Zuhörende Kinder

Der Bundesweite Vorlesetag

Deutschlands größtes Vorlesefest seit 2004

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig Vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.


Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: in Tropfsteinhöhlen, Sternwarten, Eselgehegen und im Schwimmbad – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


2017 haben sich über 173.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Aktion beteiligt. Dabei gab es auch viele Lesungen von Prominenten aus Politik, Kultur, Medien und Sport.

Alle Informationen zum Bundesweiten Vorlesetag finden Sie unter http://www.vorlesetag.de.

30.01.2017

Vorlesestadt Schwerte

Eine Stadt im Vorlese-Fieber

Preisverleihung Vorlesestadt Schwerte ©Blickwinkel Schwerte - Nadine Przystow

Am Montag, den 30. Januar, wurde Schwerte offiziell zur Vorlesestadt 2016 in der Kategorie "außergewöhnlich" ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Zur Preisverleihung kamen VertreterInnen der Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags sowie Gäste aus Politik und Verwaltung.

Die zahlreichen Aktionen in Schwerte waren vor allem aus zwei Gründen außergewöhnlich: Zum einen fanden die Lesungen in der Öffentlichkeit statt, mitten in der Fußgängerzone. Und zum anderen waren auch die Vorleserinnen und Vorleser besonders - und zwar besonders jung. Es handelte sich um Schülerinnen und Schüler, die mit viel Engagement und einer großen Portion Unerschrockenheit in aller Öffentlichkeit Passanten vorgelesen haben.

Die Stadt Schwerte, insbesondere die Initiatorin Judith Bäcker aus dem Bereich Jugend und Familie, traf mit dieser Idee mitten ins Schwarze. Die Fußgängerzone wurde am Vorlesetag in eine Vorleselandschaft verwandelt, die für alle zugänglich war. Damit wurde die Bedeutung des Vorlesen und die Freude am Lesen in ganz Schwerte öffentlich erlebbar. "Wir sind schon richtig stolz", sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr. "Mein besonderer Dank geht an die vielen beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Judith Bäcker vom Jugendamt unserer Stadt, die diese Aktion mit ihrem Engagement erst ermöglicht hat. Es ist euer Preis."

Auch wir von der Stiftung Lesen möchten uns für das außergewöhnliche Engagement der Stadt Schwerte bedanken und freuen uns bereits auf die Aktionen der Ruhrstadt beim Bundesweiten Vorlesetag 2017.

22.12.2016

Vorlesestadt 2016

Röhrmoos, Schwerte und Heilbronn sind die Vorlesestädte 2016

Röhrmoos – Vorlesestadt 2016 in der Kategorie „aktiv“
Die 6429 einwohnerstarke bayerische Gemeinde hat sich mit 2248 aktiven Vorlesern, also rund einem Drittel der Einwohner, den Titel absolut verdient. Unter dem Motto „MENSCHEINANDER in der Gemeinde Röhrmoos“ fanden zahlreiche Lesungen, u.a. in einem Eselstall und in verschiedenen Sprachen, statt.

Schwerte – Vorlesestadt 2016 in der Kategorie „außergewöhnlich“
Die Initiatoren verwandelten die Fußgängerzone der Stadt in eine Vorlese-Landschaft, in der den ganzen Tag Vorlese-Aktionen stattfanden. Das Besondere an den Aktivitäten: die Lesungen waren öffentlich waren und die Akteure waren vor allem Schülerinnen und Schüler, die nicht nur vorlasen sondern auch für die Organisation des Tages die Verantwortung trugen.

Heilbronn – Vorlesestadt 2016 in der Kategorie „nachhaltig“
Der Titel Vorlesestadt in der Kategorie nachhaltig wird in diesem Jahr erstmals vergeben, um das ganzjährige Vorlese-Engagement von Initiativen zu würdigen. Der Freundeskreis der Stadtbibliothek Heilbronn engagiert sich seit 2003 mit der Aktion „Geschichten zu verschenken – Vorlesepaten für Kinder in Heilbronn“ für das Vorlesen – derzeit lesen über 90 Frauen und Männer vor. Rund um den Vorlesetag findet seit 2010 die Aktion „Mann liest vor“ statt. In diesem Jahr haben 160 Männer vorgelesen und sind mit gutem Beispiel als männliche Vorlese-Vorbilder vorangegangen.

