Oppenberg Gewinner 2017 - Header Oppenbergpreis 2016 Oppenberg-Medienpreis

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit über 15 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

28.09.2017

Gewinner des Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2017

Dietrich Oppenberg Gewinner 2017 ©Michael Wagner

Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ haben gestern zum 17. Mal den Dietrich Oppenberg-Medienpreis an Journalisten vergeben, die in ihrer Arbeit das Lesen in all seinen Facetten thematisieren. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit der amtierenden Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Kultusministerin Baden-Württembergs Dr. Susanne Eisenmann in Stuttgart statt. Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ist mit 6.000 € dotiert, die zwischen den drei besten Beiträgen und dem Sonderpreis aufgeteilt werden.
 
Die Preisträger sind: 

1. Preis 
Hatice Akyün: Der Bus, mit dem ich die Welt entdeckte (bitte klicken)

Erschienen im ZEITmagazin, 14.07.2016 

Hatice Akyün erinnert sich in ihrem Text zurück an ihre Kindheit als Tochter zugewan-derter Eltern, die weder richtig lesen noch schreiben können. Dank eines Bücherbusses findet sie zum ersten Mal Zugang zur Literatur. Sie entdeckt deren Fähigkeit, das eigene Leben zu den Geschichten und Figuren ins Verhältnis zu setzen.

2. Preis 
Petra Cyrus: Dumm und faul? Mein Kind hat Legasthenie (bitte klicken)

Ausgestrahlt in der ARD, 06.11.2016

Millionen Menschen in Deutschland leider unter einer Lese- und Rechtschreibstörung. Petra Cyrus hat sechs Monate lang ein zwölfjähriges betroffenes Mädchen begleitet. Sie sensibilisiert ihre Zuschauer für die Herausforderungen, die Legasthenie verursacht, doch wählt dabei einen optimistischen Ton, der Mut macht.

3. Preis
Thomas Thiel: Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Erschienen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2016

Thomas Thiel beschreibt, wie die Deutsche Nationalbibliothek ihre Besucher an einer barrierefreien Nutzung des Buchbestandes hindert. Thiel agiert als genauer Beobachter und scharfer Kritiker einer Praxis, in deren Zuge sich die Deutsche Nationalbibliothek von ihrer originären Aufgabe verabschiedet. Auf der Strecke bleiben die Leser.

Sonderpreis
Johannes Beetz: Schwerpunktausgabe „Lesen“ (bitte klicken)

Erschienen im Münchner Wochenanzeiger, 11., 14. und 18.05.2016

Johannes Beetz hat über einen Zeitraum von drei Wochen das Lesen in den Mittelpunkt mehrerer Ausgaben der Münchner Wochenanzeiger gerückt. Gemeinsam mit seinem Redaktionsteam ist es ihm gelungen, seinen Lesern den Wert des Lesens als Kernkompetenz und Kulturtechnik in seiner Vielfalt nahe zu bringen.

KMK-Präsidentin Dr. Susanne Eisenmann: „Ich gratuliere allen vier Preisträgern zu ihrer Auszeichnung. Sie ist hoch verdient. Die Fähigkeit und Möglichkeit zu lesen, kann Leben verändern und eröffnet Perspektiven – für Individuen ebenso wie für eine ganze Gesellschaft. Den ausgezeichneten Journalisten ist es meisterhaft gelungen, diesem Zusammenhang in ihren Reportagen, Berichten und Interviews nachzuspüren.

Die Preise überreichten Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Beide betonen: „Demokratie fängt mit Lesen an. Wer lesen kann, ist in der Lage, komplexe Sachverhalte einzuordnen, einen eigenen Standpunkt zu formulieren und diesen zu verteidigen. Eine freie Gesellschaft profitiert von einem selbstbewussten und meinungsstarken Austausch. Wir beglückwünschen die vier Preisträger: Sie bieten mit ihren Beiträgen dem Lesen ein Podium, das für die Bildung und das Demokratiebewusstsein nachwachsender Generation von großer Bedeutung ist.

Hintergrund Dietrich Oppenberg-Medienpreis
Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg benannt. Mit der Auszeichnung wollen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ ein Zeichen setzen für die Bedeutung des Lesens in einer freien Gesellschaft sowie eine lebendige Zeitungskultur fördern.

Die Jury für den Dietrich Oppenberg-Medienpreis hat Beiträge aus Print, Online, Radio und Fernsehen gesichtet, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. März 2017 veröffentlicht wurden. Ihr gehören an: Gabriele Bartelt-Kircher (ehem. Ausbildungsredakteurin der WAZ-Zeitungsgruppe), Karin Großmann (Sächsische Zeitung), Helmut Heinen (Heinen Verlag), Manfred Lachniet (Neue Ruhr Zeitung), Dr. Jörg F. Maas (Stiftung Lesen), Heinrich Meyer (Stiftung Presse-Haus NRZ), Johanna Oppenberg (Vertreterin der Familie Oppenberg), Hans Riebsamen (FAZ), Dr. Mithu M. Sanyal (freie Journalistin).

