Was verbindet die Journalistin Marietta Slomka mit „Höhner“-Sänger Henning Krautmacher, mit Schauspieler Sky du Mont, Boxerin Regina Halmich oder Regisseur Fatih Akin?
Sie alle – und viele weitere Prominente aus der Kultur – und Medienlandschaft– engagieren sich als Botschafter für „Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland“, die am 29. Mai 2008 von Düsseldorf aus in ganz Deutschland startete. Alle prominenten Botschafter sind davon überzeugt, dass das Vorlesen von Geschichten und das gemeinsame Bilderbuch-Betrachten zu den wichtigsten und schönsten Momenten des Elternseins gehören.
Lesestart-Bilderbuchstunden mit prominenten Lesestart-Botschaftern Regelmäßig finden Lesestart-Bilderbuchstunden in Kindertagesstätten statt, bei denen die prominenten Lesestart-Botschafter vor Ort vorlesen. Weitere Informationen zu diesen Aktionen finden Sie hier.
"Immer wieder habe ich beim Philipp Lahm Sommercamp erleben dürfen, mit welcher Begeisterung und Neugier Kinder die Welt entdecken. Lesen ist dabei eine tolle Möglichkeit auf einfache Weise viel Neues kennenzulernen. Bücher gibt es zu jedem Thema. In Lexika oder Sachbüchern finden sich Antworten auf jede Frage. Das Angebot reicht von der Grillbibel über Romane hin zu Krimis. Bücher informieren, zeigen neue Perspektiven auf oder ermöglichen uns die spannendsten Abenteuer mitzuerleben. Ich halte es für sehr wichtig, dass die Freude am Lesen schon von klein auf gefördert wird und Kinder dadurch die Möglichkeit haben, ihren natürlichen Wissensdurst zu stillen, ihren Interessen nachzugehen und ihren Horizont zu erweitern. Genau dafür setzt sich die Stiftung Lesen ein und ich freue mich sehr, sie als Botschafter in ihren wichtigen Zielen ein wenig unterstützen zu können."
"Viele Kinder und Jugendliche verbinden Lesen mit Zwang, sie entdecken viel zu spät oder gar nicht, dass Lesen unglaublich viel Spaß macht und hilft, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Beim Bundesweiten Vorlesetag im vergangenen Jahr habe ich einen Kindergarten in Köln besucht, bei dem der Ausländeranteil sehr groß war. Jedoch habe ich festgestellt, dass alle Kinder große Freude daran hatten, als ich ihnen vorlas. Sie hörten mir sehr aufmerksam zu und wollten immer mehr Geschichten hören. Das heißt: Das Grundinteresse ist da, egal ob bei ausländischen oder deutschen Kindern. Dieses Interesse muss nur gezielt gefördert werden, damit es nicht verloren geht."
Marietta Slomka, Fernsehjournalistin: "Mir wurde als Kind viel vorgelesen: Jeden Abend vorm Zubettgehen gab es eine Gutenacht-Geschichte von meiner Mutter oder meinem Vater. Ich habe das geliebt und wollte so schnell wie möglich selbst lesen lernen. Dass Bücher bei uns zu Hause immer präsent waren und eine große Rolle spielten, hat mein Leben sehr geprägt. Ich bin sicher, dass es für die Entwicklung eines Kindes einen gewaltigen Unterschied macht, ob es an das Abenteuer Lesen herangeführt wird oder nicht. Ob es lernt, mit Sprache umzugehen, fremde Gedankengänge nachzuvollziehen und seine Phantasie zu entwickeln, wenn beim Lesen Bilder im Kopf entstehen. Dass heutzutage so vielen Kindern überhaupt nicht mehr vorgelesen wird, finde ich sehr traurig und überaus bedenklich."
"Leseförderung erhält unseren Kindern inmitten der Bilderflut, mit der sie aufwachsen, die wunderbare Fähigkeit, selbst Bilder zu erschaffen. Nur das Lesen lässt sie begreifen, dass die menschliche Fantasie nicht allzu viele Hilfsmittel braucht, um Welten zu bauen. Kein Bildschirm nötig, keine Steckdose, es wartet alles schon in ihrem Kopf, und der Schlüssel sind ein paar gedruckte Buchstaben."
"Je früher man Kindern die Liebe zu Büchern näher bringt, desto besser. Bücher entführen uns in fremde Welten, sie öffnen unsere Augen für das Gewöhnliche und für das Ungewöhnliche. Wer liest, weiß mehr und kann mehr."
