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Pressemitteilungen

13.12.2017

BNP Paribas Stiftung und Stiftung Lesen ermöglichen sechs Leseclubs an Inklusionsschulen

Gemeinsame Initiative mit Pilotcharakter an inklusiven Grundschulen / Erster Leseclub in Frankfurt-Nied eröffnet

Leseclub Friedrich-List-Schule / BNP Paribas Stiftung ©Stiftung Lesen

Im Schuljahr 2017/2018 ermöglicht die BNP Paribas Stiftung gemeinsam mit der Stiftung Lesen deutschlandweit die Eröffnung von sechs Leseclubs an Inklusionsschulen. Damit will sich die deutsche Stiftung der BNP Paribas Gruppe für die Bildungs- und Chancengleichheit der Grundschüler einsetzen. Die Leseclubs werden sukzessive an inklusiven Grundschulen in München, Nürnberg, Berlin, Frankfurt, Duisburg und Essen eingerichtet. Dort werden Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Der Leseclub ermöglicht auch außerhalb der Unterrichtszeiten ein inklusives Angebot an den Schulen: Alle Schülerinnen und Schüler können sich dort gemeinsam treffen und in einer freizeitorientierten Atmosphäre Bücher kennenlernen, zusammen lesen, Geschichten entdecken und kreativ dazu basteln, malen oder kleine Theaterstücke aufführen.

 

Der erste Leseclub wurde heute gemeinsam mit Astrid Schülke (Mitglied des Stiftungsvorstands der BNP Paribas Stiftung), Sabine Uehlein (Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen) und Tobias Kämmerer (hr3-Moderator) an der Friedrich-List-Schule in Frankfurt-Nied eröffnet.

 

„BNP Paribas ist sich der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Aus diesem Grund möchten wir Kindern, unabhängig ihrer Herkunft, körperlichen oder schulischen Voraussetzungen, gleichberechtigte Chancen auf Bildung ermöglichen. Mit den Leseclubs möchten wir Freude am Lesen vermitteln, da Lesen die Grundlage für einen erfolgreichen Werdegang ist. So werden Sprachfähigkeiten, Sozialkompetenz und gleichzeitig schulische Leistungen gefördert“, sagt Astrid Schülke. Die Förderung von Kindern ist für die BNP Paribas Stiftung eine Investition in die Zukunft, die alle Teilnehmer einer Gesellschaft gemeinsam gestalten.

 

Neben Ehrenamtlichen und Lehrkräften können sich auch Mitarbeiter der Bank freiwillig in den Leseclubs engagieren. Alle Betreuerinnen und Betreuer erhalten regelmäßig Schulungen in Form von Präsenzweiterbildungen und Webinaren durch die Stiftung Lesen, die ihnen Anregungen für die Arbeit mit Kindern geben. Mitarbeiter der Bank werden hierfür im Rahmen eines Corporate-Volunteering-Programms freigestellt.

 

„Wir begrüßen es, dass sich die BNP Paribas Stiftung und die Mitarbeiter von BNP Paribas aktiv dafür einsetzen, die Chancen von Kindern und Jugendlichen durch kulturelle Angebote wie die Leseclubs zu verbessern. Mitarbeiter der Bank engagieren sich bereits seit vielen Jahren beim Bundesweiten Vorlesetag, nun können sie sich nachhaltig an ihrem Standort als Corporate Volunteer auch in Leseclubs engagieren. Wir freuen uns sehr auf den Einsatz und den Austausch“, sagt Sabine Uehlein.

 

„Zu uns kommen Kinder mit unterschiedlichsten Erfahrungen“, sagt Kim Reitzammer, stellvertretende Schulleiterin der Friedrich-List-Schule in Frankfurt-Nied. „Wir wollen allen Kindern unabhängig von ihrem jeweiligen Lernstand und Leistungsvermögen gerecht werden. Das erreichen wir mit verschiedenen pädagogischen Maßnahmen, auch im Nachmittagsbereich. Mit dem Leseclub haben wir nun ein weiteres attraktives Nachmittagsangebot für unsere Schülerinnen und Schüler, mit dem sie sich in ihrer Freizeit ganz ohne Druck mit Bücher und dem Lesen beschäftigen können.“

 

„Das Vorlesen ist für mich untrennbar mit meiner Kindheit verbunden. Noch heute denke ich oft an die Momente zurück, in denen ich in eine Geschichte abtauchen und große Abenteuer erleben durfte. Ich freue mich sehr, dass sich die Stiftung Lesen und die BNP Paribas Stiftung dafür einsetzen, dass möglichst viele Kinder diese Erfahrung machen und miteinander teilen dürfen“, ergänzt Tobias Kämmerer.

 

Die Leseclubs sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen. Das Konzept unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Mittlerweile besuchen über 10.000 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren regelmäßig die rund 400 Leseclubs, die die Stiftung Lesen mit lokalen Bündnispartnern bisher in allen Bundesländern eingerichtet hat. Die Kinder treffen sich in den außerunterrichtlichen Lernumgebungen, um gemeinsam zu lesen, zu spielen und mit verschiedenen Medien zu arbeiten und kreative Ideen zu entwickeln.

 

Neben einer umfangreichen Medienausstattung erhalten die Leseclub-Betreuer Präsenzweiterbildungen. Diese tragen entscheidend zum erfolgreichen Aufbau und einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Leseclubs bei, die auf der engagierten Arbeit von deutschlandweit über 1.000 Betreuern basieren. In den Leseclubs können Kinder betreute freizeitorientierte Angebote wahrnehmen, die ohne Notendruck ihre Lesemotivation steigern. Sie eröffnen besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen. So erreichen sie auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen. Die Leseclubs machen sich den sogenannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und zum regelmäßigen Lesen zu motivieren.