24.07.2017

Dietrich-Oppenberg-Medienpreis 2017: Acht Journalistinnen und Journalisten für die Shortlist nominiert

Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2017 ©Stiftung Lesen

Die Finalisten für den 17. Dietrich-Oppenberg-Medienpreis stehen fest. Zum ersten Mal in der sechzehnjährigen Laufzeit des Preises verkünden die Initiatoren Stiftung Lesen und Stiftung Presse-Haus NRZ eine Shortlist. Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis wird an Journalisten verliehen, die in ihrer Arbeit das Lesen in all seinen Facetten thematisieren. Damit wollen die Initiatoren ein Zeichen setzen für die Bedeutung des Lesens in einer freien Gesellschaft. Denn Lesen versetzt Menschen in die Lage, sich zu informieren, Falschmeldungen von zuverlässigen Nachrichten zu unterscheiden und eigene Ansichten zu entwickeln. In diesem Meinungsbildungsprozess kann die Rolle einer unabhängigen Presse nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sind sich einig: „Austausch, Diskussion und Meinungsvielfalt sind das höchste Gut in einer freien Gesellschaft. Ohne die Fülle an Stimmen und Perspektiven sind Konsens und Wandel gleichermaßen nur schwer einlösbar. Ob regional oder bundesweit, Print-, Web-, TV- oder Hörfunkjournalismus: Die nominierten Beiträge beweisen, auf welch hohem Niveau die deutschen Medien agieren. Sie alle eint der Blick auf das Lesen, dessen Voraussetzungen und Konsequenzen, Chancen und Möglichkeiten. In unterschiedlichen Formaten zeigen sie die Bedeutung des Lesens für jeden einzelnen und verschaffen der Leseförderung über die Ressortgrenzen hinweg öffentliche Aufmerksamkeit.“

Die nominierten Journalistinnen und Journalisten sowie ihre Beiträge sind:

Hatice Akyün:
Der Bus, mit dem ich die Welt entdeckte

ZEITmagazin, 14.07.2016
Zum Beitrag bitte hier klicken

Johannes Beetz:
Schwerpunktausgabe „Lesen“

Münchner Wochenanzeiger, Ausgaben vom 11., 14. und 18.05.2016
Zum Beitrag bitte hier klicken

Judith Liere:
Die Auflagen-Millionäre

Stern, 23.03.2017
Zum Beitrag bitte hier klicken

Gianna Niewel:
Uwe Timm gefällt das

Süddeutsche Zeitung, 04.03.2017
Artikel nicht frei verfügbar

Thomas Thiel:
Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2016
Artikel nicht frei verfügbar

Wolfgang Heidelk:
Brandenburger Begegnungen: Unterwegs zu Bücherfreunden - Geschichten rund ums Lesen

Antenne Brandenburg, 21.12.2016
Zum Beitrag hier klicken

Andrea Heinze:
Aristoteles und die Spielkonsole. Wie Bibliotheken anders werden

rbb Kulturradio, 22.09.-2016
Zum Beitrag bitte hier klicken

Petra Cyrus:
Dumm und faul? Mein Kind hat Legasthenie

ARD, 06.11.2016
Zum Beitrag bitte hier klicken

Die neun Jurymitglieder haben Beiträge aus Print, Online, Radio und Fernsehen gesichtet, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. März 2017 veröffentlicht wurden. Der Jury für den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis gehören an: Gabriele Bartelt-Kircher (ehem. Ausbildungsredakteurin der WAZ-Zeitungsgruppe), Karin Großmann (Sächsische Zeitung), Helmut Heinen (Heinen Verlag), Manfred Lachniet (Neue Ruhr Zeitung), Dr. Jörg F. Maas (Stiftung Lesen), Heinrich Meyer (Stiftung Presse-Haus NRZ), Johanna Oppenberg (Vertreterin der Familie Oppenberg), Hans Riebsamen (FAZ), Dr. Mithu M. Sanyal (freie Journalistin).

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ist mit insgesamt 6.000 € dotiert, die zwischen den drei besten Beiträgen sowie einem Sonderpreis aufgeteilt werden. Die Preisverleihung findet jeweils in dem Bundesland statt, das die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz innehat. So werden die Preisträger in diesem Jahr am 27. September in Stuttgart in Anwesenheit der amtierenden Präsidentin Frau Dr. Susanne Eisenmann verkündet und ausgezeichnet.

