Oppenbergpreis 2016 Oppenberg-Medienpreis

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit über 15 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

24.07.2017

Dietrich-Oppenberg-Medienpreis 2017: Acht Journalistinnen und Journalisten für die Shortlist nominiert

Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2017 ©Stiftung Lesen

Die Finalisten für den 17. Dietrich-Oppenberg-Medienpreis stehen fest. Zum ersten Mal in der sechzehnjährigen Laufzeit des Preises verkünden die Initiatoren Stiftung Lesen und Stiftung Presse-Haus NRZ eine Shortlist. Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis wird an Journalisten verliehen, die in ihrer Arbeit das Lesen in all seinen Facetten thematisieren. Damit wollen die Initiatoren ein Zeichen setzen für die Bedeutung des Lesens in einer freien Gesellschaft. Denn Lesen versetzt Menschen in die Lage, sich zu informieren, Falschmeldungen von zuverlässigen Nachrichten zu unterscheiden und eigene Ansichten zu entwickeln. In diesem Meinungsbildungsprozess kann die Rolle einer unabhängigen Presse nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sind sich einig: „Austausch, Diskussion und Meinungsvielfalt sind das höchste Gut in einer freien Gesellschaft. Ohne die Fülle an Stimmen und Perspektiven sind Konsens und Wandel gleichermaßen nur schwer einlösbar. Ob regional oder bundesweit, Print-, Web-, TV- oder Hörfunkjournalismus: Die nominierten Beiträge beweisen, auf welch hohem Niveau die deutschen Medien agieren. Sie alle eint der Blick auf das Lesen, dessen Voraussetzungen und Konsequenzen, Chancen und Möglichkeiten. In unterschiedlichen Formaten zeigen sie die Bedeutung des Lesens für jeden einzelnen und verschaffen der Leseförderung über die Ressortgrenzen hinweg öffentliche Aufmerksamkeit.“

Die nominierten Journalistinnen und Journalisten sowie ihre Beiträge sind:

Hatice Akyün:
Der Bus, mit dem ich die Welt entdeckte

ZEITmagazin, 14.07.2016
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Johannes Beetz:
Schwerpunktausgabe „Lesen“

Münchner Wochenanzeiger, Ausgaben vom 11., 14. und 18.05.2016
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Judith Liere:
Die Auflagen-Millionäre

Stern, 23.03.2017
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Gianna Niewel:
Uwe Timm gefällt das

Süddeutsche Zeitung, 04.03.2017
Artikel nicht frei verfügbar

Thomas Thiel:
Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2016
Artikel nicht frei verfügbar

Wolfgang Heidelk:
Brandenburger Begegnungen: Unterwegs zu Bücherfreunden - Geschichten rund ums Lesen

Antenne Brandenburg, 21.12.2016
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Andrea Heinze:
Aristoteles und die Spielkonsole. Wie Bibliotheken anders werden

rbb Kulturradio, 22.09.-2016
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Petra Cyrus:
Dumm und faul? Mein Kind hat Legasthenie

ARD, 06.11.2016
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Die neun Jurymitglieder haben Beiträge aus Print, Online, Radio und Fernsehen gesichtet, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. März 2017 veröffentlicht wurden. Der Jury für den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis gehören an: Gabriele Bartelt-Kircher (ehem. Ausbildungsredakteurin der WAZ-Zeitungsgruppe), Karin Großmann (Sächsische Zeitung), Helmut Heinen (Heinen Verlag), Manfred Lachniet (Neue Ruhr Zeitung), Dr. Jörg F. Maas (Stiftung Lesen), Heinrich Meyer (Stiftung Presse-Haus NRZ), Johanna Oppenberg (Vertreterin der Familie Oppenberg), Hans Riebsamen (FAZ), Dr. Mithu M. Sanyal (freie Journalistin).

