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Pressemitteilungen

28.09.2015

Rheinland-Pfalz bei „Mein Papa liest vor!“ besonders erfolgreich

Das Projekt fördert die Vorlesekultur in den Familien der Mitarbeiter / Ministerinnen Lemke und Reiß informieren sich bei der SCHOTT AG und rufen zum Mitmachen auf

MPlv Rheinland-Pfalz ©SCHOTT AG

Jedes zehnte „Vorlese-Unternehmen“ in Deutschland stammt aus Rheinland-Pfalz, ein deutlich überproportionaler Wert. 121 Unternehmen aus dem Land beteiligen sich mittlerweile an dem Projekt „Mein Papa liest vor… und meine Mama auch!“ der Stiftung Lesen, das hier von der Bürkle-Stiftung finanziert wird. Bundesweit sind es mittlerweile 1.247 Unternehmen, die ihren insgesamt rund 3 Millionen Mitarbeitern jede Woche eine neue Vorlesegeschichte zur Verfügung stellen. Bildungsministerin Vera Reiß und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, die Schirmherrinnen des Projekts in Rheinland-Pfalz, besuchten heute die SCHOTT AG in Mainz und sprachen mit Eltern, die dort arbeiten und den Service nutzen, und dem Vorstandsvorsitzenden, Dr. Frank Heinricht.

Ministerin Vera Reiß hat die Schirmherrschaft seit ihrem Wechsel an die Spitze des Bildungsministeriums inne. Beim internationalen Technologiekonzern SCHOTT nutzte sie nun die Gelegenheit, das Projekt ganz praktisch kennenzulernen. Ihr Fazit: „Interessierte Väter treffen hier auf ein engagiertes Unternehmen, das seine Mitarbeiter unterstützt. So sollte es sein, denn Bildung ist eine familiäre und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Ministerin Eveline Lemke, die dem Projekt schon seit dem Start in Rheinland-Pfalz 2012 verbunden ist, dankte den teilnehmenden Unternehmen: „Sie  schenken Eltern und Kindern vergnügte oder spannende Unterhaltung – und sie machen der ganzen Gesellschaft ein großes Geschenk: Lesen bildet und Vorlesen hat nachweislichen einen positiven Effekt auf die spätere Bildungs- und Ausbildungsfähigkeit. Ich hoffe, dass unsere Veranstaltung hier dazu beiträgt, dass noch mehr  Unternehmen in Rheinland-Pfalz ihren Mitarbeitern diesen tollen Service ebenfalls anbieten wollen.“

„30 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern nicht regelmäßig vor. Besonders Väter tun sich damit oft schwer. Dadurch fehlt gerade Jungen häufig ein männliches Rollenvorbild für das Lesen. Das wollen wir mit ‚Mein Papa liest vor‘ ändern“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

„Wir unterstützen gerne unsere Mitarbeiter, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, und das möglichst sinnvoll. Wir profitieren von zufriedenen Mitarbeitern heute genauso wie von gut ausgebildetem Nachwuchs in der Zukunft. Denn Bildung fängt mit Lesen an“, so Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG.

„Mein Papa liest vor… und meine Mama auch!“ funktioniert ganz einfach: Über das Intranet ihres Arbeitgebers erhalten Mitarbeiter wöchentlich eine Geschichte von der Stiftung Lesen, die sie einfach und kostenlos herunterladen und mit nach Hause nehmen können. Die Geschichten sprechen die unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen an und berücksichtigen verschiedene Altersgruppen sowie kulturelle Hintergründe. Ein Dossier mit Hintergründen und Tipps erklärt, warum Vorlesen für die Entwicklung der Kinder so wichtig ist. Das Projekt wird bislang in Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen umgesetzt und sukzessive auf alle Bundesländer ausgeweitet.

Das kostenlose Projekt steht allen Unternehmen und Institutionen offen.  Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an meinpapaliestvor@stiftunglesen.de