Im Rahmen dieser Studie werden Ergebnisse zum “Literacy Environment“ und dessen Bedeutung für die kognitive Entwicklung bei Kindern in deutschen und türkischstämmigen Familien vorgelegt.
Unter „Literacy Environment“ wird in dieser Studie eine Umgebung bzw. ein familiärer Alltag verstanden, in dem einem Kind vorgelesen wird, ihm Bücher zur Verfügung stehen und lesende Erwachsene für das Kind selbstverständlich sind.
Kernergebnisse:
Obwohl Väter im Alltag kleiner Kinder weniger präsent sind, ist ihr Einfluss auf die kognitive Entwicklung (=Schulerfolg) besonders groß, vor allem in türkischstämmigen Familien
Bei „deutschen“ Kindern gilt:
je höher die Bildung der Mutter, desto besser die Sprachfähigkeit der Kinder
je höher die Schulbildung der Mutter, desto häufiger lesen die Mütter auch selbst / desto öfter wird den Kindern von ihnen vorgelsen.
Bei „türkischen“ Kindern gilt:
Bei türkischstämmigen Kindern ist dies nicht zu beobachten (80% der Kinder in der Untersuchung konnten kein Deutsch bevor sie in den Kindergarten kamen)
Bei Migrantenfamilien der 2. Generation ist der Einfluss des Vaters am höchsten (Vater berufstätig und gut gebildet; liest selbst und liest vor; besitzt viele Bücher = hohes „Literacy Environment“)
Eine Zusammenfassung der Studie können Sie sich hier herunterladen.
Ein ausführlicher Beitrag, zu dieser Studie, ist nachzulesen im Wissenschaftsmagazin „RUBIN“ (I/2008) der Ruhr-Universität Bochum.