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Pressemitteilungen

18.12.2015

„Mein Papa liest vor!“ startet in Baden-Württemberg

Projekt bietet berufstätigen Eltern über ihre Arbeitgeber Vorlesegeschichten/Ministerpräsident Kretschmann übernimmt Schirmherrschaft/Auftakt mit Kultusminister Stoch und Schauspieler Gaedt bei Kärcher in Winnenden

Mein Papa - Ba-Wü - Vorleser ©Kärcher / Martin Stollberg

Nicht nur Weihnachtszeit ist Vorlesezeit. Kinder profitieren am meisten, wenn ihnen das ganze Jahr über mehrmals in der Woche vorgelesen wird. Berufstätigen Eltern und besonders Vätern fehlen dafür aber oft Zeit und Ideen. Ihnen hilft die Stiftung Lesen mit dem Projekt „Mein Papa liest vor!“, das heute unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg startet. Jede Woche stellt die Stiftung den teilnehmenden Unternehmen kostenfrei eine Vorlesegeschichte zur Verfügung, die diese ihren Mitarbeitern im Intranet anbieten. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport finanziert das Projekt in Baden-Württemberg zunächst für ein Jahr.

Eines der ersten Unternehmen, das den Service in Baden-Württemberg nutzt, ist Kärcher in Winnenden. Anlässlich seines Besuchs zum Projektstart sagte Kultusminister Stoch, der auch selbst Vater ist: „Lesen ist der Schlüssel zur Bildung. Wenn Mütter und Väter regelmäßig vorlesen, unterstützen sie die Entwicklung ihres Kindes entscheidend. Vorlesen regt die Phantasie an, vermittelt Wissen und weckt bei Jungen und Mädchen Freude am Lesen. Das Projekt ‚Mein Papa liest vor!‘ bietet berufstätigen Eltern eine sehr gute Unterstützung, damit Lesen zum festen Bestandteil des Familienalltags werden kann.“

„Ich habe meiner Tochter viel und gerne vorgelesen, weil ich es als Kind selbst geliebt habe, vorgelesen zu bekommen. Kein Vater sollte sich diese gemeinsame Zeit mit seinem Kind entgehen lassen. Deswegen unterstütze ich das Projekt ‚Mein Papa liest vor!‘ von ganzem Herzen“, so der Schauspieler und Comedian Michael Gaedt, der bei dem Termin gemeinsam mit Minister Stoch einer Kindergruppe vorgelesen hat.

„Wir investieren von jeher gerne und viel in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir damit nicht nur einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten, sondern gleichzeitig unseren Mitarbeitern ein schönes Angebot für ihr Familienleben zur Verfügung stellen können“, sagt Rüdiger Bechstein, Personalleiter von Kärcher.

Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen Dr. Jörg F. Maas sagte abschließend: „Deutschland wird Leseland, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen dafür arbeiten. Deshalb danken wir dem Land Baden-Württemberg für die Finanzierung und Kärcher für das Engagement bei unserem Projekt ‚Mein Papa liest vor!‘“

30 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern nicht regelmäßig vor, und wenn, dann sind es meistens die Mütter. Mit dem Projekt „Mein Papa liest vor!“ will die Stiftung Lesen das ändern. Mehr als 1.300 Unternehmen und Organisationen unterstützen sie dabei bundesweit. Wöchentlich erhalten die Mitarbeiter über das Intranet eine Vorlesegeschichte zum Ausdrucken und werden so dabei unterstützt, ihre Rolle als Lesevorbilder stärker wahrzunehmen. Die Geschichten sprechen die unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen an und berücksichtigen verschiedene Altersgruppen sowie kulturelle Hintergründe. Ein umfassendes Vorlese-Dossier mit Hintergründen und Tipps zum Vorlesen vermittelt zudem, warum Vorlesen für die Entwicklung der Kinder so wichtig ist. Das Projekt wird neben Baden-Württemberg  bislang außerdem in Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein umgesetzt. Die Ausweitung auf alle Bundesländer ist geplant.

Die Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme erfolgt über meinpapaliestvor@stiftunglesen.de.