01.12.2016

Vier Journalisten erhalten Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2016

Preisträger Oppenbergpreis 2016 ©Stiftung Lesen / Nikolai Wolff

Die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises stehen fest: Volker Weidermann, Autor des Spiegel, Dominik Bretsch, Autor beim Deutschlandfunk, Kristian van Bentem, Redakteur der Westfälischen Nachrichten und Michael Allmaier, Redakteur der ZEIT, überzeugten die Jury mit ihren herausragenden Beiträgen. Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ haben den Preis heute zum 16. Mal haben an Journalisten vergeben, die in ihrer Arbeit das Lesen sowie die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft thematisieren. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit der amtierenden Präsidentin der Kultusministerkonferenz statt, Frau Senatorin Dr. Claudia Bogedan. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro dotiert.




Den ersten Preis erhielt Volker Weidermann für seinen Artikel „Poesie heilt“, erschienen im SPIEGEL. Weidermann stellt das in Liverpool entstandene Leseprojekt „Shared Reading“ vor, anhand dessen er zeigt, welche Kraft die gemeinsame Lektüre literarischer Texte und der Austausch darüber bei Lesern entfalten kann, die unter Krankheiten oder Isolation leiden. Die Begeisterung, mit der Weidermann das Projekt würdigt und für seine Leser nachvollziehbar macht, beeindruckte die Jury besonders.

Der zweite Preis ging an Dominik Bretsch für sein Hörfunk-Feature „Blind in einer Welt der Zeichen. Ein Analphabet auf Jobsuche“, das im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde. In seinem Porträt begleitet Bretsch einen funktionalen Analphabeten über zwölf Monate und macht an seinem Beispiel den Alltag und die Herausforderungen im Leben der über 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland authentisch und nachdrücklich deutlich. An der der an Perspektiven, Meinungen und Schauplätzen reichen Darstellung lobte die Jury auch die Wahl des Mediums Hörfunk, in dem kein geschriebenes Wort persönlich betroffene Analphabeten ausschließt.

Kristian van Bentem erhielt den dritten Preis für seinen Beitrag „Das gallische Bücher-Dorf“ aus den Westfälischen Nachrichten. Am Beispiel der niederländischen Bücherstadt Breedevort befasst er sich mit der Zukunftsfähigkeit des gedruckten Buches. Die Jury erkannte in dem Beitrag nicht weniger als eine Geschichte über die sich wandelnden Gewohnheiten und Wünsche der Leserinnen und Leser und ihres Kauf- und Leseverhaltens in Zeiten von Amazon und Internetbuchhandel.

Den Sonderpreis vergab die Jury an Michael Allmaier, der mit seinem in der ZEIT veröffentlichten Artikel „Weg damit!“ provoziert: Allmaier empfiehlt, sich mit Hilfe des Entrümplers von seinen Büchern zu trennen. Der Jury gefiel wie der Autor auf intelligente und humorvolle Weise den ideellen und materiellen Wert gedruckter Bücher angesichts der Digitalisierung von Buchbeständen reflektiert.

KMK-Präsidentin Dr. Claudia Bogedan lobte die Beiträge für ihre hohe Qualität und die Platzierung des Themas „Lesen“ als Schlüsselqualifikation mit persönlichem und gesellschaftlichem Mehrwert: „Die Preisträger zeigen, welche Bedeutung das Lesen für den einzelnen Menschen und uns alle in der Gesellschaft hat. Ob Bücher oder digitale Lesemedien genutzt werden, ist dabei nicht entscheidend. Lesekompetenz ist eine Kulturtechnik, die einem die Wahl gibt und erst den Zugang zu Information, Bildung und Partizipation ermöglicht. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis setzt ein öffentliches Zeichen für das Lesen, und ich gratuliere den vier Preisträgern, das Thema Lesen und seine Relevanz aus ihren individuellen Perspektiven zu stärken.“

Die Preise überreichten Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Beide betonten die Bedeutung der Auszeichnung für die Leseförderung: „Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis zeigt den hohen Stellenwert des Lesens für die Medien, aus welch vielfältigen Perspektiven sie mit dem Thema Lesen umgehen und wie wichtig engagierte Journalistinnen und Journalisten sind, die mit ihren Beiträgen Diskussionen anstoßen und die Themen Lesen und Leseförderung im öffentlichen Bewusstsein verankern. Der Preis dient als Verstärker herausragender journalistischer Beiträge, die dem Lesen in der modernen Mediengesellschaft wichtige Impulse geben.“

Bild v.l.n.r.: Dominik Bretsch, Michael Allmaier, Dr. Joerg Pfuhl (CEO Holtzbrinck Buchverlage und Vorstandsvorsitzender Stiftung Lesen), Heinrich Meyer (Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ), Senatorin Dr. Claudia Bogedan (Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2016), Volker Weidermann, Kristian van Bentem, Dr. Jörg F. Maas (Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen) © Stiftung Lesen / Nikolai Wolff

Seite