Neben der großen bundesweiten Lesestart-Initiative führt die Stiftung Lesen gemeinsam mit verschiedenen Partnern auch regionale Lesestart-Projekte durch. Aktuell gehören dazu das dreijährige Modellprojekt "Lesestart - Mit Büchern wachsen", das seit November 2006 im Freistaat Sachsen läuft und das Projekt "Lesestart - Heidelberg schenkt Kindern Zukunft". Seit Februar 2008 läuft in Nienburg/Weser unter dem Titel "Nienburg/Weser - Lesestart" das dritte regionale Lesestart-Projekt in Kooperation mit der Stiftung Lesen.
Folgende Städte haben die bundesweite Lesestart-Kampagne regional ausgeweitet:
Bremen
Braunschweig
Gütersloh
Hannover
Heidelberg
Neuenrade
Rahden
Salzgitter
Wiesbaden
Würzburg
Außerdem hat die Stiftung Lesen für viele lokale Lesestart-Projekte die Schirmherrschaft übernommen.
Die Rahdener Lesestart-Sponsoren bei der offiziellen Vorstellung des Projektes.
Bevor am 29. Mai 2008 der offizielle Auftakt der bundesweiten Lesestart-Kampagne gefeiert wurde, hat Rahden bereits eine Lokal-Initiative gestartet. Im Oktober 2007 wurde sie von dem Kinder- und Jugendarzt Dr. Wolgang Adam und dem geschäftsführenden Gesellschafter der Kolbus Gmbh & Co. KG, Kai Büntemeyer ins Leben gerufen.
Ihr Ziel war und ist, mit der Unterstützung von örtlichen Sponsoren die bundesweite Sprach- und Leseförderungsmaßnahme „Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland“ flächendeckend für ganz Rahden zu ermöglichen. Durch die Großinitiative der Stiftung Lesen und vieler Mitstreiter aus der Druck- und Papierbranche, von Verlagen und Sozialinstitutionen kann ein Drittel aller Eltern mit einjährigen Kindern im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung ein Lesestart-Set beim Kinderarzt geschenkt werden.
Die Lokalinitiative Lesestart Rahden hat sich das Ziel gesetzt, durch Einwerben von insgesamt etwa 10.000 Euro an Spenden für die Stadt Rahden (17.000 Einwohner) eine Vollversorgung mit Lesestartsets zu ermöglichen.
Und das erste Etappenziel ist erreicht: Inzwischen haben sich acht Sponsoren gefunden, die die Aktion in Rahden unterstützen. Mit dabei ist das Westfalen-Blatt mit der Rahdender Zeitung, die Firma Beerhorst, Maler- und Lackierermeister, die CDU-Fraktion des Rates der Stadt Rahden, die Firma Hartmann-Elektromaschinen aus Pr.Ströhen, die Firma Holz Hassfeld, die Firma Hilker Stahlbau, die Firma Schuster Heizung, Lüftung, Sanitär, sowie die Stadtsparkassen-Stiftung „Standort hier“. Für ein Jahr übernimmt die Stadtsparkassen-Stiftung die Lesestart-Finanzierung für Rahden, für das andere Jahr teilen sich die restlichen sieben Sponsoren die Kosten.
Mainzer Workshop zum Erfahrungsaustausch regionaler Projekte
Sie heißen „Bücherminis“, „Bücherbabys“, „Buchstart“ oder „Lesestart“ und sprießen wie Pilze aus dem Boden, die Lesestart-Projekte, die es verstreut über ganz Deutschland gibt.
In Mainz haben sich jetzt erstmals die Initiatoren von insgesamt 14 solcher Projekte auf nationaler und internationaler Ebene getroffen, die sich für frühkindliche Leseförderung einsetzen und alle haben das gleiche Ziel: Eltern von kleinen Kindern und Babys darauf aufmerksam zu machen, dass Vorlesen und das gemeinsame Bilderbücher anschauen äußerst wichtig für die kindliche Entwicklung sind.
Die Stiftung Lesen, versteht sich gewissermaßen als „Dach“, das die vielen verschiedenen Projekte, die frühkindliche Angebote zur Sprach- und Leseförderung von Familien mit Kleinkindern bereitstellen, umgibt. Darum haben sich die regionalen Initiativen zum Erfahrungsaustausch in Mainz getroffen und sogar Gäste aus Großbritannien, Südtirol, und Flandern/Belgien waren dabei.
Die Ergebnisse diese Workshops sind im Band 2 der Schriftenreihe der Stiftung Lesen veröffentlicht worden, der im Leseladen der Stiftung Lesen erhältlich ist.
Heidelberg/Mainz, 29. Februar 2012. Kindern und Familien frühzeitig Bücher und Vorlesen nahezubringen – das ist das Ziel des regionalen Leseförderungsprojekts „Lesestart – Heidelberg schenkt Kindern Zukunft". Im ersten Jahr des auf zwei Jahre angelegten Projektes erhalten alle Familien unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes in der Frauenklinik des UniversitätsKlinikums Heidelberg ein Lesestart-Set mit einem Bilderbuch und Informationsmaterial rund um das Thema Vorlesen. Im Folgejahr können sich diese sowie weitere interessierte Familien in der Heidelberger Stadtbücherei ein zweites Set mit Büchern und praktischen Vorlesetipps für Kleinkinder abholen. Anlässlich des Starts in das zweite Jahr von „Lesestart – Heidelberg schenkt Kindern Zukunft" präsentierte heute die Stiftung Lesen gemeinsam mit der Manfred Lautenschläger-Stiftung sowie Vertretern der Stadtbücherei Heidelberg und der Frauenklinik des UniversitätsKlinikums Heidelberg das Leseförderungsprogramm in der Stadtbücherei in Heidelberg. Für die musikalische Unterhaltung der eingeladenen Kinder vor Ort sorgte der Kinderliedermacher und Autor Wolfgang Hering. „Lesestart – Heidelberg schenkt Kindern Zukunft" läuft bereits im dritten Durchgang und hat seit seinem Start 2007 mehr als 4.500 Familien im Raum Heidelberg erreicht.
„Kindern Lust auf Bücher und aufs Lesen zu machen, funktioniert am besten durch frühzeitiges und regelmäßiges Vorlesen in der Familie. Mit ‚Lesestart in Heidelberg‛ haben wir einen Weg gefunden, Kinder bei der Entwicklung von Sprache zu unterstützen und die Vorlesekultur in der Familie zu stärken", erklärte Manfred Lautenschläger das Engagement seiner Stiftung. Seit November 2011 wird das regionale Projekt von der bundesweiten Leseförderungsinitiative „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen" flankiert, in dessen Rahmen innerhalb von acht Jahren bundesweit 4,5 Millionen Lesestart-Sets in Deutschland verteilt werden. Finanziert wird das Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, dazu: „Regionale Projekte wie ‚Lesestart in Heidelberg‛ haben die Grundlage und Blaupause für die Ausweitung des Lesestart-Konzepts auf Bundesebene geliefert. Im Herbst 2011 startete Deutschlands größtes frühkindliches Leseförderungsprogramm ‚Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen‛, mit dem wir Kinder und Familien im ganzen Land erreichen wollen. Das Heidelberger Lesestart-Projekt hat gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit von Kliniken und Ärzten, Büchereien und Familien in der Praxis funktionieren kann. Mein herzlicher Dank gilt deshalb allen Projektbeteiligten vor Ort und ganz besonders Manfred Lautenschläger und seiner Familie für die langfristige finanzielle Unterstützung."
Kurzinformationen
Auch auf regionaler Ebene findet Lesestart besondere Aufmerksamkeit und Förderung.
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