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Pressemitteilungen

04.10.2019

Dorothee Bär eröffnet Leseclub in Ebelsbach

Stiftung Lesen richtet Club mit Mitteln aus Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ein / Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanz-leramt, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, liest vor

Leseclub Eröffnung Ebelsbach ©Stiftung Lesen

In der Schulkindbetreuung Ebelsbach eröffnet ein neuer Leseclub. Hier können ab sofort die Kinder unterstützt von ehrenamtlichen Lesepatinnen und -paten gemeinsam lesen, spielen, Geschichten als Theaterstück aufführen oder etwas dazu basteln. Eingerichtet wird der Leseclub von der Stiftung Lesen mit Mitteln aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.

Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung nahm an der feierlichen Eröffnung des Leseclubs teil: „Vorlesen und Lesen fördert schon von klein auf die Kreativität und unterstützt die persönliche Entwicklung. In den Genuss des Lesens sollten alle Kinder und Jugendlichen kommen, denn Lesen ist nicht nur ein Eintauchen in andere Welten, sondern auch Austausch mit anderen über das Gelesene. Im Leseclub finden die Kinder all dies neben Büchern, digitalen Medien und Apps. Die Leseclubs verbessern Bildungschancen und machen allen Spaß. Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen bei diesem Projekt.“

„Nur wer lesen kann, hat Chancen auf schulischen und beruflichen Erfolg. Mit Leseclubs wird insbesondere bildungsbenachteiligten Kindern die Möglichkeit geboten, ihre Lesemotivation zu entdecken. Mehr als 1.000 Ehrenamtliche engagieren sich bundesweit in den freizeitorientierten Angeboten und setzen sich damit dafür ein, Chancen auf Bildung zu verbessern. Ich freue mich, den Leseclub in Ebelsbach in dem deutschlandweiten Netz der über 300 Leseclubs von ‚Kultur macht stark‘ willkommen heißen zu können“, ergänzt Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen.

Angelika Schmitt, Rektorin der Grundschule Ebelsbach, fügt hinzu: „Für Kinder ist es ungemein wichtig zusätzlich zur Schule eigene Zugänge zum Lesen finden zu können. Mit dem Leseclub haben Kinder aus Ebelsbach und seinen Ortsteilen nun die Gelegenheit erhalten, an einem gemeinsamen Ort Geschichten zu entdecken, ins Gespräch zu kommen und neue Freunde zu finden. Deshalb bin ich der Stiftung Lesen, unserer Partnerinstitution und vor allem unseren ehrenamtlichen Betreuern dankbar, dass sie dies gemeinsam mit der Schule ermöglichen.“ 

„Die Schulkindbetreung Ebelsbach möchte mit ihrem Angebot nicht nur helfen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren, sondern auch einen Beitrag zur Erziehung der Kinder leisten. Neben den vielen bestehenden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, wird der Leseclub einen entscheidenden und neuartigen Beitrag dazu leisten. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern schaffen wir mit dem Leseclub für die Kinder einen Raum, in dem sie Lesen lernen, neue Welten entdecken und den eigenen Interessen nachgehen können“, so Julia Schätzlein-Sennert, Leiterin der Schulkindbetreuung Ebelsbach.

Die Leseclubs sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen. Das Konzept unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Mittlerweile besuchen über 10.000 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren regelmäßig die rund 300 Leseclubs, die die Stiftung Lesen durch Mittel des vom BMBF geförderten Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ mit lokalen Bündnispartnern in allen Bundesländern eingerichtet hat. Die Kinder treffen sich in den außerunterrichtlichen Lernumgebungen, um gemeinsam zu lesen, zu spielen und mit verschiedenen Medien zu arbeiten und kreative Ideen zu entwickeln.

Neben einer umfangreichen Medienausstattung erhalten die deutschlandweit über 1.000 Betreuer/-innen ein umfassendes Weiterbildungsprogramm. Dieses trägt entscheidend zum erfolgreichen Aufbau und einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Leseclubs bei. In den Leseclubs können Kinder betreute freizeitorientierte Angebote wahrnehmen, die ohne Notendruck ihre Lesemotivation steigern. Sie eröffnen besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen. So erreichen sie auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen. Die Leseclubs machen sich den sogenannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und zum regelmäßigen Lesen zu motivieren.