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Pressemitteilungen

03.03.2015

Deutschlands Bibliotheken setzen mit „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ nachhaltige Impulse in der frühkindlichen Leseförderung

LS II in den Bibliotheken ©Stiftung Lesen / BMBF / Tamara Jung-König

Frühkindliche Leseförderung ist ein wichtiges Feld moderner Bibliotheksarbeit. Deswegen stehen die Bibliotheken in Deutschland als zentraler Partner im Mittelpunkt der aktuellen zweiten Phase des Leseförderprogramms „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“. Im Rahmen dieses Programms bringen die Bibliotheken Familien mit Kindern ab drei Jahren ihr Angebot näher und setzen so erfolgreich nachhaltige Impulse in der Leseförderung, wie auch die wissenschaftliche Begleituntersuchung zu Lesestart belegt.

Die über 5.000 teilnehmenden Bibliotheken organisieren regelmäßig Lesestart-Veranstaltungen; im Schnitt steigerte sich das Veranstaltungsangebot durch Lesestart um 36 Prozent pro Monat. Außerdem haben 72 Prozent der Bibliotheken neue Bücher und Medien für die Lesestart-Zielgruppe angeschafft. Motiviert durch die Möglichkeiten, die das Programm den Bibliotheken eröffnet, wollen sich 86 Prozent von ihnen „ganz sicher“ und weitere 10 Prozent „vielleicht“ auch an der dritten Runde der zweiten Programmphase beteiligen, für die sich interessierte Bibliotheken noch bis September 2015 registrieren können. Die ersten beiden Programmphasen von Lesestart werden von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe von der Universität zu Köln und Dr. Claus Barkmann vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Ziele sind die laufende Optimierung der Programmumsetzung sowie die begleitende Wirkungsanalyse.

Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme und Projekte bei der Stiftung Lesen, freut sich über das große Engagement der Bibliotheken: „Bibliotheken in ganz Deutschland nutzen die neuen Möglichkeiten, die das Lesestart-Programm ihnen bietet, und setzen die Programminhalte auf vielfältige Weise um. Sie stecken viel Energie und Kreativität in die Ansprache von Familien mit dreijährigen Kindern. So gelingt es ihnen, Hemmschwellen abzubauen und abwechslungsreiche Angebote zu machen, die eine nachhaltig positive Wirkung auf das Vorleseverhalten in den Familien haben.“

Barbara Schleihagen, die Geschäftsführerin des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv), der gemeinsam mit dem Borromäusverein e.V., dem Evangelischen Literaturportal e.V., dem Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen das Lesestart-Programm unterstützt, weist auf die große Bedeutung eines breiten Netzwerks für erfolgreiche Leseförderung hin: „Eine besondere Herausforderung stellt die Zielgruppe des Lesestart-Programms dar: Die Zusammenarbeit mit sozialen und kommunalen Institutionen vor Ort ist grundlegend, um insbesondere die Kinder, denen wenig oder gar nicht vorgelesen wird, zu erreichen. Die Bibliotheken profitieren dabei von ihren Netzwerken und nutzen das Lesestart-Programm, um diese für die nachhaltige und breitenwirksame Leseförderung aller Kinder zu erweitern und langfristig zu festigen.“

Alle Projektpartner sind sich einig, dass das Lesestart-Programm den Bibliotheken eine große Chance bietet, um neue Bibliotheksbesucher anzusprechen und die Bibliotheken bei den dafür notwendigen Anstrengungen und Wandlungsprozessen zu unterstützen.