"Als Kind hatte ich das große Glück, dass mir regelmäßig vorgelesen wurde. Besonders gerne habe ich Otfried Preußlers 'Krabat' gehört und auch gelesen. Allein dieses Buch habe ich bestimmt fünf Mal gelesen und habe mich immer wieder schrecklich gegruselt. Später habe ich dann Hermann Hesse, Frisch und Stephan Zweig gelesen. Die Sprache von Zweig habe ich besonders geliebt. Bei Hesses 'Glasperlenspiel' habe ich zwar nicht viel verstanden, es aber dennoch begeistert gelesen. Meinen Kindern habe ich von klein auf viel vorgelesen. Noch vor dem großen Hype um 'Harry Potter' habe ich angefangen, ihnen daraus vorzulesen. Die beiden sind dann bald eingeschlafen und ich war so fasziniert, dass ich noch bis zwei Uhr morgens weitergelesen habe. Gute Geschichten sind einfach eine große Faszination und können uns tief bewegen und nachhaltig beeinflussen. Als Mutter, Ärztin und Schauspielerin weiß ich, wie wichtig Bücher und Vorlesen für die positive Entwicklung von Kindern sind. Wer liest, weiß mehr, versteht mehr und kann auf aktive Art und Weise die Gesellschaft mitgestalten. Deswegen unterstütze ich die Stiftung Lesen - damit mehr Kindern in Deutschland der Zugang zum Lesen ermöglicht wird!"
Steffi Jones, Direktorin für Frauen-/Mädchen- und Schulfußball beim Deutschen Fußball-Bund
"Es ist mir ein großes Vergnügen und eine große Ehre, als Lesebotschafterin für die Stiftung Lesen berufen worden zu sein. Ich selbst lese nicht nur 'beruflich', sondern auch privat sehr gerne und viel. Lesen fördert nicht nur die Sprache und die Rechtschreibung, es regt auch die Fantasie an. Gerade bei Kindern sollte dieses Interesse, falls noch nicht vorhanden, geweckt und gefördert werden. Was gibt es Schöneres, als ein spannendes oder lustiges Buch zu lesen und anschließend zu erzählen, welche Geschichten die Helden und Heldinnen in den Büchern erleben? Lesen fördert die Vorstellungskraft, nicht nur bei Kindern! Wer vorliest, ist ebenfalls in die Handlungen eingebunden und teilt mit dem Kind/den Kindern die Erlebnisse der Akteure. Lassen Sie sich inspirieren und teilen Sie mit Ihren Kindern, Enkeln, Nichten oder den Nachbarskindern das 'Erlebnis Lesen'. Jeder sollte die vielfältigen Möglichkeiten und Interessensbereiche, die Bücher bieten, nutzen. Sie werden feststellen: Es macht richtig Spaß!"
"David Copperfield, der Held des berühmten Romans von Charles Dickens, erlebt eine schreckliche Kindheit: Sein Stiefvater hasst und quält ihn. Bücher sind es, die dem verzweifelten Jungen einen Ausweg eröffnen. Die Märchenwelten, Schatzinseln und Zauberwesen, von denen er liest, machen ihm Hoffnung: Es gibt noch etwas anderes als den elenden Alltag! Die Macht der Fantasie ist stark genug, um alle Widerstände zu überwinden. Die Macht der Fantasie lernt aber nur kennen, wer Bücher und Geschichten entdecken darf. Als Lesebotschafter der Stiftung Lesen werbe ich mit großer Überzeugung für dieses Ziel: Jedes Kind hat ein Recht darauf, die Wunder und Wonnen des Lesens zu erleben!"
Henning Krautmacher, Sänger und Gitarrist der Kölner Band "Höhner" und Buchautor: "Vorlesen erzeugt Nähe und ein wohliges Gefühl von Verbundenheit und Geborgenheit. Als meine Söhne klein waren, habe ich ihnen jeden Abend eine frei erfundene Geschichte erzählt - sie wollten diese Geschichte immer wieder hören und niemals durfte ich auch nur die kleinste Kleinigkeit verändern. Irgendwann habe ich diese Geschichte vorsichtshalber aufgeschrieben und sie dann noch unzählige Male vorgelesen... Inzwischen sind meine Kinder erwachsen, aber diese Erinnerungen sind sowohl ihnen als auch mir lieb und teuer! Deshalb appelliere ich an alle Eltern: Lest Euren Kindern vor, erzählt ihnen Geschichten! Diese einmaligen Momente werden Euch und Eure Kinder ein Leben lang begleiten."
