Der Bundesweite Vorlesetag

Deutschlands größtes Vorlesefest seit 2004

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: im Riesenrad, im Flugzeug, in einem Tierpark, in Museen oder als Guerilla-Variante auf einer viel befahrenen Kreuzung – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

2013 war das Jahr der Rekorde: 80.000 Vorleser - darunter rund 1.000 Politikerinnen und Politiker sowie 150 Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport, die wiederum Hunderttausenden Zuhörern ein wenig ihrer Zeit schenkten und Geschichten lebendig werden ließen.
  
Alle Informationen zum Bundesweiten Vorlesetag finden Sie unter http://www.vorlesetag.de.
28.10.2014

Vorlesen macht Familien stark

Vorlesestudie 2014 zeigt: Vorlesen regt Gespräche an und fördert familiäre Bindungen

©Olga Lyubkina
Die Vorlesestudien der vergangenen Jahre zeigen einen deutlichen Handlungsbedarf auf. Jedem dritten Kind in Deutschland wird zuhause nicht vorgelesen, damit fehlt ein zentraler und wichtiger Impuls für positive Entwicklungen, die im Zusammenhang mit dem Vorlesen nachweisbar sind.  Eltern müssen möglichst frühzeitig Impulse für das Vorlesen erhalten, um ein Bewusstsein zu schaffen, dass Väter ebenso wie Mütter vorlesen müssen.

Für die Sensibilisierung, Motivation und Aktivierung von Eltern, die ihren Kindern noch nicht oder selten vorlesen, dürften nach den vorliegenden Ergebnissen vor allem solche Programme und Maßnahmen greifen, die Mütter und Väter bei ihrem intuitiven und emotionalen Umgang mit den Kindern packen und das Vorlesen entsprechend erfahrbar machen. Die Vorlesestudie des Jahres 2014 hat solche Aspekte in den Mittelpunkt gestellt. Sie prüft, welche soziale und kommunikative Funktion das Vorlesen innerhalb der Familie hat, ob und in welcher Weise es Anlass zu Gesprächen gibt, Kindern (und Eltern) Anknüpfungspunkte bietet, aktuelle Themen, alltägliche wie auch grundlegende Fragen, Probleme und Konflikte anzusprechen und zu verarbeiten.

Die Vorlesestudie 2014 zeigt deutlich den stärkenden Charakter des Vorlesens in Familien. Vor dem Hintergrund sich ändernder Familienstrukturen hat das Vorlesen eine große Bedeutung für die familiäre Kommunikation: Zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Eltern von Kindern zwischen zwei und acht Jahren gaben an, dass das Vorlesen über die Geschichten hinaus weitere Gespräche anstößt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Gespräche über alltägliche Themen, die das Kind beschäftigen (32 Prozent). Aber auch einschneidende Ereignisse werden mit Hilfe von Geschichten thematisiert, etwa Familienzuwachs, Umzug, Einschulung oder auch Trennung und Verlust.

Viele Eltern sind sich des Mehrwerts, den das Vorlesen für die familiäre Kommunikation bietet, bewusst. 41 Prozent sagen, dass sie Bücher und Geschichten gezielt einsetzen, um ihren Kindern beim Verarbeiten schwieriger Situationen zu helfen. Vom Vorlesen profitieren dabei sowohl die Eltern als auch die Kinder: Rund drei Viertel der Eltern (76 Prozent) genießen nach eigener Aussage die gemeinsame Zeit beim Vorlesen genauso wie ihre Kinder. Und auch die Kinder genießen das Vorlesen, fordern doch 70% das Vorlesen von ihren Eltern aktiv ein.

Dennoch ist das Vorlesen in vielen Familien noch kein fester Bestandteil des Alltags: 31 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern selten oder gar nicht vor. Sie verzichten damit auf einen zentralen Impuls, der die Familien über die Bindung zwischen Eltern und Kinder stärkt.

Die Ergebnisse der Vorlesestudie 2014 finden Sie im nebenstehenden Downloadbereich. 
15.09.2014

Neue Website online!

www.vorlesetag.de ist nach Relaunch freigeschaltet

©Stiftung Lesen

Zum diesjährigen Bundesweiten Vorlesetag haben wir die Website www.vorlesetag.de überarbeitet, um sie noch übersichtlicher und serviceorientierter für alle Interessierten zu gestalten.

Weiterhin bietet sie eine Reihe neuer Features, so ist auf der Startseite z. B. ein Ticker mit News und aktuellen Facebook-Beiträgen zu finden.

Auch das Format "Vorlesehauptstadt", das wir im letzten Jahr eingeführt haben, wird ausführlich vorgestellt und die Bewerbung ist direkt online über das entsprechende Formular möglich. 

Selbstverständlich finden Sie auch nach wie vor konkrete Organisationstipps, Vorlese-Empfehlungen, Muster-Pressemeldungen etc. für das Gelingen Ihrer Vorleseaktion.

11.09.2014

Vorlesestudie 2014

Die soziale und kommunikative Funktion des Vorlesens in Familien

©Olga Lyubkina
Die Vorlesestudien der vergangenen Jahre zeigen einen deutlichen Handlungsbedarf auf. In etwa jeder dritten Familie bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen. Damit fehlt jedem dritten Kind in Deutschland ein zentraler und wichtiger Impuls für positive Entwicklungen, die im Zusammenhang mit dem Vorlesen nachweisbar sind.  Eltern müssen möglichst frühzeitig Impulse für das Vorlesen erhalten, um ein Bewusstsein zu schaffen, dass Väter ebenso wie Mütter vorlesen müssen.

Für die Sensibilisierung, Motivation und Aktivierung von Eltern, die ihren Kindern noch nicht oder selten vorlesen, dürften nach den vorliegenden Ergebnissen vor allem solche Programme und Maßnahmen greifen, die Mütter und Väter bei ihrem intuitiven und emotionalen Umgang mit den Kindern packen und das Vorlesen entsprechend erfahrbar machen. Die Vorlesestudie des Jahres 2014 stellt solche Aspekte in den Mittelpunkt. Sie prüft, welche soziale und kommunikative Funktion das Vorlesen innerhalb der Familie hat, ob und in welcher Weise es Anlass zu Gesprächen gibt, Kindern (und Eltern) Anknüpfungspunkte bietet, aktuelle Themen, alltägliche wie auch grundlegende Fragen, Probleme und Konflikte anzusprechen und zu verarbeiten.

Die Ergebnisse der Studie stehen ab dem 29. Oktober 2014 auf der Website der Stiftung Lesen zum Download bereit.
 
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