Oppenberg-Medienpreis

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

  

Seit über zehn Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.  

26.02.2016

Ausschreibung: Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2016

Ausschreibung und Bewerbungsverfahren

Dietrich Oppenberg ©dpa

Journalisten, die sich in ihrer Arbeit gezielt mit der Bedeutung des Lesens in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft auseinandergesetzt haben, können sich auch in diesem Jahr um den Dietrich Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen und der Stiftung Presse-Haus NRZ bewerben. Der Preis soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung des Lesens als Schlüsselqualifikation für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe fördern.


Die Auszeichnung ist mit insgesamt € 6.000 dotiert. Die Preisträger der Plätze 1 bis 3 erhalten € 2.500, € 1.500 und € 1.000. Daneben wird ein Sonderpreis mit einem Preisgeld von € 1.000 vergeben. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist offen für alle journalistischen Darstellungsformen (Print- und Online-Medien, Radio sowie TV). Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury von Publizisten und Fachwissenschaftlern. Die Preisverleihung findet im Herbst 2016 statt.

Beiträge über die Digitalisierung der Medien oder das Medienverhalten vor dem Hintergrund des demographischen Wandels können ebenso eingesandt werden wie Reportagen über ideenreiche Leseförderungsprojekte, Hintergrundberichte über wissenschaftliche Grundlagen von Sprach-, Lese- und Medienkompetenz oder Beiträge zu Aspekten des Bildungsnotstands wie etwa zum funktionalen Analphabetismus.

Bewerbungsverfahren

Der Bewerbungsschluss für den diesjährigen Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist der 31. Mai 2016, die Beiträge müssen im Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.03.2016 veröffentlicht worden sein. Bewerbungen können ausschließlich per E-Mail angenommen werden. Einzureichen sind ein Manuskript (Word-Format) sowie das Layout des gedruckten Beitrags als PDF-Dokument. Bei Radio- und TV-Beiträgen bitten wir ebenfalls um das Manuskript sowie eine Datei des Beitrags. Der Bewerbung ist ein kurzer Lebenslauf (inkl. Foto) mit Beschreibung der derzeitigen Tätigkeit beizufügen. Alle Teilnehmer werden über den Ausgang des Wettbewerbes unterrichtet.

Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten, die ihre Beiträge in deutscher Sprache verfasst haben. Die Autoren können sich selbst bewerben; es besteht aber auch die Möglichkeit, andere Personen mit ihren Beiträgen vorzuschlagen. Pro Teilnehmer können bis zu drei Beiträge eingereicht werden. Handelt es sich um eine Serie, sollte das übergreifende Konzept kurz erläutert werden.

Der Preis ist benannt nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen, Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur in Deutschland gilt.


E-Mail-Adresse für Bewerbungen: thomas.kleinebrink@stiftunglesen.de

12.11.2015

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2015

Feierliche Preisverleihung am 12. November 2015 in Dresden

Oppenberg-Medienpreises 2015 ©Stiftung Lesen/Sabine Mai

Die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises stehen fest: Dr. Markus Günther und Dr. Tilman Spreckelsen, beide Redakteure bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Susanne Lenz-Gleißner von Deutsche Welle TV und Jan Stremmel, Redakteur bei jetzt.de, überzeugten die Jury mit ihren herausragenden Beiträgen. Zum 15. Mal haben die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ heute den Preis an Journalisten vergeben, die sich in ihrer Arbeit gezielt mit der Bedeutung des Lesens auseinandergesetzt haben. Die Preisverleihung fand in der Sächsischen Staatskanzlei in Anwesenheit von Brunhild Kurth, der sächsischen Staatsministerin für Kultus und amtierenden Präsidentin der Kultusministerkonferenz, statt.


Der erste Preis ging an Dr. Markus Günther für seinen Artikel „Nur noch Analphabeten“, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Günther zeigt in seinem Beitrag, wie das Ende der Schriftkultur durch Sprachprogramme und Erklärvideos immer weiter voranschreitet. Die Jury lobte Günther für seine mutige These sowie seine durchdachte und scharfsinnige Argumentation. Den zweiten Preis erhielt Dr. Tilman Spreckelsen. In seinem Beitrag „Warum Klassiker?“ gibt er eine inhaltlich wie sprachlich überzeugende Antwort auf die Frage, die sich viele Schülerinnen und Schüler stellen: Wofür heute noch Klassiker im Unterricht lesen? Die Jury beeindruckten besonders Spreckelsens anschauliche und eindringliche Ausführungen, an deren Ende er nicht nur eine Lanze für die Klassiker, sondern auch für das Lesen an sich bricht. Susanne Lenz-Gleißner erhielt den dritten Preis für ihren Beitrag „Gutenberg im Cyberstorm“, gesendet auf Deutsche Welle TV. Darin befasst sie sich mit dem Wert des Buches in Zeiten von Amazon und Self-Publishing. Die Jury lobte ihre Einreichung als einen „inhaltlich wie formal stimmigen Beitrag, der mit vielen Fakten, Meinungen und Schauplätzen einen Überblick über das Lesen im Zeitalter der Digitalisierung gibt“. Einen Sonderpreis vergab die Jury an Jan Stremmel, der mit seinem Beitrag „Tippen wir noch richtig?“ einen ungewöhnlichen Ansatz verfolgt: Er führte ein Interview in einer WhatsApp-Gruppe über Kommunikation in Chat-Programmen. Besonders beeindruckt hat die Jury die Entsprechung von Form und Inhalt, mit der es dem Autor auf ebenso intelligente wie unterhaltsame Weise gelingt, das Schreiben, Lesen und Sprechen durch und in der derzeit populärsten Chat-App zu reflektieren.

