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05.12.2017

Leseförderung braucht breites Bündnis

Bündnisse für Bildung - Motiv Literatur, Schreiben, Kunst ©Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Lesekompetenz von Grundschülern hat sich in Deutschland seit 2001 nicht verbessert, zeigt die neue IGLU-Studie. Weiterhin hängt der Bildungserfolg zu stark von der Herkunft ab. Statt über die verschlechterte Platzierung in internationalen Rankings zu klagen oder die Ursache nur an den Grundschulen zu suchen, schließt sich die Stiftung Lesen den Folgerungen der Studie nach mehr und differenzierterer Leseförderung an. Diese kann nur in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gelingen.

„Die Lehre aus IGLU 2016 heißt weitermachen, nicht resignieren – mit Blick auf die Kinder, nicht auf Rankings. Die Impulse, Themen und Texte müssen so vielfältig sein wie die Schülerinnen und Schüler. Das gilt für alle Fächer und für außerunterrichtliche sowie entscheidend auch für frühkindliche Angebote der Leseförderung", so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

Konkret heißt das zum Beispiel: Lesen lernt am besten, wer Spaß daran hat. Neben Büchern eignen sich dafür Zeitschriften, Sachtexte und digitale Medien, die oft nah an den Interessen und Lebenswelten auch leistungsschwacher Kinder sind. Viele Angebote im Lehrerclub der Stiftung Lesen setzen genau hier an.

Und: Lesen braucht Freiraum statt (nur) Leistungsdruck. 400 Leseclubs sind erst ein Anfang. Die Stiftung Lesen begrüßt die Fortsetzung und den Ausbau des Angebots im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bewerbungen für bestehende und neue Leseclubs sind ab sofort bis 31. Januar bzw. 28. Februar 2018 möglich: www.leseclubs.de