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Pressemitteilungen

12.07.2016

Sylvia Löhrmann, stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW, engagiert sich für „Lesestart für Flüchtlingskinder“ in der Zentralen Unterbringungseinrichtung Hemer

LS für FK mit Löhrmann in Hemer ©Alex Büttner

Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben von Sprache können wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in einem neuen Land sein. Darum hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das dreijährige Programm „Lesestart für Flüchtlingskinder“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms übergab heute Sylvia Löhrmann, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, in der Zentralen Unterbringungseinrichtung Hemer gemeinsam mit Stephanie Lange, PR-Managerin bei der Stiftung Lesen, Lesestart-Sets an Eltern und Kinder sowie eine Lese- und Medienbox an die Leitung der Einrichtung.

„In Erstaufnahme- und Zentralen Unterbringungseinrichtungen beginnt für viele geflüchtete Kinder und ihre Familien ein neuer Lebensabschnitt. Hier wird auch der Grundstein für eine erfolgreiche Integration gelegt – beispielsweise mit regelmäßigen Vorleseangeboten, die den Kindern vor Ort eine Orientierungshilfe in der neuen Umgebung sind. Es freut mich sehr, dass auch Hemer am Programm ‚Lesestart für Flüchtlingskinder‘ teilnimmt und so geflüchtete Familien bei ihrem Start in Deutschland optimal unterstützt“, sagte Sylvia Löhrmann.

Im Rahmen des Programms erhalten Flüchtlingskinder bis fünf Jahre in Erstaufnahmeeinrichtungen ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Buch. Allen Erstaufnahmeeinrichtungen wird darüber hinaus in jedem Programmjahr eine Lese- und Medienbox für die pädagogische Arbeit mit Kindern bis zwölf Jahren zur Verfügung gestellt. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein Seminar-Angebot für ehrenamtliche Vorlesepaten, Initiativen und andere Freiwillige in Erstaufnahmeeinrichtungen, um die Zusammenarbeit von regionalen Akteuren der Leseförderung mit den Erstaufnahmeeinrichtungen zu unterstützen.

Stephanie Lange erläuterte: „Die Sets und die Medienboxen helfen Kindern und ihren Familien in Erstaufnahmeeinrichtungen, sich spielerisch mit der neuen Umgebung und Sprache auseinanderzusetzen. Gleichzeitig unterstützen wir so das Engagement von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, um schon von Anfang an ein breites Leseförderungsnetzwerk im Umfeld der Erstaufnahmeeinrichtungen aufzubauen und geflüchteten Kindern so einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen.“