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Pressemitteilungen

12.07.2018

Leseclub „Kreislesekids“ in Kreisverwaltung Düren wird weiter gefördert

Stiftung Lesen unterstützt Club weiterhin mit Mitteln aus „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ / Feierstunde mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Thomas Rachel, MdB

In den fünf Jahren seines Bestehens wurden im Leseclub „Kreislesekids“ in der Kreisverwaltung Düren schon hunderte Geschichten entdeckt. Und auch in den kommenden fünf Jahren können sich die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren hier mit noch mehr Geschichten auseinandersetzen. Möglich wird dies, weil der Leseclub weiterhin mit Mitteln aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.

Anlässlich der Verlängerung der Förderung fand heute ein Fest im Leseclub statt, an dem der Parlamentarische Staatssekretär und Dürener Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel, Dr. Jörg F. Maas (Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen), Wolfgang Spelthahn (Landrat Kreis Düren), Elke Ricken-Melchert (Kreisverwaltung Düren, Leitung Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren) und Kira Fackeldey (Kreisverwaltung Düren, Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren), Kinder und Ehrenamtlerinnen des Leseclubs teilnahmen.

„Der Leseclub hier in der Kreisverwaltung ist zu einer echten Institution in Düren geworden. Wir bieten drei Mal in der Woche offene Nachmittage an, die regelmäßig von rund 30 Kindern genutzt werden“, sagt Wolfgang Spelthahn. „Die Betreuung der Kinder übernehmen sieben Ehrenamtliche. Wir freuen uns daher sehr, dass der Club künftig weiter mit Medienpaketen und einem Weiterbildungsprogramm gefördert wird“, Elke Ricken-Melchert. Kira Fackeldey fügt hinzu, dass das Engagement von Ehrenamtlichen im Kreis Düren sehr geschätzt und gefördert wird und die Leseclub-Betreuerinnen somit einen wichtigen Beitrag für die Kinder in unserer Gesellschaft leisten.

Thomas Rachel betont die Bedeutung von „Kultur macht stark“ mit folgenden Worten: „Mit ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ verbessern wir die Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Denn gerade sie sind es, die aufgrund von schwierigen sozialen oder finanziellen Verhältnissen oft keinen Zugang zu außerschulischen, kulturellen Bildungsangeboten haben. Das wollen wir ändern. Der Leseclub in Düren war einer der ersten, der als attraktives Angebot eingerichtet wurde und nun bis mindestens Ende 2020 gefördert wird. Hier kommen viele Kinder aus unterschiedlichen Nationen zusammen und lernen auf spielerische Art und Weise besser zu lesen.“

„Hier in Düren wird das gelebt, was wir mit den Leseclubs erreichen wollen: Mädchen und Jungen beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Geschichten und Büchern, lesen gemeinsam, bringen anderen ihre Freude am Lesen näher. So erhalten sie wohnortnahe Zugänge zu kultureller Bildung. Die Betreuung übernehmen Eltern oder andere Ehrenamtliche, die so ein breites Netzwerk und attraktives Bildungsangebot schaffen. Nach diesem Vorbild wollen wir bundesweit bis 2022 noch 200 weitere Leseclubs einrichten und die bereits bestehenden verlängern“, ergänzt Dr. Jörg F. Maas.

Die Leseclubs sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen. Das Konzept unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Bislang besuchten über 40.000 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren regelmäßig die rund 275 Leseclubs, die die Stiftung Lesen durch Mittel des vom BMBF geförderten Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ mit lokalen Bündnispartnern in allen Bundesländern zwischen 2013 und 2017 eingerichtet hat. Die Kinder treffen sich in den außerunterrichtlichen Lernumgebungen, um gemeinsam zu lesen, zu spielen und mit verschiedenen Medien zu arbeiten und kreative Ideen zu entwickeln.

Neben einer umfangreichen Medienausstattung erhalten die Leseclub-Betreuer Weiterbildungen. Diese tragen entscheidend zum erfolgreichen Aufbau und einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Leseclubs bei, die auf der engagierten Arbeit von deutschlandweit rund 1.000 Betreuer/-innen basieren. In den Leseclubs können Kinder betreute freizeitorientierte Angebote wahrnehmen, die ohne Notendruck ihre Lesemotivation steigern. Sie eröffnen besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen. So erreichen sie auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen. Die Leseclubs machen sich den sogenannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und zum regelmäßigen Lesen zu motivieren.