Ein Angebot für Mehrgenerationen-Häuser
©Stiftung Lesen
"LeseLust - Vorlesen für Kinder vom Krippen- bis zum Hortalter"
Mehrgenerationenhäuser sollen das Miteinander und den Austausch der Generationen stärken. Eine ideale Möglichkeit Kinder zu erreichen und zu fördern ist das Vorlesen - zum Beispiel im Rahmen von Vorlese-Paten-Programmen.
Darum bieten der Paritätische Gesamtverband und die Stiftung Lesen die Seminarreihe LeseLust an. So können Mehrgenerationenhäusern ihr sozial- und bildungsorientiertes Angebot zu erweitern.
Bücher helfen beim Wachsen. Leseförderung kann daher gar nicht früh genug beginnen! Die eintägigen LeseLust-Seminare bieten aktiven Frauen und Männern in Mehrgenerationenhäusern bewährte und praxisnahe Tipps, die den Einstieg in das Vorlesen für Kinder erleichtern.
In den Seminaren werden vermittelt
- Hintergründe des Vorlesens und Erzählens
- Vorlesetechnik
- Gestaltung einer Vorlesesituation
- Literacy-Erziehung - Frühe und spielerisches Heranführen an Sprache und Lesen
- Umgang mit Schwierigkeiten (Unruhe, Konzentrationsproblemen, mangelnde Zuhörbereitschaft etc.)
- Auswahlkriterien für geeignete Vorleseliteratur
- Buchausstellung mit klassischen und neuen Kinderbüchern.
Ausführliche Informationen und Hinweise zu den Seminarkosten finden Sie im Flyer und im Internet hier.
Lesen verbindet Generationen – Seminar "LeseLust" gibt Tipps
©Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
Lesen fördert Phantasie, soziale Kompetenz und Konzentration bei Menschen jeden Alters.
Vor allem wirkt es wie eine Brücke zwischen den Generationen und gibt immer wieder einen Anlass, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele Mehrgenerationenhäuser haben dies erkannt und bieten bereits Möglichkeiten zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen.
Einige Mehrgenerationenhäuser in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes veranstalten in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen spezielle Vorlese-Seminare. So hatte das Mehrgenerationenhaus Oldenburg-Holstein am 20. März 2009 Interessierte in den Seniorentreff zum Seminar "LeseLust – Vorlesen für Kinder vom Krippen- bis zum Hortalter" eingeladen.
Hausleiter Thomas Bauer rechnete mit etwa 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zum Teil waren es Seniorinnen und Senioren, zum Teil pädagogische Kräfte, die das Seminar nutzen wollten, um sich weiterzubilden. So wollte zum Beispiel die 45jährige Agnes Bauer, die sich bereits vielfach ehrenamtlich engagiert, durch das Seminar Tipps bekommen, wie sie Kindern künftig noch besser vorlesen kann. Auch ein paar Jugendliche haben ihr Interesse daran geäußert, sagte Thomas Bauer.
Was erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Seminar "LeseLust"?
Zunächst erzählte Referentin Christine Kranz von der Stiftung Lesen den Interessierten etwas über die Hintergründe des Vorlesens. Ganz praxisnah ging es dann weiter: Wie lange sollte eine Vorleseeinheit dauern? Wie sollte die Atmosphäre beim Vorlesen sein? Wie kann man damit umgehen, wenn Kinder das Vorlesen immer wieder durch Fragen unterbrechen? Und wie trifft man die richtige Textauswahl? – "Wenn jemand nur auf das Buch guckt und abliest, schalten die Kinder meist schon nach drei Minuten ab", sagt Lesereferentin Christine Kranz. Man sollte das Vorlesen eher als eine Art Gespräch sehen, als Anlass zur Kommunikation – nicht als einen Vortrag. Spannender wird das Vorlesen für die kleinen und großen Zuhörerinnen und Zuhörer zum Beispiel durch Zwischenfragen oder das Einbringen von Gegenständen. In praktischen Übungen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars Tipps wie diese gleich selbst ausprobieren.
In den Mehrgenerationenhäusern in Eching und Lübstorf fanden Ende letzten Jahres bereits ähnliche Seminare statt. Susanne Hacker, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Lübstorf, kann das Seminar "LeseLust" sehr empfehlen. Abgesehen davon, dass es viele gute Anregungen für das Vorlesen brachte, konnte das Mehrgenerationenhaus dadurch drei Vorlesepaten – je einen für die Kinderkrippenkinder, Kindergartenkinder und Hortkinder – gewinnen.
Ähnlich positive Effekte erhofft sich auch Thomas Bauer in Oldenburg-Holstein von dem Seminar. Auch wenn es vorwiegend dazu dient, die Aktiven auf das Vorlesen vor Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern vorzubereiten, wünscht sich Bauer, dass der Gedanke des Vorlesens noch weiter getragen werde. So wäre zum Beispiel auch Vorlesen in Altersheimen denkbar.