Dank an die Initiatoren des Wettbewerbs

Grußwort der Bildungsministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan

Eines der faszinierendsten Lesemöbel wurde vor 420 Jahren erfunden. Im Jahr 1588 stellte der italienische Ingenieur Agostino Ramelli sein „Leserad“ vor: ein rotierendes Lesepult, das es Gelehrten ermöglichte, schnell und bequem Texte verschiedener Bücher zu vergleichen, ohne ständig die ausgesprochen schweren Folianten mit Muskelkraft bewegen zu müssen.

Für Lesefreunde aller Altersstufen und Interessen steigern intelligent erdachte Lesemöbel das Lesevergnügen. Dies gilt vor allem dann, wenn nicht nur die präsentierten Bücher, sondern die Lesemöbel selbst begeistern, etwa durch eine technische Besonderheit, ein außergewöhnliches Design oder eine herausragende Benutzerfreundlichkeit.

Hinzu kommt, dass solche Lesemöbel auch die Freude am Lesen vermehren können. Lesen ist nicht nur die wichtigste Schlüsselqualifikation in der Wissensgesellschaft. Lesen fördert auch die Sprachentwicklung und Kreativität jedes Kindes. Eine geringe Lesekompetenz schränkt sogar die sinnvolle Nutzung anderer Medien ein. Damit die Lust am Lesen geweckt wird, brauchen deshalb gerade Kinder aus lesefernen Elternhäusern eine engagierte Leseförderung.

Der Lesemöbel-Wettbewerb stärkt in einer ganz anderen Weise die Anstrengungen zur Leseförderung in Deutschland. Ich danke deshalb den Initiatoren dieses beispielhaften Projektes, der Stiftung Lesen und dem Verband der Deutschen Möbelindustrie.
Allen Teilnehmern wünsche ich viele kreative Ideen für phantasievolle Lesemöbel und eine glückliche Hand bei der Umsetzung ihrer Ideen.""
 
Dr. Annette Schavan, MdB
Bundesministerin für Bildung und Forschung