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Pressemitteilungen

11.05.2017

Lesescouts begeistern Gleichaltrige für das Lesen und helfen bei Integration geflüchteter Mitschüler

Land Rheinland-Pfalz setzt Förderung von Projekt der Stiftung Lesen auch 2017 fort

Mit Vorleseaktionen, einem literarischen Menü oder selbstgestalteten Hörbüchern wecken jugendliche „Lesescouts“ bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Interesse und Freude am Lesen. Aber sie teilen nicht nur ihre Begeisterung für das Lesen mit Gleichaltrigen, sondern engagieren sich auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche.

Das Land Rheinland-Pfalz setzt die Förderung des Projekts der Stiftung Lesen auch 2017 fort. Bereits seit 2002 werden Lesescouts in Rheinland-Pfalz als fester Bestandteil der Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ ausgebildet.

Das Know-how dafür erhalten die Lesescouts in Basis-Workshops, die von Referentinnen und Referenten der Stiftung Lesen durchgeführt werden. Neu in 2017 ist ein Workshop mit dem Titel „Hand in Hand – gemeinsam gestalten“. In diesem Workshop erfahren die Lesescouts, welche Aktionen sie gemeinsam mit ihren geflüchteten Mitschülerinnen und Mitschülern starten können, um so zu ihrer Integration beizutragen. In anderen Workshops erhalten die Lesescouts z. B. Tipps rund um das Vorlesen oder den Einsatz digitaler Medien für die Leseförderung. Denn insbesondere für Kinder und Jugendliche, die weniger gerne lesen und für die das Lesen nicht zum Alltag gehört, bergen digitale Medien ein großes Leseförderpotenzial.

„Die Schulen in Rheinland-Pfalz beweisen ein beeindruckendes Engagement: Über 2.000 Schülerinnen und Schüler sind bereits zu ‚Lesescouts’ ausgebildet worden. Allein im Rahmen dieses Projekts sind zudem rund 300 Lehrkräfte an ihren Schulen aktiv und werben für das Lesen. Wir freuen uns deshalb sehr, das Projekt auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Stiftung Lesen fortzusetzen“, betont Dr. Stefanie Hubig, Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, ergänzt: „Junge Menschen können ihre eigene Begeisterung für das Lesen besonders überzeugend und authentisch an Gleichaltrige weitergeben. Dafür nutzen sie nicht nur Bücher, sondern zunehmend auch digitale Medien. Unser Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen Interesse und Freude am Lesen zu wecken, so ihre Lesekompetenz zu fördern und dem pubertären ‚Leseknick’ entgegenzuwirken. Über die starke Unterstützung des Bildungsministeriums freuen wir uns sehr: Rheinland-Pfalz hat sich als eines der ersten Bundesländer am Projekt beteiligt und ist damit nicht nur Vorreiter, sondern auch Vorbild für andere Bundesländer.“

Weitere Informationen zu den Lesescouts finden Sie unter: https://www.stiftunglesen.de/programmbereich/jugend-und-freizeit/lesescouts

Die Stiftung Lesen ist anerkannter, kompetenter und unabhängiger Partner und Anwalt für das Lesen. Sie fördert Lesekompetenz und Zugänge zum Lesen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen in allen Medien. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern – Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen – Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch. Zu ihren herausragenden Initiativen zählen der jährliche „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Zahlreiche Prominente unterstützen die Stiftung als Lesebotschafter. Die Stiftung Lesen wurde 1988 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.