der Deutschen Bahn, der Wochenzeitschrift Die Zeit und der Stiftung Lesen
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Vorlesen und Erzählen in Familien mit Migrationshintergrund
42 Prozent der Eltern mit Kindern unter 10 Jahren in Deutschland lesen nicht oder nur gelegentlich vor. Dies zeigte eine repräsentative Befragung von 1.000 Müttern und Vätern im Jahr 2007 im Rahmen der ersten Vorlesestudie von Stiftung Lesen, Deutsche Bahn und Die Zeit. Noch weniger verbreitet als bei deutschen Eltern scheint das Vorlesen in Familien mit Migrationshintergrund zu sein: Darauf deuten die Antworten von 250 türkischstämmigen Vätern und Müttern, die 2007 ebenfalls befragt worden sind. Von ihnen lesen 80 Prozent ihren Kindern nicht oder unregelmäßig vor.
Die Vorlesestudie 2010 nimmt das Vorlesen in Familien mit Migrationshintergrund noch genauer in den Blick. Befragt werden 500 Väter und Mütter, die selbst oder deren Eltern nach Deutschland zugewandert sind. Die Studie erfasst, welche Rolle das Vorlesen für Eltern mit Migrationshintergrund spielt. Sie beleuchtet darüber hinaus das Erzählen von Geschichten, das in Familien mit bestimmten kulturellen Prägungen und Traditionen möglicherweise das Vorlesen ersetzt oder ergänzt.