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Pressemitteilungen

23.07.2018

„Lesescouts“ begeistern gleichaltrige Mitschüler, geflüchtete Kinder und Jugendliche für das Lesen

Land Rheinland-Pfalz setzt Förderung von Projekt der Stiftung Lesen auch 2018 fort

Wenn du liest, lese ich auch – ganz nach diesem Motto funktioniert das Projekt „Lesescouts“ der Stiftung Lesen. Jugendliche wecken bei Gleichaltrigen durch verschiedene Aktionen das Interesse am Lesen: Buch- und Medienempfehlungen werden in kurze Videoclips verpackt, ein Lese-Quiz oder Poetry Slam an der eigenen Schule organisiert. Ihre Begeisterung für das Lesen teilen sie dabei nicht nur mit Mitschülerinnen und Mitschülern, sondern auch mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen.

Für eine solche zeitgemäße und nachhaltige Leseförderung setzen sich in Rheinland-Pfalz seit 2002 die „Lesescouts“ ein. Rund 2.200 Schüler an weiterführenden Schulen wurden bereits ausgebildet, weitere werden in diesem Jahr folgen. Die Lesescouts sind fester Bestandteil der Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“.

Die Ministerin für Bildung in Rheinland-Pfalz ist von dem Konzept überzeugt: „Die Lesescouts sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Schullandschaft in Rheinland-Pfalz. Es ist toll, mit wieviel Begeisterung die Lesescouts bei der Sache sind und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mit dieser Begeisterung anstecken. Bedanken möchte ich mich auch bei den rund 300 Lehrkräften, die sich landesweit im Rahmen des Projektes engagieren“, erklärt Dr. Stefanie Hubig. „Wir freuen uns sehr, das Projekt auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Stiftung Lesen fortzusetzen.“

Die Initiative basiert auf dem sogenannten Peer Group Effekt: Jugendliche motivieren ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zum Lesen. Meinungen und Empfehlungen Gleichaltriger haben häufig einen höheren Stellenwert als die Ratschläge von Eltern und Lehrkräften. Um diesen Effekt optimal nutzen zu können, unterstützen Referenten der Stiftung Lesen die Lesescouts mit Workshops. Hier wird zum Beispiel das abwechslungsreiche und lebendige Vorlesen geübt. Zudem werden digitale Medien als Instrumente der Vermittlung erprobt. Weitergeführt wird der Workshop „Hand in Hand – gemeinsam gestalten“, der seit dem vergangenen Jahr angeboten wird. Dort erfahren die Lesescouts, welche Aktionen sie gemeinsam mit ihren geflüchteten Mitschülerinnen und Mitschülern starten und so zu ihrer Integration beitragen können.

Ausgestattet mit dem Know-how aus den Workshops sowie Medienpaketen und Lesestoff organisieren die Lesescouts Vorleseaktionen an der eigenen Schule. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betont: „Kreative Ideen und ansprechende Formate eignen sich besonders gut, um auch leseferne Kinder mitzunehmen. Unser Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen aus allen Altersgruppen und Herkunftsländern die Freude am Lesen zu wecken. Denn Lesekompetenz kommt nicht nur ihren schulischen Leistungen zugute, sondern auch ihrer persönlichen Entwicklung. Über die starke Unterstützung des Bildungsministeriums freuen wir uns sehr. Rheinland-Pfalz hat sich als erstes Bundesland am Projekt beteiligt und ist damit nicht nur Vorreiter, sondern auch Vorbild für andere Bundesländer.“