Zuhörende Kinder

Der Bundesweite Vorlesetag

Deutschlands größtes Vorlesefest seit 2004

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.


Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: im Riesenrad, im Flugzeug, in einem Tierpark, in Museen oder als Guerilla-Variante auf einer viel befahrenen Kreuzung – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


2015 war das Jahr der Rekorde: über 110.000 Vorleser - darunter mehr als 1.000 Politikerinnen und Politiker sowie über 100 Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport, die wiederum 2,5 Millionen Zuhörern ein wenig ihrer Zeit schenkten und Geschichten lebendig werden ließen.

  

Alle Informationen zum Bundesweiten Vorlesetag finden Sie unter http://www.vorlesetag.de.

15.12.2015

Vorlesehauptstädte 2015

Vorlesesituation ©Stiftung Lesen

Bremen, Dresden und Selm können sich mit dem Titel „Vorlesehauptstadt 2015“ schmücken. Durch ihr herausragendes Engagement anlässlich des 12. Bundesweiten Vorlesetags leisteten die drei Städte einen besonderen Beitrag für mehr Lesefreude und die Förderung von Lesekompetenz. In diesem Jahr hatten die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags – die Wochenzeitung DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung – gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund bereits zum dritten Mal zum Vorlesehauptstadt-Wettbewerb aufgerufen.

Weitere Informationen finden Sie hier

25.11.2015

Bundesweiter Vorlesetag - Rekordbeteiligung

Über 110.000 Vorleserinnen und Vorleser

Bundesweiter Vorlesetag2016 ©Stiftung Lesen

Am 20. November fand zum 12. Mal der Bundesweite Vorlesetag statt – und brach alle bisher da gewesenen Rekorde. In diesem Jahr beteiligten sich über 110.000 Vorleserinnen und Vorleser, fast 30.000 mehr als 2014, an Deutschlands größtem Lesefest. Neben zahlreichen vorlesenden Prominenten und Politikern wie Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesministerin Andrea Nahles, Schauspielerin Veronika Ferres, Journalist und Moderator Peter Kloeppel und Sängerin Mandy Capristo, sind es vor allem auch die vielen Tausend nicht-prominenten Vorleserinnen und Vorleser, die mit ihrem teilweise ganzjährigen Engagement den Vorlesetag zum Höhepunkt im Vorlesejahr und Deutschland zum Vorlese-Land machen!

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Einen Rückblick auf einige Vorlese-Aktionen finden Sie hier: http://www.vorlesetag.de/vorleser/

Am 18. November 2016 ist wieder Vorlesetag!
Machen Sie mit - Vorlesen macht Spaß!

09.11.2015

Vorlesestudie 2015: Vorlesen stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die Studie zeigt: Regelmäßiges Vorlesen prägt das soziale Empfinden und Verhalten von Kindern positiv

Vorlesestudie 2015 ©Stiftung Lesen / Oliver Rüther

Regelmäßiges Vorlesen unterstützt die individuelle Entwicklung von Kindern, von schulischen Leistungen bis hin zu familiären Bindungen. Die Vorlesestudie 2015 weist nun erstmals auch die längerfristige soziale Bedeutung des Vorlesens nach. Wurde Kindern regelmäßig vorgelesen, sind diese häufiger darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Auch ist der allgemeine Gerechtigkeitssinn dieser Kinder besonders ausgeprägt, selbst jenseits ihres unmittelbaren Umfelds. Die Ergebnisse präsentierten die Initiatoren der Vorlesestudie heute in Berlin: für die Stiftung Lesen deren Hauptgeschäftsführer Dr. Jörg F. Maas sowie die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, Dr. Simone C. Ehmig, für die ZEIT Verlagsgruppe deren Geschäftsführer Dr. Rainer Esser und Antje Neubauer, Vorsitzende des Fachkuratoriums Bildung der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH und Leiterin PR & Interne Kommunikation DB-Konzern.


Die Studienleiterin Dr. Ehmig wies darauf hin, dass die Bedeutung des Vorlesens unabhängig vom Bildungshintergrund der Familien nachweisbar ist. „Tägliches Vorlesen unterstützt Kinder auch dann in ihrer Entwicklung, wenn die Eltern kein Abitur und keinen Hochschulabschluss haben. Jeder Vater und jede Mutter sollte diese Möglichkeit nutzen, um das eigene Kind zu fördern.“

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, werden häufiger als fröhlich und selbstbewusst beschrieben als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (93 bzw. 75 Prozent vs. 59 bzw. 44 Prozent). Diese Zahlen nahm Neubauer zum Anlass, um die individuelle Bedeutung des Vorlesens hervorzuheben: „Diese Kinder sind zupackend und aktiv. Sie haben die Chance, sich zu starken Persönlichkeiten zu entwickeln. Sie sind eher bereit, in ihrem späteren Berufsleben Verantwortung zu übernehmen und kreativ Dinge voranzubringen.“

Vorlesen stärkt aber nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die sozialen Beziehungen, in denen sie leben. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, sind häufiger darum bemüht, andere zu integrieren, als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (40 vs. 17 Prozent). „Diese Kinder sind empathischer und handeln auch entsprechend. Dafür bekommen sie Anerkennung und Wertschätzung von anderen zurück. Solidarisches Handeln ist also keine Einbahnstraße, sondern für alle Seiten ein Gewinn“, so Dr. Esser in seiner Einordnung der Ergebnisse.

85 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, besitzen nach Aussage ihrer Mütter einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, im Unterschied zu 40 Prozent der übrigen Kinder. Was das für die Gesellschaft insgesamt bedeutet, betonte abschließend Dr. Maas: „Ein Kind mit Gerechtigkeitssinn, das über sein direktes Umfeld hinaus Interesse und Solidarität zeigt, wird sich auch später engagieren – sei es im Ehrenamt oder als Entscheider in einer beruflichen Position.“

Die Vorlesestudie ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH und wird seit 2007 jährlich durchgeführt. 2015 hat das Feldinstitut Iconkids & Youth vom 30. Juni bis 31. Juli 524 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren und ihre Mütter persönlich befragt.

Die Präsentation der Studienergebnisse kann im nebenstehenden Downloadbereich heruntergeladen werden.

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