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REACH - Reaching young adults with low Achievement in literacy

Zugänge zu jungen Erwachsenen mit geringen Schriftsprachkenntnissen

Im Blickpunkt von REACH stehen junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren auf dem sog. alpha-Level 3, die eine besondere Gruppe unter den lesefernen Erwachsenen bilden: Sie können für ihren beruflichen Lebensweg besonders stark und nachhaltig von Förderangeboten profitieren. Ihre frühzeitige Ansprache lässt auf eine Erhaltung und Stärkung der Lesekompetenz in späteren Lebensphasen hoffen. Sie wäre idealerweise gekoppelt mit einer Motivation und Befähigung der Zielpersonen als Lesevorbilder für ihre Kinder, womit eine nachhaltige, in die nächsten Generationen hinein wirksame Leseförderung verbunden wäre. Das Vorhaben, das gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern durchgeführt wird, verfolgt vier Ziele:

1. Eine differenzierte Analyse und Charakterisierung der Zielgruppe der 16-35-Jährigen soll Zugangswege identifizieren, die eine zentrale und flächendeckende Ansprache einerseits bzw. eine spezifische, an bestimmte Teilgruppen zielgerichtete Ansprache andererseits ermöglichen. Ziel ist die Motivation, (besser) lesen und schreiben zu lernen bei der Zielgruppe zu wecken oder zu verstärken.

2. Parallel zur ergebnisoffenen Sondierung wird überprüft, ob bereits vorhandene Multiplikatoren und Zugangswege genutzt werden können. Dies gilt u. a. für Ärzte, über die eine Ansprache der Zielgruppe realistisch scheint. Diese Annahme resultiert aus positiven Erfahrungen im Rahmen des Programms Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen.

3. Durch eine genaue Beschreibung der Lebenswelten und Interessen der Zielgruppe werden Themen und Kommunikationsmittel identifiziert, über die die Zielgruppe besonders gut und effektiv erreicht werden kann.

4. Aus den abgeleiteten Handlungsoptionen werden im Anschluss drei vielversprechende Ansätze modellhaft erprobt und wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse aus dem Projekt REACH geben schließlich Aufschluss darüber, ob und wie die 16-35 Jährigen auf α-Level 3 erreicht und zur Teilnahme an Fördermaßnahmen motiviert werden können.

30.05.2017

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Anforderungen an das Lesen (und Schreiben) im Alltag?

Fachtag am 5. September 2017

Künstliche Intelligenz ©germina/fotolia

Im Zuge der technikbasierten „Aufrüstung“ unserer Alltagswelten machen Geräte und lernfähige Anwendungen mit Spracherkennung und -ausgabe uns zunehmend Informationen, Inhalte von Büchern, Nachrichten- oder Wetterdiensten, Sportergebnisse und Produktbeschreibungen zugänglich, ohne dass Texte gelesen, Notizen, Nachrichten oder Eingabeaufforderungen geschrieben werden müssen. Was bedeutet dies für die Anforderungen an Lese- (und Schreib-) Kompetenzen sowie unser zukünftiges Leseverhalten? Welche Implikationen haben die Veränderungen für den Erwerb und die Förderung von Lesekompetenz und Lesemotivation?

Mit diesen und weiterführenden Fragen befassten sich Akteure aus dem Bereich der Leseförderung, der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener auf Basis von Expertenbeiträgen. Die Teilnehmer/innen konnten ebenfalls entsprechende Produkte vor Ort im praktischen Einsatz erleben.

Die eintägige Veranstaltung fand am Dienstag, dem 5. September 2017, im Universitätsclub Bonn statt.

Tagungsprogramm

Bildergalerie