Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass in den aktuellen Jugendromanen alles Leid der Welt gebündelt wird. Häufig geht es um Ausgrenzung, Einsamkeit, zerrüttete Familien, Gewalt gegen sich und andere, unfassbare Verbrechen und überforderte oder gleichgültige Erwachsene. Sieht so die Realität aus? Oder sind Jugendromane eine Art Katalysator – um sich Ängsten zu stellen und gefürchtete Szenarien gefahrlos durchspielen zu können?
Gleichgültig lassen die Geschichten jedenfalls niemanden – und glücklicherweise werden die ernsten Themen meist mit Hilfe von erzählerischem Witz, originellen Figuren oder einfach atemloser Spannung aufgelockert. Und eine lohnende Lektüre sind sie wirklich nicht nur für jugendliche Leser – auch Erwachsene erhalten so die Gelegenheit, die Alltagswelt einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.