Erdogan Atalay, Schauspieler: "Ist es nicht ein schönes Gefühl, wenn das eigene Kind sich ankuschelt, sich geborgen fühlt und man ihm eine Geschichte vorlesen darf? Geborgenheit und Geschichten kann man auch versuchen zu geben, wenn man selbst keine bekommen hat. Probieren Sie es mal!"
Gülcan Kamps, Fernsehmoderatorin "Immer, wenn ich die Zeit finde, lese ich meiner kleinen Nichte und meinen Neffen vor! Es ist so süß zu sehen, wie schon meine kleine Nichte, die erst ein Jahr alt ist, auf Gegenstände im Buch zeigt und versucht, Tiergeräusche nachzumachen. Vorlesen macht total Spaß!"
ChrisTine Urspruch, Schauspielerin und Hörbuchsprecherin: "Vorlesen verbindet: eine vertraute Stimme an einem vertrauten Ort schafft Nähe und Geborgenheit. Geschichten und Bilder beflügeln die Fantasie und bereichern den Wortschatz. Und wenn die ersten Zähne kommen, hilft es, mal kräftig ins Buch zu beißen - so kann man Bücher mit allen Sinnen genießen!"
Fatih Akin, Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler: "Damit Kinder zu toleranten, interessierten und selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen, brauchen sie Eltern, die sich mit ihnen beschäftigen und ihnen viel Zuneigung und Aufmerksamkeit schenken. Mit Büchern und Vorlesen gelingt dies besonders gut! Im Moment des Vorlesens bleibt die Welt draußen und es gibt nur noch die Nähe zwischen Eltern und Kind und die spannende Geschichte. Das geht auch schon mit ganz kleinen Kindern! Bei uns gehört die Gute-Nacht-Geschichte seit Babytagen zum abendlichen Ritual."
Ursula Karven, Schauspielerin und Unternehmerin: "Kinder, die lesen, wissen mehr über die Welt um sich herum, stellen andere Fragen und haben die Möglichkeit, im Kopf auf Weltreise zu gehen. Deswegen habe ich meine Kinder von Anfang an mit Büchern umgeben, Bilderbücher mit ihnen betrachtet, ihnen vorgelesen. Gemeinsam in Geschichten und Büchern zu versinken, ist für Eltern und Kinder ein Erlebnis - und verbindet auf besonders innige Art und Weise."
Franziska van Almsick, Sportlerin: "Als Kind habe ich es geliebt, wenn mir jemand vorgelesen hat. Märchen, Abenteuergeschichten, Tiergeschichten - ich konnte nicht genug davon bekommen. Deshalb schaue ich auch schon mit meinem kleinen Sohn regelmäßig Bilderbücher an. Diese Momente sind mir als Mama sehr wichtig. Und nun habe ich mit 'Paul Plantschnase am Meer' mein erstes Kinderbuch geschrieben - und kann es gar nicht abwarten, bis mein Sohn alt genug ist, es zu lesen."
Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsredakteur und Fernsehmoderator: "Das Vorlesen ist die persönlichste Art der Wissensvermittlung, geprägt von Zuneigung und Offenheit. Wer seinen Kindern vorliest, weckt ihre Neugier und öffnet ihnen Türen ins Leben."
Sky du Mont, Schauspieler und Buchautor und Mirja du Mont, Model: "Lesen ist die Schule der Fantasie. Und wer seinen Kindern vorliest, fördert damit ihre Kreativität und Imagination. Ich habe als Kind immer viel und gerne gelesen. Auch unseren beiden Kindern lesen meine Frau und ich regelmäßig und mit großer Freude vor. Gemeinsam mit einem Kleinkind ein Bilderbuch zu betrachten und Dinge zu benennen oder mit einem älteren Kind spannende Geschichten zu lesen, ist für beide - Eltern und Kinder - ein großes Glück!"
Dana Schweiger, Model und Unternehmerin: "Bei uns zu Hause wurde sehr viel gelesen. Meine Mum hat früher immer im Scherz zu uns gesagt: "Don't waste your time - read a book!" Auch heute noch finde ich, dass Vorlesen und gemeinsames Lesen mit den Kindern zu den wichtigsten Dingen des Elternseins gehören. Lesen verbindet die ganze Familie!"