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis ist mit insgesamt 6.000 € dotiert, die zwischen den drei besten Beiträgen sowie einem Sonderpreis aufgeteilt werden. Die Preisverleihung findet jeweils in dem Bundesland statt, das die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz innehat. So werden die Preisträger in diesem Jahr am 27. September in Stuttgart in Anwesenheit der amtierenden Präsidentin Frau Dr. Susanne Eisenmann verkündet und ausgezeichnet.

01.12.2016

Vier Journalisten erhalten Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2016

Preisträger Oppenbergpreis 2016 ©Stiftung Lesen / Nikolai Wolff

Die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises stehen fest: Volker Weidermann, Autor des Spiegel, Dominik Bretsch, Autor beim Deutschlandfunk, Kristian van Bentem, Redakteur der Westfälischen Nachrichten und Michael Allmaier, Redakteur der ZEIT, überzeugten die Jury mit ihren herausragenden Beiträgen. Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ haben den Preis heute zum 16. Mal haben an Journalisten vergeben, die in ihrer Arbeit das Lesen sowie die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft thematisieren. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit der amtierenden Präsidentin der Kultusministerkonferenz statt, Frau Senatorin Dr. Claudia Bogedan. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro dotiert.




Den ersten Preis erhielt Volker Weidermann für seinen Artikel „Poesie heilt“, erschienen im SPIEGEL. Weidermann stellt das in Liverpool entstandene Leseprojekt „Shared Reading“ vor, anhand dessen er zeigt, welche Kraft die gemeinsame Lektüre literarischer Texte und der Austausch darüber bei Lesern entfalten kann, die unter Krankheiten oder Isolation leiden. Die Begeisterung, mit der Weidermann das Projekt würdigt und für seine Leser nachvollziehbar macht, beeindruckte die Jury besonders.

Der zweite Preis ging an Dominik Bretsch für sein Hörfunk-Feature „Blind in einer Welt der Zeichen. Ein Analphabet auf Jobsuche“, das im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde. In seinem Porträt begleitet Bretsch einen funktionalen Analphabeten über zwölf Monate und macht an seinem Beispiel den Alltag und die Herausforderungen im Leben der über 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland authentisch und nachdrücklich deutlich. An der der an Perspektiven, Meinungen und Schauplätzen reichen Darstellung lobte die Jury auch die Wahl des Mediums Hörfunk, in dem kein geschriebenes Wort persönlich betroffene Analphabeten ausschließt.

Kristian van Bentem erhielt den dritten Preis für seinen Beitrag „Das gallische Bücher-Dorf“ aus den Westfälischen Nachrichten. Am Beispiel der niederländischen Bücherstadt Breedevort befasst er sich mit der Zukunftsfähigkeit des gedruckten Buches. Die Jury erkannte in dem Beitrag nicht weniger als eine Geschichte über die sich wandelnden Gewohnheiten und Wünsche der Leserinnen und Leser und ihres Kauf- und Leseverhaltens in Zeiten von Amazon und Internetbuchhandel.

Den Sonderpreis vergab die Jury an Michael Allmaier, der mit seinem in der ZEIT veröffentlichten Artikel „Weg damit!“ provoziert: Allmaier empfiehlt, sich mit Hilfe des Entrümplers von seinen Büchern zu trennen. Der Jury gefiel wie der Autor auf intelligente und humorvolle Weise den ideellen und materiellen Wert gedruckter Bücher angesichts der Digitalisierung von Buchbeständen reflektiert.

KMK-Präsidentin Dr. Claudia Bogedan lobte die Beiträge für ihre hohe Qualität und die Platzierung des Themas „Lesen“ als Schlüsselqualifikation mit persönlichem und gesellschaftlichem Mehrwert: „Die Preisträger zeigen, welche Bedeutung das Lesen für den einzelnen Menschen und uns alle in der Gesellschaft hat. Ob Bücher oder digitale Lesemedien genutzt werden, ist dabei nicht entscheidend. Lesekompetenz ist eine Kulturtechnik, die einem die Wahl gibt und erst den Zugang zu Information, Bildung und Partizipation ermöglicht. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis setzt ein öffentliches Zeichen für das Lesen, und ich gratuliere den vier Preisträgern, das Thema Lesen und seine Relevanz aus ihren individuellen Perspektiven zu stärken.“