18.11.2016

Neuer Rekord: Über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser machen mit beim Bundesweiten Vorlesetag 2016

Mit von der Partie sind wieder zahlreiche Politiker und Prominente

Initiatorenlesung Vorlesetag 2016 ©Vera Tammen / DIE ZEIT

Im ganzen Land heißt es am 18. November wieder: Deutschland liest vor! Über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligen sich am 13. Bundesweiten Vorlesetag – rund 20.000 mehr als im Vorjahr. Die Initiatoren des Vorlesetags, DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, wollen mit dem Aktionstag ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am (Vor-)Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden.



Dr. Rüdiger Grube
, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH, erklärt: „Vorlesen ist der Schlüssel zu Bildung. Es trägt entscheidend zur sprachlichen Entwicklung von Kindern bei und motiviert sie, später selbst zum Buch oder E-Book zu greifen. Aus der Vorlesestudie 2016 wissen wir, dass neun von zehn Kindern das Vorlesen auch lieben. Dennoch wird jedem vierten Kind nicht genug vorgelesen. Es gibt keinen Grund, den Kindern den Wunsch nach einer guten Vorlesegeschichte nicht jeden Tag neu zu erfüllen. Kinder haben ein Recht darauf, dass ihnen vorgelesen wird.“


Giovanni di Lorenzo
, Chefredakteur der ZEIT, ergänzt: „Meistens sind es die Eltern, die ihren Kindern vorlesen. Doch auch das Vorlesen außerhalb der Familie ist wertvoll, da gute Geschichten eine große Rolle für die Kinder spielen. Umso erfreulicher ist es, dass sich 2016 wieder so viele bekannte Persönlichkeiten am Bundesweiten Vorlesetag engagieren und Menschen jeden Alters für das Vorlesen begeistern.“


In diesem Jahr beteiligen sich mehr
als 1.000 Politiker und Prominente am Bundesweiten Vorlesetag, darunter die Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble, Manuela Schwesig und Andrea Nahles, die Schauspielerinnen Lisa-Marie Koroll und Christine Urspruch, zweifache Olympiasiegerin im Eiskunstlauf Katarina Witt, Autor Paul Maar, Sänger Thees Uhlmann, die Journalistinnen Gundula Gause, Maybrit Illner, Marietta Slomka und Linda Zervakis sowie die Moderatoren Palina Rojinski, Peter Kloeppel und Sven Voss.


Dr. Jörg F. Maas
, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betont: „2016 haben wir den Teilnahmerekord aus dem vergangenen Jahr noch einmal überboten. Dank an über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser, die sich beim Bundesweiten Vorlesetag engagieren. Dies ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass das Vorlesen ein fester Bestandteil im Alltag eines jeden Kindes sein sollte, am besten mindestens 15 Minuten jeden Tag.“


Um mit gutem Beispiel voranzugehen, lasen die drei Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags Giovanni di Lorenzo, Dr. Rüdiger Grube sowie Dr. Jörg F. Maas heute im Helmut-Schmidt-Haus rund 25 Grundschülern aus dem Buch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ von Martin Baltscheit vor.


Der Bundesweite Vorlesetag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen, aber auch an außergewöhnlichen Orten wie Bahnhöfen, Zügen und sogar im Karussell. Weitere Informationen über die Initiative sowie alle Termine finden Sie auch unter www.vorlesetag.de/zuhoeren/


Die Teilnehmerzahlen in den einzelnen Bundesländern können Sie nachfolgend einsehen. Fotos ausgewählter Vorleseaktionen stehen heute ab 15 Uhr in der Bildergalerie am unteren Ende unserer Website zum Download bereit: https://www.stiftunglesen.de/pressebereich/pressemitteilungen/823


Teilnehmerzahlen am Bundesweiten Vorlesetag nach Bundesländern geordnet:


Baden-Württemberg: 6818                                       Niedersachsen: 14570

Bayern: 24613                                                           Nordrhein-Westfalen: 34660

Berlin: 3350                                                               Rheinland-Pfalz: 7564

Brandenburg: 3497                                                   Saarland: 1494

Bremen: 1830                                                            Sachsen: 3925

Hamburg: 2069                                                          Sachsen-Anhalt: 2244

Hessen: 10241                                                           Schleswig-Holstein: 1886

Mecklenburg-Vorpommern:  2057                           Thüringen: 1952

Seite