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Leitlinien für die Projektarbeit der Stiftung Lesen

Stand: 10. Oktober 2015

Leseförderung zur Erlangung von Lesefreude und Lesekompetenz als wesentliche Voraussetzung zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, für Bildung, Beruf und Chancengleichheit ist eine nationale Aufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Die Stiftung Lesen übernimmt hierbei eine wichtige Mittler- und Koordinationsfunktion unter den Stiftungsmitgliedern und allen anderen gesellschaftlichen Gruppen. Die staatliche Bildungsautonomie bleibt dabei unangetastet.

Für die Zusammenarbeit der Stiftung mit Projektpartnern und Förderern gelten folgende Grundsätze:

1. Die Stiftung Lesen entwickelt gezielt Ideen, Maßnahmen und Vorhaben zur Leseförderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter Einbeziehung und in Kooperation mit allen gesellschaftlichen Kräften. Hierbei legt die Stiftung Lesen besonderen Wert auf innovative, flächendeckende, interdisziplinäre und nachhaltige Vorhaben, die alle Teile der Gesellschaft zur Nachahmung und Teilnahme bewegen. Die Maßnahmen der Stiftung sind ausgewogen, kontrovers und multiperspektiv und mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kindertagesstätten, Schulen und staatlichen Einrichtungen vereinbar.

2. Die Stiftung Lesen ist weltanschaulich neutral, überparteilich und überkonfessionell. Sie ist grundsätzlich offen für die Kooperation mit allen gesellschaftlichen Gruppen, die sich für die Leseförderung und für Bildungszugänge einsetzen. Sie schließt die Zusammenarbeit mit Parteien, Institutionen und anderen Gruppen oder Einzelpersonen, die antidemokratisches, rassistisches, fremdenfeindliches oder diskriminierendes Gedankengut vertreten oder verbreiten, aus.

3. Die Projekte der Stiftung Lesen sind wissenschaftlich fundiert und praktisch erprobt. In die Entwicklung der Projekte sind von Anfang an alle einschlägige Multiplikatoren einbezogen, über die die Zielgruppen der Maßnahmen erreicht werden. Hierzu gehören insbesondere Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern als wichtige Akteure in der Bildung. Die Projekte der Stiftung beziehen die zuständigen Landes- und Bundeseinrichtungen ein. Bildung ist ein öffentliches Gut und muss öffentlich diskutiert und umgesetzt werden.

4. Programme, Projekte und Produkte der Stiftung Lesen beinhalten ausnahmslos keine Produktwerbung, die auf Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern abzielt. Die Stiftung Lesen ist für die Konzeption, Redaktion und Organisation der Projekte und Programme alleine verantwortlich.

5. Die Stiftung Lesen entwickelt auf Basis der „Leitlinien“ einen verbindlichen und detaillierten Handlungs- und Prüfungsleitfaden, in dessen Umgang alle Beschäftigten der Stiftung regelmäßig geschult und dessen Einhaltung regelmäßig überwacht wird. Die Aktualität und Angemessenheit dieses Prüfungsleitfadens wird jährlich durch die Geschäftsführung überwacht. Hierbei wird sie von einem Qualitätsbeirat (bestehend aus Vertretern der Gremien sowie durch unabhängige Experten) beraten.

6. Die Aufnahme neuer Mitglieder bedarf der ausdrücklichen Zustimmung der Gremien der Stiftung. Unternehmen, deren Produkte in offensichtlichem Spannungsverhältnis zu den Zielen und den Zielgruppen der Stiftung Lesen stehen (etwa Unternehmen der Alkohol- und Tabakindustrie), werden nicht in die Stiftung Lesen aufgenommen.

7. Die Jahresabschlüsse der Stiftung Lesen werden jährlich durch eine anerkannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Darüber hinaus unterliegt die Arbeit der Stiftung Lesen den jeweils gültigen Bestimmungen des deutschen Steuerrechts.

Die Stiftungsmitglieder und Projektpartner der Stiftung Lesen verpflichten sich zur Einhaltung der sie betreffenden Grundsätze der „Leitlinien für die Projektarbeit“ der Stiftung Lesen in der aktuellen Fassung.