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Lesemöbelwettbewerb: Kinderleselok gewinnt

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie

Leselok
Kinder mit einem besonderen Möbelstück zum Lesen motivieren – mit diesem Ziel initiierten der Verband der Deutschen Möbelindustrie und die Stiftung Lesen 2008 einen Lesemöbelwettbewerb unter Schirmherrschaft der Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die erklärte: „Wer im Kindesalter das Interesse am Lesen entwickelt, verliert es auch als Erwachsener nicht mehr"".

Möbelhersteller aus ganz Deutschland waren aufgerufen, durch ein eigens entworfenes Lesemöbel eine besondere Form der Leseförderung für Kinder zu erreichen. Eine Fachjury bestehend aus Vertretern der Stiftung Lesen und Möbelexperten kürte den renommierten Möbelhersteller Vierhaus zum Sieger. Mit seiner „Kinderleselok“ hatte das Unternehmen aus Rees am Niederrhein die Anforderungen der Juroren am besten umgesetzt.

 
Die Kinderleselok ist mit Buchstütze, Aufbewahrungstasche und Leuchte optimal für entspannte und spannende Lesestunden der Kleinen ausgestattet und durchlief bei der Landesgewerbeanstalt in Bayern ohne Probleme die Sicherheitsprüfung. Über einen Gasdruckhebel ist sie zudem stufenlos höhenverstellbar.

Dank an die Initiatoren des Wettbewerbs

Grußwort der Bildungsministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan

Eines der faszinierendsten Lesemöbel wurde vor 420 Jahren erfunden. Im Jahr 1588 stellte der italienische Ingenieur Agostino Ramelli sein „Leserad“ vor: ein rotierendes Lesepult, das es Gelehrten ermöglichte, schnell und bequem Texte verschiedener Bücher zu vergleichen, ohne ständig die ausgesprochen schweren Folianten mit Muskelkraft bewegen zu müssen.

Für Lesefreunde aller Altersstufen und Interessen steigern intelligent erdachte Lesemöbel das Lesevergnügen. Dies gilt vor allem dann, wenn nicht nur die präsentierten Bücher, sondern die Lesemöbel selbst begeistern, etwa durch eine technische Besonderheit, ein außergewöhnliches Design oder eine herausragende Benutzerfreundlichkeit.

Hinzu kommt, dass solche Lesemöbel auch die Freude am Lesen vermehren können. Lesen ist nicht nur die wichtigste Schlüsselqualifikation in der Wissensgesellschaft. Lesen fördert auch die Sprachentwicklung und Kreativität jedes Kindes. Eine geringe Lesekompetenz schränkt sogar die sinnvolle Nutzung anderer Medien ein. Damit die Lust am Lesen geweckt wird, brauchen deshalb gerade Kinder aus lesefernen Elternhäusern eine engagierte Leseförderung.

Der Lesemöbel-Wettbewerb stärkt in einer ganz anderen Weise die Anstrengungen zur Leseförderung in Deutschland. Ich danke deshalb den Initiatoren dieses beispielhaften Projektes, der Stiftung Lesen und dem Verband der Deutschen Möbelindustrie.
Allen Teilnehmern wünsche ich viele kreative Ideen für phantasievolle Lesemöbel und eine glückliche Hand bei der Umsetzung ihrer Ideen.""
Annette Schavan, MdB
Bundesministerin für Bildung und Forschung