RoundTable2012

Expertenworkshops der Stiftung Lesen

Die Expertenworkshops der Stiftung Lesen verfolgen das Ziel, grundlegende Themen und Probleme der Leseförderung auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktueller Befunde im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Praxis zu erörtern.

01.07.2013

Publikation der Stiftung Lesen: Zukunft des Lesens

Ergebnisse des Expertenworkshops 2012

Publikation zum Expertenworkshop - Zukunft des Lesens - (2012, Berlin) der Stiftung Lesen. Der Band enthält Beiträge der Moderatoren und Impulsgeber, die die Frage nach der Bedeutung von Generationswechsel, demografischem und technischem Wandel auf das Lesen aus ihren jeweiligen Fachperspektiven aufgreifen. Gefördert vom: Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Publikation zur Tagung kann hier bestellt werden.

08.10.2012

Expertenworkshop 2012

Zukunft des Lesens - Was bedeuten Generationswechsel, demografischer und technischer Wandel für das Lesen und den Lesebegriff?

Podium des Expertenworkshops zur „Zukunft des Lesens“ ©Stiftung Lesen/Bildschön

Expertenworkshop der Stiftung Lesen in Berlin am 5./6. Juni 2012

Im Mittelpunkt des diesjährigen Expertenworkshops der Stiftung Lesen am 5./6. Juni 2012 in Berlin stand die Frage nach der Zukunft des Lesens.


Was bedeutet „Lesen“ heute? Welche Konsequenzen haben Digitalisierung und demografischer Wandel auf die Lese- und Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen und damit auch auf die Leseförderung?

Mit diesen Fragen setzte sich der Expertenworkshop zur „Zukunft des Lesens“ auseinander, den die Stiftung Lesen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin veranstaltet hat. An dem Workshop nahmen mehr als 50 Experten aus den Bereichen Medien- und Kommunikationswissenschaft, Sozialforschung, Pädagogik, Psychologie, Demographie, Trend- und Marktforschung sowie aus verschiedenen Bildungsinstitutionen teil.

Die wichtigste Erkenntnis: Auch in Zukunft wird gelesen werden – aber anders als noch vor 20 Jahren. Der Hamburger Trendforscher Prof. Peter Wippermann vertritt die Meinung: „Die alte Kulturtechnik verschwindet nicht, sie wird nur anders genutzt. Im Alltag wird sich das Lesen vom Papier weitgehend verabschieden.“
Vor dem Hintergrund der Zunahme an neuen Lesemedien ist es nach Ansicht der Experten notwendig, den Lesebegriff zu erweitern „Wir lesen heute so viel wie nie zuvor“, betont Dr. Simone C. Ehmig, Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen. „Aber vieles wird nicht als Lesen wahrgenommen, zum Beispiel die Aktivitäten in sozialen Netzwerken.“
Aus diesem Grund plädierten die Teilnehmer des Workshops dafür, digitale Medien nicht als Konkurrenz oder Gegensatz zu den gedruckten Medien zu sehen, sondern die Potentiale aller Lesemedien zur erkennen und zu nutzen. Um möglichst viele Zielgruppen zu erreiche, sollten nicht mehr nur noch Buch und Printmedien, sondern auch vermehrt digitale Lesemedien wie E-Book und Apps sowohl in Leseforschung als auch Leseförderung Berücksichtigung finden. Eine Diversifizierung der Methoden und der Medien können der Leseförderung neue Impulse geben. Erste Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass E-Reader das Leseimage bei Jugendlichen, die nicht gerne zum Buch greifen, verbessern können.

Die Vermittlung von Literaturwissen steht vor dem Hintergrund, dass es 7,5 Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland gibt, für viele Experten dabei zunächst im Hintergrund. „Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation par excellence, sie stellt eine Voraussetzung für verschiedene Bereiche gesellschaftlicher Teilhabe dar. Der funktionale Charakter sollte auch in der Förderung zum Ausdruck kommen“, betont Prof. Dr. Cordula Artelt, die an der Universität Bamberg empirische Bildungsforschung lehrt und Mitglied des PISA-Konsortiums ist.

Auch der demografische Wandel und die in immer kürzeren Abständen einander ablösenden Mediengenerationen haben Einfluss auf die Leseförderung. Hier werden in Zukunft intergenerative Ansätze – zum Beispiel Kooperationen zwischen Schulen und Altersheimen – eine wichtige Rolle spielen. Für den Erfolg einer erweiterten Leseförderung ist es wichtig, dass nicht nur verschiedene Medien einbezogen werden, sondern sich auch alle in diesem Bereich tätigen Institutionen besser vernetzen. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, appellierte zum Abschluss des Workshops an die Teilnehmer: „Alle gesellschaftlichen Gruppen und in den Bereichen Bildung und Leseförderung tätigen Akteure müssen stärker als bisher kooperieren und ihre Programme auf die verschiedenen Zielgruppen abstimmen. Nur so schaffen wir vor dem Hintergrund der Pluralisierung von Medien und Gesellschaft Zugänge zum Lesen für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten und können Deutschland zum Leseland machen."

Die Publikation zur Tagung kann hier bestellt werden.

Kosten: Schutzgebühr 5 Euro zzgl. Versandkosten.

21.11.2010

Round Table 2010

Was geschieht beim Lesen im Gehirn? Grundlagen und Erkenntnisse der Hirnforschung und ihre Relevanz für die Leseförderung

Round Table 2010 ©Stiftung Lesen

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