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Pressemitteilungen

02.09.2015

„Mein Papa liest auch vor!“ startet in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteinische Sparkassen und Stiftung Lesen bieten kostenlosen Service für Arbeitgeber an / Projekt fördert die familiäre Vorlesekultur bei den Mitarbeitern

Albig bei Mein Papa liest vor ©Stiftung Lesen

Heute startet unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Torsten Albig das Projekt „Mein Papa liest auch vor!“ in Schleswig-Holstein. Das Projekt, das die Stiftung Lesen gemeinsam mit den schleswig-holsteinischen Sparkassen durchführt, soll mehr Väter animieren, ihren Kindern vorzulesen. „Mein Papa liest auch vor!“ holt die Väter genau dort ab, wo sie am meisten Zeit verbringen: an ihrem Arbeitsplatz.

Gerade Jungen fehlt häufig ein männliches Rollenvorbild für das Lesen: 30 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern nicht regelmäßig vor, und wenn, dann sind dies meistens die Mütter. Gründe für fehlendes Vorlese-Engagement sind bei Vätern oft mangelnde Zeit und Unsicherheit bei der Auswahl des geeigneten Lesestoffs. Lesen und Vorlesen sind jedoch ein wichtiger Schlüssel zu Bildung.

Mit „Mein Papa liest auch vor!“ erhalten die Mitarbeiter über das firmeneigene Intranet des Arbeitgebers wöchentlich von der Stiftung Lesen eine Geschichte, die sie herunterladen und mit nach Hause nehmen können. Die Vorlesegeschichten sprechen die unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen an und berücksichtigen verschiedene Altersgruppen sowie kulturelle Hintergründe. Ein umfassendes Dossier mit Informationen und Tipps vermittelt zudem, warum Vorlesen für die Entwicklung der Kinder so wichtig ist. Unternehmen können sich jetzt kostenlos unter der E-Mail-Adresse meinpapaliestvor@stiftunglesen.de anmelden.

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen unterstützen das Projekt zunächst über einen Zeitraum von drei Jahren. Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein betont: „Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels ist Leseförderung wichtig für die Zukunft. Viele berufstätige Eltern geben allerdings an, dass ihnen die Zeit für das Vorlesen und vor allem die Wahl des richtigen Lesestoffs fehlt. `Mein Papa liest auch vor!` eröffnet Vätern und natürlich auch Müttern, Großeltern und Verwandten einen einfachen Zugang zu tollen Geschichten. Wir hoffen, dass sich neben den Sparkassen landesweit viele weitere Unternehmen an dem Projekt beteiligen und den Kindern ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Zugänge zum Lesen ermöglichen.“

„Lesen ist wichtig und Vorlesen eine tolle Sache. Deshalb möchten wir die schleswig-holsteinischen Unternehmen motivieren, an dem kostenlosen Angebot ´Mein Papa liest auch vor!´ teilzunehmen“, sagt Schirmherr Torsten Albig. „Lesen ist Grundlage für die persönliche Entwicklung des Menschen. Es ist die Schlüsselkompetenz für Bildung und Beruf und die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Lesekompetenz ist unabdingbar für eine starke demokratische Gesellschaft und nicht zuletzt auch für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen.“

 „Leseförderung ist sowohl eine politische als auch eine unternehmerische Aufgabe“, ergänzt Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen. „Schon jetzt steht der deutsche Arbeitsmarkt vor großen Herausforderungen, da 14,5 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben und ihnen damit eine wichtige Voraussetzung zur Ausbildungsfähigkeit fehlt. Wir werden daher aktiv die Unternehmen im Bundesland ansprechen, um „Mein Papa liest auch vor!“ in den kommenden drei Jahren in Schleswig-Holstein weiter auszubauen.“ 

Das Projekt wird bislang außerdem in Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen umgesetzt und sukzessive auf alle Bundesländer ausgeweitet. Derzeit nehmen bereits mehr als  1.200 Unternehmen mit circa 3 Millionen Mitarbeitern daran teil.