Bernhard Hoecker, Comedian: "Das Vorlesen ist eine der Möglichkeiten, bei der die Fantasie von Eltern und Kindern gleichzeitig und gemeinsam angeregt wird. Die gemütliche Situation, in der Vater oder Mutter ihrem Kind ein Buch vorlesen, das Kind jederzeit nachfragen kann und die Eltern das Tempo individuell variieren können, ist eine schöne Gelegenheit, bei der eine Geschichte zu einem Erlebnis für zwei wird."
Ingo Nommsen, TV-Moderator: "Wie viel Spaß Lesen macht, habe ich zum ersten Mal gemerkt, als mir vorgelesen wurde. Astrid Lindgren, Grimms Märchen und die alten Sagen waren klasse und wie alle Kinder konnte ich davon gar nicht genug kriegen. Klar, dass ich da ganz schnell selbst lesen wollte. Seitdem gehören die unterschiedlichsten Bücher fest zu meinem Alltag. Schade, dass die wichtigen ersten Schritte in Richtung Buch bei immer mehr Kindern fehlen. Da helfe ich sehr gern, denn heute weiß ich: Kindern vorlesen macht noch viel mehr Spaß, als allein in neue, spannende und abenteuerliche Welten abzutauchen."
Bettina Cramer, Moderatorin: "Vorlesen ist wie ein Zauberschlüssel, der schon kleinen Kindern die Türe zu der wunderbaren Welt des Fantastischen, Magischen und Abenteuerlichen öffnet, die dann in ihren Köpfen, in ihrer Fantasie weiterlebt. Damit kann man gar nicht früh genug beginnen und darum unterstüzte ich sehr gerne die bundesweite Lesestart-Initiative."
Jan Delay, Musiker: "Vorlesen ist cool, weil man sich rund um die Geschichten noch alles selber vorstellen und ausdenken kann. Wie sieht es da aus? Was passiert da auf den Straßen? Im Fernsehen wird einem das ja alles schon komplett und fertig vorgesetzt. So mag man vielleicht manche Filme nur nicht, weil man das Gesicht eines Schauspielers nicht mag. Bei Büchern, bzw. vorgelesenen Geschichten, würde das nie passieren."
Regina Halmich, mehrfache Boxweltmeisterin: "Kinder, die mit Büchern aufwachsen, sind neugierig auf die "Welt da draußen". Was ihnen vorgelesen und erzählt wird, beflügelt ihre Fantasie. Sie entwickeln ihre eigenen, kleinen Geschichten und werden so sprach- und lesegewandt. Ich bin mit Geschichten und Märchen aufgewachsen. Bis heute lese ich für mein Leben gern (auch vor)."
Monica Ivancan, Model und Moderatorin: "Für mich war es als Kind immer ein wunderschönes Erlebnis, wenn sich jemand für mich Zeit genommen hat und mir etwas vorgelesen hat. Ich stamme aus einer Immigranten-Familie und meine Eltern waren zu Hause immer sehr bedacht darauf, mit uns Deutsch zu sprechen. Nur leider war es bei ihnen während meiner Kindheit mit der deutschen Sprache noch nicht zum Besten bestellt. Hinzu kam, dass beide immer sehr viel arbeiten mussten, da sie uns auch etwas bieten wollten im Leben. Aus diesem Grunde habe ich es auch immer sehr genossen, wenn mich unsere Nachbarin einmal in der Woche mit in die Bibliothek zur dortigen Vorlesestunde mitgenommen hat. Das war dann etwas ganz Besonderes für mich. Abends, wenn meine Mutter müde im Bett lag, habe ich ihr immer von den tollen Geschichten, die ich mittags in der Bibliothek gehört hatte, erzählt. Ich denke heute gerne an diese Zeit zurück, sie bedeuten für mich ein Stück unbeschwerter und glücklicher Kindheit."
Thomas Sonnenburg, TV-Streetworker und Diplom-Pädagoge: "Kinder brauchen starke Vorbilder! Deswegen ermuntere ich Eltern immer, sich auf ihre Kinder einzulassen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Bei kleineren Kindern ist das Vorlesen eine tolle Möglichkeit, Nähe und Geborgenheit zu vermitteln. Außerdem ist das gemeinsame Abtauchen in magische oder abenteuerliche Welten der Schlüssel zur Fantasie, zur Sprachförderung und zur Neugierde auf die Welt: und damit kann man gar nicht früh genug anfangen!"