Die Preise überreichten Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Beide betonten die Bedeutung der Auszeichnung für die Leseförderung: „Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis zeigt den hohen Stellenwert des Lesens für die Medien, aus welch vielfältigen Perspektiven sie mit dem Thema Lesen umgehen und wie wichtig engagierte Journalistinnen und Journalisten sind, die mit ihren Beiträgen Diskussionen anstoßen und die Themen Lesen und Leseförderung im öffentlichen Bewusstsein verankern. Der Preis dient als Verstärker herausragender journalistischer Beiträge, die dem Lesen in der modernen Mediengesellschaft wichtige Impulse geben.“

Bild v.l.n.r.: Dominik Bretsch, Michael Allmaier, Dr. Joerg Pfuhl (CEO Holtzbrinck Buchverlage und Vorstandsvorsitzender Stiftung Lesen), Heinrich Meyer (Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ), Senatorin Dr. Claudia Bogedan (Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2016), Volker Weidermann, Kristian van Bentem, Dr. Jörg F. Maas (Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen) © Stiftung Lesen / Nikolai Wolff

26.02.2016

Ausschreibung: Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2016

Ausschreibung und Bewerbungsverfahren

Dietrich Oppenberg ©dpa

Journalisten, die sich in ihrer Arbeit gezielt mit der Bedeutung des Lesens in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft auseinandergesetzt haben, können sich auch in diesem Jahr um den Dietrich Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen und der Stiftung Presse-Haus NRZ bewerben. Der Preis soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung des Lesens als Schlüsselqualifikation für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe fördern.


Die Auszeichnung ist mit insgesamt € 6.000 dotiert. Die Preisträger der Plätze 1 bis 3 erhalten € 2.500, € 1.500 und € 1.000. Daneben wird ein Sonderpreis mit einem Preisgeld von € 1.000 vergeben. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist offen für alle journalistischen Darstellungsformen (Print- und Online-Medien, Radio sowie TV). Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury von Publizisten und Fachwissenschaftlern. Die Preisverleihung findet im Herbst 2016 statt.

Beiträge über die Digitalisierung der Medien oder das Medienverhalten vor dem Hintergrund des demographischen Wandels können ebenso eingesandt werden wie Reportagen über ideenreiche Leseförderungsprojekte, Hintergrundberichte über wissenschaftliche Grundlagen von Sprach-, Lese- und Medienkompetenz oder Beiträge zu Aspekten des Bildungsnotstands wie etwa zum funktionalen Analphabetismus.

Bewerbungsverfahren

Der Bewerbungsschluss für den diesjährigen Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist der 31. Mai 2016, die Beiträge müssen im Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.03.2016 veröffentlicht worden sein. Bewerbungen können ausschließlich per E-Mail angenommen werden. Einzureichen sind ein Manuskript (Word-Format) sowie das Layout des gedruckten Beitrags als PDF-Dokument. Bei Radio- und TV-Beiträgen bitten wir ebenfalls um das Manuskript sowie eine Datei des Beitrags. Der Bewerbung ist ein kurzer Lebenslauf (inkl. Foto) mit Beschreibung der derzeitigen Tätigkeit beizufügen. Alle Teilnehmer werden über den Ausgang des Wettbewerbes unterrichtet.

Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten, die ihre Beiträge in deutscher Sprache verfasst haben. Die Autoren können sich selbst bewerben; es besteht aber auch die Möglichkeit, andere Personen mit ihren Beiträgen vorzuschlagen. Pro Teilnehmer können bis zu drei Beiträge eingereicht werden. Handelt es sich um eine Serie, sollte das übergreifende Konzept kurz erläutert werden.

Der Preis ist benannt nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen, Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur in Deutschland gilt.


E-Mail-Adresse für Bewerbungen: thomas.kleinebrink@stiftunglesen.de

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