Bildungshintergrund. In der Haupt- und Realschule liest nicht einmal jeder Dritte zumindest mehrmals pro Woche in einem Buch, dagegen ist jeder zweite Gymnasiast ein regelmäßiger Leser. Besonders deutlich zeigen sich die Bildungsunterschiede bei den Nichtlesern: 28 Prozent der Hauptschüler lesen nie in ihrer Freizeit, bei den Realschülern sind es mit 19 Prozent schon deutlich weniger, und nur acht Prozent der Schüler auf dem Gymnasium haben keinerlei Interesse am Lesen.