Silvia Laubenbacher, Fernsehmoderatorin: "Meiner Meinung nach eröffnet das Lesen den Kindern neue; Welten. Selbst die beste Kinder-Serie und der schönste Disney-Film können nicht annähernd so bunt und prachtvoll ausgestattet sein wie die Fantasie der Kinder. Da werden auch kleinste Geschichten zum Abenteuer. Deshalb bekommen meine Kinder schon von klein auf jeden Abend etwas vorgelesen. Und meine Tochter Yuma, die jetzt in die Schule geht, liest schon mir vor. Lesen ist DER Schlüssel zur Bildung!"
Katia Saalfrank, Diplom-Pädagogin: "Lesen ist der Schlüssel zu neuen Welten, zu fremden Kulturen und zum Wissen. Es ist viel mehr, als nur eine gute Freizeitbeschäftigung. Lesen ist vor allem Grundlage für das Verstehen, Denken, Entwicklung der Fantasie und innerer Bilder, Ausdruck und die Fähigkeit zur Kommunikation. Damit Kinder alle diese Dinge entwickeln können und Lust auf Sprache und Worte bekommen, ist es wichtig, sie schon früh mit Büchern in Kontakt zu bringen. Hierfür brauchen sie Eltern, die sich Zeit nehmen, ihnen vorlesen, sie zum Lesen motivieren und so Kindern ganz neü Möglichkeiten eröffnen.Bilderbücher, Vorlesen und auch vorlesen lassen sind tolle Möglichkeiten mit den Kindern in Kontakt zu kommen, in die Welt der Kinder einzutauchen und all diese Wege zu eröffnen!"
Astrid Schulte, Geschäftsführerin und Buchautorin: "Wenn wir unseren Kindern vorlesen, öffnen wir ihre Herzen und Köpfe für die Welt. Geschichten erwecken die Fantasie unserer Kinder - sie animieren zum Weiterdenken, zum Mitfühlen, zum Lachen und zum Selbermachen. Vorlesen macht auch Lust aufs Selberlesen: Ein Kind, das schon als kleiner Knopf mit Petterson und Findus eine Pfannkuchentorte gebacken hat, das mit Pippi Langstrumpf Sachensucher gespielt hat, das mit Robbi, Tobbi und dem Fliewatüüt an den Nordpol gereist ist - solch ein Kind hat eine gute Chance, dass es auch später gern lesen wird. Und wer Bücher liebt, besitzt einen Schlüssel zu lebenslangem Lernen.
Sabine Postel, Schauspielerin: "Gerade in der heutigen Zeit, in der TV, CDs, DVDs oder Computer nicht mehr wegzudenken sind, ist es wichtig wie nie, Fantasie und kreatives Denken zu fördern. Die Liebe zum guten Buch bei Kindern über das Vorlesen zu wecken, steht für mich dabei mit an erster Stelle."
Barbara Eligmann, Fernsehmoderatorin: "Reinbeißen geht gut. Und runterwerfen auch. Immer wieder. Das erste Buch muss einiges aushalten, wenn ein kleiner Mensch es erforscht. Ich weiss noch, als wir das erste Buch für unseren Sohn geschenkt bekamen. 13 Monate war er da gerade, hatte einen Haufen Spielsachen, aber noch nichts zum "Lesen". Ein Kollege gab mir das Buch und den Tipp: "Schaut euch gemeinsam die Bilder an, erzähl ihm dazu was, dann fängt er bald an zu sprechen." So habe ich es gemacht - und so ist es gekommen. Das kleine stabile Buch mit Tierfotos hat uns immer wieder beschäftigt. Und als alles dazu gesagt war, kam das nächste mit Autos. "Lesen wir noch?", fragen meine Kinder heute, wenn es abends ins Bett geht. Jetzt sind sie offen für große Geschichten, lauschen gespannt und träumen, wie es wohl weitergehen mag. Gemeinsames Lesen ist mehr als nur ein Zeitvertreib. Es hilft kleinen Kindern, die richtigen Worte zu finden und sie korrekt auszusprechen. Es regt die Fantasie an und das Gespräch. Und es macht einfach Spaß. Übrigens, das Baby-Buch mit den Tierbildern hat den etwas groben Umgang "überlebt". Ich habe es gerade wieder hervorgeholt. Für unseren Jüngsten. Er ist jetzt fast ein Jahr alt und fängt gerade an zu LESEN...?"
