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Pressemitteilungen

01.10.2014

Kinderbuchautor Boris Pfeiffer engagiert sich mit einer Vorleseaktion für „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ in Grimma

 Um auf das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte und von der Stiftung Lesen durchgeführte bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ aufmerksam zu machen, las Kinderbuchautor Boris Pfeiffer gestern in der Johann-Gottfried-Seume-Bibliothek in Grimma Kindern der Grimmaer Kindertagesstätte Sprungbrett aus dem Buch „Apfelsaft holen“ vor. Anschließend übergab er den anwesenden Kindern gemeinsam mit der Bibliotheksleiterin Katrin Örtl und Stephanie Lange, PR-Managerin bei der Stiftung Lesen, Lesestart-Sets. Die Sets für dreijährige Kinder und deren Eltern enthalten je ein altersgerechtes Kinderbuch sowie Tipps und Informationsmaterialien zum Vorlesen und Erzählen für Eltern, die zusätzlich  auf  Polnisch,  Russisch  und Türkisch  angeboten  werden.

Boris Pfeiffer engagiert sich aus persönlicher Überzeugung für die Leseförderung: „Alle Kin-der sehnen sich danach, vorgelesen zu bekommen, selbst zu lesen, Fragen zu stellen und im Dialog am Leben teilnehmen zu können. Sprache ist nicht nur der Schlüssel zur Teilhabe am Leben, sie ist das hervorstechende Mittel zur Gestaltung der Welt und unserer Gesellschaft. Kindern mittels Lesen und Schreiben Stärke und Kraft der Sprache zu vermitteln, ist ein we-sentlicher Teil meiner Arbeit als Kinderbuchautor.“

Die Stiftung Lesen wurde vor Ort durch Stephanie Lange vertreten, die betonte: „Die bisheri-gen Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung zu Lesestart zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind: Fast alle Eltern, die die Lesestart-Sets erhalten, beschäftigen sich mit den Materialien, zwei Drittel davon sehr intensiv. 62 Prozent der Eltern greifen Tipps auf und erhöhen z. B. ihr Vorlesepensum im Alltag und ein Viertel der Eltern bemerkt positive Veränderungen in ihren Einstellungen zum Thema und in ihrem Vorleseverhalten“. Das Programm wird von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe von der Universität zu Köln und Dr. Claus Barkmann vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Ziele sind die laufende Optimierung der Programmumsetzung sowie die begleitende Wirkungsanalyse.


Im Rahmen des Programms, das vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv), Borromäus-verein e. V., Evangelisches Literaturportal e. V., Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, wird die Johann-Gottfried-Seume-Bibliothek in Grimma zusammen mit vielen weiteren Bibliotheken bundesweit zur zentralen Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.
Das Lesestart-Programm begleitet Familien von Anfang an mit drei kostenlosen Lesestart-Sets, die je ein altersgerechtes Buch sowie Tipps  und  Informationen  zum  Vorlesen und Erzählen enthalten. An der ersten Programmphase, die sich an Eltern mit einjährigen Kindern richtet, beteiligen sich rund 5.000 Kinder- und Jugendärzte, die im  Rahmen  der  U6-Vorsorgeuntersuchungen das erste Set weitergeben. Seit November 2013 bekommen Eltern mit dreijährigen Kindern in über 4.800 Bibliotheken in ganz Deutschland das zweite Lesestart-Set mit einem altersgerechten Buch, Informationen zum Vorlesen, Lesetipps und einem Bibliotheks-Wimmelposter. Für die dritte Lesestart-Phase ab 2016 ist für jedes Kind mit dem Eintritt in die Schule ein Set vorgesehen. Insgesamt werden auf diese Weise bis 2018 rund 4,5 Millionen Lesestart-Materialien an Eltern und ihre Kinder weitergereicht: Je 1,2 Millionen Sets in den ersten beiden Phasen und 2,1 Millionen in der dritten Phase.


Informationen zum bundesweiten Lesestart-Programm finden Sie auch auf www.lesestart.de sowie auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/Lesestart.