Hat man es schwerer im Leben, nur weil man absurd große Ohren hat? Es hilft jedenfalls nicht, wenn man wie Mik haltlos durch ein Leben schlittert, das geprägt ist von einer kaputten Familie und der Unnachgiebigkeit des Jugendamts, das die Durchsetzung des Systems über die Bedürfnisse des 12-jährigen Jungen stellt. Erst bei Miks Tante Lena in einem kleinen, nordschwedischen Dorf, erfährt er, wie es ist, sich nicht mehr ständig zur Wehr setzen zu müssen. Die kauzigen Dorfbewohner werden schon bald zu Miks neuer Familie: vor allem der alte Bengt, der mit ihm Eisdrachen angeln geht, und die unkonventionelle, mutige Pi. Als das Jugendamt Mik von dort wegholen will, stehen alle 163 Einwohner geschlossen hinter ihm…
Lebensnah und authentisch, bisweilen düster, aber immer hoffnungsvoll und sogar humorvoll wird hier die Geschichte eines Jungen erzählt, der die Hölle durchläuft, bevor er eine Familie findet. Ab ca. 12 Jahren und für Erwachsene.
Leichtes Frösteln, ein diffuses Gefühl der Bedrohung, Herzklopfen und feuchte Hände – das gehört zu den Risiken und Nebenwirkungen, mit denen Krimileser/innen rechnen müssen. Und auch in Kriminalromanen für Jugendliche geht es ordentlich zur Sache! Da wird nicht selten das Erwachsenwerden an...