Katja Emcke, Unternehmerin und Buchautorin: "Da es manchmal nicht unbedingt bequem ist und man oft denkt, man hat keine Zeit, sollte man es sich einfach zur Routine machen - jeden Abend vorzulesen. Es ist der beste und schönste Abschluss des Tages. Man macht es sicht gemütlich, kommt zur Ruhe und füllt die Nacht mit schönen fantasievollen Traumen. Bücher schaffen Raum für Kreativität und Fantasie."
Annette Bode, Unternehmerin und Buchautorin: "Ich muss immer daran denken, was meine Mutter gesagt hat: "Genieß die Zeit, denn Kinder werden schneller groß als Du denkst!" Man kann es fast nicht mehr hören, aber es stimmt. Noch lieben meine Kinder es, wenn ich ihnen vorlese! Es gehört zur Routine vor dem Schlafengehen. Das Wichtigste ist, dass man sich immer wieder neue Bücher ausleiht oder kauft, so dass man selber auch Spaß an der Geschichte hat. Und natürlich reicht meistens eine dann nicht aus! Lesen ist in meinen Augen eine geniale Therapie: ruhig sitzen, sich konzentrieren und für eine kurze Zeit in eine andere Welt abtauchen."
Joachim Hermann Luger, Schauspieler: "Dass ich Bücher liebe, verdanke ich meinen Eltern. Sie haben mir schon in frühester Kindheit vorgelesen. Gemeinsam mit ihnen bin ich in märchenhafte, geheimnisvolle, aufregende Welten abgetaucht, die mich den Alltag vergessen ließen. So habe ich es auch mit meinen eigenen Kindern gehalten. Mit Erfolg: Beide lesen gern und viel. Bücher, das sind Filme, die sich im Kopf abspielen. Gibt es etwas Schöneres, um die Phantasie von Kindern zu beflügeln? Lesen sie Ihren Kindern vor, sie werden es Ihnen einmal danken!"
Dagmar Chidolue, Autorin: "Oh wie gemütlich ist es, wenn der Tag ausklingt - abends im Bett - und meine Mama oder mein Papa lesen vor. Hin und wieder aber auch die Oma. Es ist so kuschelig. Am besten, die Geschichte, die mir vorgelesen wird, geht nie zu Ende. Es kann eine schöne Geschichte sein oder eine spannende, und manchmal kann ich auch einer Geschichte zuhören, die ein bisschen schrecklich ist. Aber wirklich nur ein bisschen! Trotzdem kann ich ruhig schlafen, denn mir geht es ja gut, kein Wolf wird mich fressen und kein Schneider wird mir die Daumen abschneiden. Wenn ich aber endlich selber lesen kann, dann geht es so richtig los. Dann steht mir die Welt offen und ich kann hinreisen, wohin ich will, zu den Pinguinen an den Südpol, in 80 Tagen um die Welt oder auch nur zu den Kindern aus dem Möwenweg. Na ja, alles im Kopf, aber das gilt auch!"
Erwin Grosche, Autor und Kabarettist: "Ach wie schön ist eine Lesung, wie bezaubernd Menschenklang, ach wie schön ist eine Lesung, wenn sie dauert nicht zu lang."
THiLO, Kinderbuchautor: "Vor dem Lesen kommt das Vorlesen. Seit 4380 Tagen endet unser Tag mit einem Buch. Da wird geheult, gesäuselt, gejault und mit den Zähnen geklappert. Räuberbanden ziehen durchs Kinderzimmer, Drachen werden besiegt und Klein-Ida an der Fahnenstange hochgezogen. Und keins meiner Kinder konnte es abwarten, endlich selbst lesen zu können. Wenn auch der Letzte soweit ist, werden wir Eltern wieder heulen und mit den Zähnen klappern..."
Ursel Scheffler, Kinderbuchautorin: "Lange bevor Kinder lesen oder sogar sprechen können, entwickeln sich sogenannte innere Bilder in ihren Köpfen. Das Bilderbuchbetrachten hilft den Kindern dabei ganz entscheidend, denn sie erkennen: Das, was im Buch abgebildet ist, gibt es auch im wirklichen Leben! So entstehen Bezüge zwischen Dingen und Worten und das Kind lernt sprechen und die Welt zu verstehen. Und Kinder, die von Anfang an lernen, Bücher zu lieben, werden im späteren Leben ein großes Glück erfahren: Sie können in ihrer Fantasie verreisen!"
