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Pressemitteilungen

19.06.2017

Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, besucht AfA Speyer und informiert sich über Programm „Lesestart für Flüchtlingskinder“

Bildungsministerin Hubig liest in AfA Speyer vor ©Stiftung Lesen / BMBF / Johannes Stender

Mainz/Speyer, 19. Juni 2016. Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben von Sprache können wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in einem neuen Land sein. Darum hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das dreijährige Programm „Lesestart für Flüchtlingskinder“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms besuchte heute Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Speyer, die von der Stiftung Lesen mit Lesestart-Sets sowie mit Lese- und Medienboxen für die Kinder ausgestattet werden.

„Wenn Integration gelingen soll, dann muss sie früh beginnen. Schon in den Erstaufnahme-einrichtungen können hierfür wichtige Grundsteine gelegt werden. Einer dieser Grundsteine ist das Erlernen der deutschen Sprache. Hier setzt das Programm der Stiftung Lesen an, das sich an Flüchtlingskinder in den Erstaufnahmeeinrichtungen wendet und das ich sehr gerne unterstütze. Vorlesen, zuhören und über die Texte sprechen – das alles hilft den Kindern bei der Orientierung in einer neuen Umgebung und dem Erlernen der deutschen Sprache“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. In der Spielstube der AfA las Hubig heute den Kindern aus dem Buch „Viele bunte Sachen suchen mit Jakob und Conni – Wimmel-Spielplatz-Spaß“.

Im Rahmen des Programms erhalten Flüchtlingskinder bis fünf Jahre in Erstaufnahme-einrichtungen ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Buch. Allen Erstaufnahme-einrichtungen wird darüber hinaus in jedem Programmjahr eine Lese- und Medienbox für die pädagogische Arbeit mit Kindern bis zwölf Jahren zur Verfügung gestellt. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein Seminar-Angebot für Festangestellte und ehrenamtliche Vorlesepaten, Initiativen und andere Freiwillige in Erstaufnahmeeinrichtungen, um die Zusammenarbeit von regionalen Akteuren der Leseförderung mit den Erstaufnahmeeinrichtungen zu unterstützen.

Melitta Göres, Projektleiterin von „Lesestart für Flüchtlingskinder“ bei der Stiftung Lesen, erläuterte: „Die Sets und die Medienboxen helfen Kindern und ihren Familien in Erstaufnahmeeinrichtungen, sich spielerisch mit der neuen Umgebung und Sprache auseinanderzusetzen. Nach gut einem Jahr der Förderung sind hier in Speyer die Grundlagen für eine erste Sprachkompetenz bei den Kindern gesetzt. Gleichzeitig haben wir das Engagement von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort unterstützt, und konnten so ein breites Leseförderungsnetzwerk aufbauen. Wir ermöglichen so den geflüchteten Kindern und Familien einen guten Start in Deutschland.“

Weitere Informationen: www.lesestart-fuer-fluechtlingskinder.de