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Pressemitteilungen

22.05.2019

Leseclub an Grundschule Linnich eröffnet

Stiftung Lesen richtet Club mit Mitteln aus Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ein/ Regelmäßige Medienpakete für Schule / Begrüßung durch den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Th

Davon haben viele Schülerinnen und Schüler an der Grundschule Linnich geträumt: Ein Raum voller Bücher, Zeitschriften, anderen Medien und gemütlichen Möbeln. Dieser Raum wurde heute eröffnet – der Leseclub. Hier können die Kinder gemeinsam lesen, spielen, Geschichten als Theaterstück aufführen oder etwas dazu basteln. Eingerichtet wird der Leseclub von der Stiftung Lesen mit Mitteln aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.

Bildungsstaatssekretär Thomas Rachel kam zur Eröffnung des Leseclubs und hob die Bedeutung von „Kultur macht stark“ mit folgenden Worten hervor: „Mit ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ verbessern wir die Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Denn gerade sie sind es, die aufgrund von schwierigen sozialen oder finanziellen Verhältnissen oft keinen Zugang zu außerschulischen, kulturellen Bildungsangeboten haben. Das wollen wir ändern. Mit attraktiven Angeboten, wie etwa dem Leseclub, schaffen wir diese Zugänge.“

„Hier im Leseclub beschäftigen sich Mädchen und Jungen in ihrer Freizeit mit Geschichten und Büchern, lesen gemeinsam, bringen anderen ihre Freude am Lesen näher. So erhalten sie wohnortnahe Zugänge zu kultureller Bildung. Die Betreuung übernehmen Eltern oder andere Ehrenamtliche, die so ein breites Netzwerk und attraktives Bildungsangebot schaffen“, ergänzt Wolf Borchers von der Stiftung Lesen.

Marion Schunck-Zenker, Bürgermeisterin der Stadt Linnich, dankte für die Möglichkeit dieses besondere Angebot in der Stadt Linnich zu installieren: „Der Leseclub ist eine hervorragende Ergänzung unseres Bildungsangebots und eine Bereicherung für die Schülerinnen und Schüler. Neben der Stiftung Lesen und dem BMBF ist es aber auch dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement der Lesepaten und den Schulleiterinnen Susanne Kösters und Silvia Wilden zu verdanken, dass die Mädchen und Jungen hier einen ganz neuen und intensiven Zugang zum Lesen bekommen.“

Die Leseclubs sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen. Das Konzept unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Mittlerweile besuchen über 40.000 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren regelmäßig die rund 275 Leseclubs, die die Stiftung Lesen durch Mittel des vom BMBF geförderten Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ mit lokalen Bündnispartnern in allen Bundesländern eingerichtet hat. Die Kinder treffen sich in den außerunterrichtlichen Lernumgebungen, um gemeinsam zu lesen, zu spielen und mit verschiedenen Medien zu arbeiten und kreative Ideen zu entwickeln.

Neben einer umfangreichen Medienausstattung erhalten die Leseclub-Betreuer Weiterbildungen. Diese tragen entscheidend zum erfolgreichen Aufbau und einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Leseclubs bei, die auf der engagierten Arbeit von deutschlandweit über 1.000 Betreuer/-innen basieren. In den Leseclubs können Kinder betreute freizeitorientierte Angebote wahrnehmen, die ohne Notendruck ihre Lesemotivation steigern. Sie eröffnen besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen. So erreichen sie auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen. Die Leseclubs machen sich den sogenannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und zum regelmäßigen Lesen zu motivieren.