Marcus Werner, TV-Moderator und Buchautor: "Bücher haben bei vielen Kindern im Vergleich zu TV und PC sicherlich ein Image-Problem. Dabei sind Bücher viel praktischer: Sie sind handlich, brauchen keinen Strom und gehen bei Stürzen auf den Fliesenboden nicht kaputt. Und das Beste: Die unbezahlbare Software für die phantasievolle Textverarbeitung steckt schon kostenlos in unserem Kopf und kann von Anfang an durch Vorlesen aktiviert werden. Da kann kein anderes Medium mithalten."
Stefan Gemmel, Kinderbuchautor: "Wer liest, hat immer Freunde. Ein Buch zu lesen, das ist wie mit einem besonderen Freund eine neue Welt zu erforschen. Die Hauptperson des Buches nimmt Dich an die Hand und zeigt Dir neue Welten, fremde Zeiten oder verrückte Situationen. Mit Deiner Hauptperson an der Hand wirst Du zum Helden. Und wenn vorgelesen wird, dann verstärkt sich dieser Effekt noch. So etwas vermag nur ein Buch: Wie ein Lagerfeuer, das mit seinem Licht die Kälte der Nacht verschwinden lassen kann, wirkt das Buch in der Hand des Vorlesers, der in diesem Moment seine Zuhörer alles um sie herum vergessen lässt, der ihre Gedanken und Phantasien bündelt zu einer gemeinsamen Reise ? intensiv, spannungsgeladen und witzig zugleich. Und am Ende gehen alle gestärkt hervor: Du, Dein Vorleser und natürlich auch der Held der Geschichte."
Eva Schwab, Malerin und Buchautorin: "Ein Kind, dem vorgelesen oder erzählt wird, ist glücklich, ohne wissen zu wollen, warum das so ist. Später wird es erkennen, dass dieses Gefühl aus der innigen, tröstlichen und verlässlichen Bilderwelt erwächst, zu der es den Schlüssel in der Hand hält; und wenn noch später dann Kinder kommen, die wieder hungrig nach Geschichten sind: Was liegt nun näher, als die Schatztruhe gemeinsam zu öffnen, um sich lesend und hörend verzaubern zu lassen?"
"Lesen war und ist für mich der sinnvollste und schönste Zeitvertreib. Ob es während meiner Kindheit die 'Unendliche Geschichte' von Michael Ende war oder ob es heute die Vielzahl von Büchern ist, die mich auf meinen Expeditionen begleitet - ein gutes Buch ist immer ein Erlebnis. Was wäre der Mensch ohne Lesen?"
"Sinnlichkeit und Schönheit, Vielfalt und Einheit, Verführung und Präzision, Fantasie und Fakten: Ich spreche von Büchern, die unsere Neugier auf unnachahmliche Weise stillen, die uns mit dem eigenen und dem fremden Kopf denken und dann entscheiden lassen, die uns die Welt öffnen, die uns mit Mythen und neuen Horizonten vertraut machen. Bücher lesen ist ein Gewinn. Die Stiftung Lesen vermehrt ihn in überzeugender Weise."
"Ich lese, weil bei einem guten Buch Kino im Kopf entsteht. Und weil ich mir beim Lesen selbst ein Bild mache – und keines fertig vorgesetzt bekomme. Lesen ist die Grundlage für jede Art von Bildung, und Bildung ist das wichtigste Gut für die heranwachsende Generation. Damit alle Kinder in Deutschland die Chance bekommen, begeisterte Leser zu werden, unterstütze ich die Stiftung Lesen."
Kurzinformationen
Engagement als Lesestart-Botschafter und in Lesestart-Bilderbuchstunden.
Der Lehrerclub der Stiftung Lesen – mit Unterstützung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Möchten Sie unsere Anregungen, Ideen und Impulse für den Unterricht in Zukunft regelmäßig und automatisch erhalten? Dann werden Sie Mitglied in unserem kostenlosen Lehrerclub!
Kontakt
Stiftung Lesen
Sabine Bonewitz Leiterin
Programmbereich Familie
Römerwall 40
55131 Mainz
Tel 06131-28890-39
Fax 06131-28890-49
sabine.bonewitz@stiftunglesen.de