KMK-Präsidentin Brunhild Kurth lobte die hohe  Qualität der Beiträge: „Die diesjährigen Preisträger setzen sich in ihren Beiträgen fundiert und zugleich innovativ mit der Frage auseinander, welchen Wert und welche Bedeutung das Lesen in unserer digitalisierten Gesellschaft hat. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis setzt damit ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Lesens als Schlüsselqualifikation für Bildung.“

Die Preise überreichten Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Beide betonten die Bedeutung der Auszeichnung für die Leseförderung: „Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis zeigt, wie vielfältig Medien mit dem Thema Lesen umgehen und wie eng Lesekultur und Medienlandschaft verknüpft sind. Wir brauchen engagierte Journalistinnen und Journalisten, die sich mit den Themen Lesen und Leseförderung auseinandersetzen, mit ihren Beiträgen Diskussionen anstoßen und diese Themen so im öffentlichen Bewusstsein verankern.“

12.11.2014

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2014

Feierliche Preisverleihung am 12. November 2014 in Düsseldorf

Oppenberg-Medienpreis ©Stiftung Lesen / Anna Kaduk

Die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises stehen fest: über die Auszeichnung ihrer Arbeit freuen sich die vier Journalisten Henning Bleyl, Julika Meinert, Kristian Thees und Harald Quist, die die Jury mit ihren herausragenden und kreativen Beiträgen überzeugten. Zum vierzehnten Mal verleihen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ den Preis an Journalisten, die in ihrer Arbeit das Lesen sowie die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft thematisieren. In der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen nahmen die Preisträger ihre Auszeichnungen in Anwesenheit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und NRW-Schulministerin, Sylvia Löhrmann, entgegen. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro dotiert.


Der erste Preis geht an Henning Bleyl für seinen Beitrag „Eine Oase in der Antarktis“, erschienen in der taz.nord. Eindringlich und poetisch beschreibt er darin die Bedeutung, die das Lesen selbst an den entlegensten und unwirtlichsten Orten haben kann, wie beispielsweise in der südlichsten Bücherei der Welt. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit der Wahl des ungewöhnlichen Themas, seiner gelungenen Umsetzung und der dichten Sprache des Autors.


Den zweiten Preis erhält Julika Meinert. Mit ihrem Beitrag „Goethe im #Neuland“ in Die Welt zeigt sie auf sprachlich eindrucksvolle Weise, welche Perspektiven das Prinzip des Social Reading, das insbesondere für die Kommunikation über Twitter kennzeichnend ist, für die Weiterentwicklung von Lesen und Literatur im 21. Jahrhundert birgt. Die Jury lobt ihr profundes Verständnis für die Möglichkeiten digitaler Kurzliteratur.


Kristian Thees erhält den dritten Preis für seine Hörfunk-Sendung „Der Gar Nicht Böse Lesezirkel“, gesendet auf SWR3. In einer lockeren, authentischen Atmosphäre weckt er mit jeweils zwei Gästen die Neugier der Zuhörer auf Literatur und stellt im Lesezirkel auch Bücher fernab des Mainstreams vor. „Er macht die Freude am Lesen hörbar und gibt zusammen mit seinen Kollegen Tipps für die Orientierung auf dem immer unübersichtlicher werdenden Buchmarkt“, so die Jury.

Einen Sonderpreis vergibt die Jury zusätzlich an Harald Quist, der bei der Preisverleihung leider nicht anwesend sein konnte, für seine Dokumentation „Lesen und Schreiben: ungenügend“ im rbb-Fernsehen. Darin gewährt er einen authentischen Einblick in das Leben dreier Menschen, die kaum oder gar nicht lesen und schreiben können. Ihm gelingen ehrliche und wertfreie Porträts von Menschen, deren Alltag von Lernbereitschaft und Hoffnung, aber auch von Rückschlägen und Resignation geprägt ist.

KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann verwies auf die hohe  Qualität der Beiträge: „Der Dietrich-Oppenberg Medienpreis stärkt die öffentliche Wahrnehmung für die Kulturtechnik Lesen in einer sich stetig verändernden Medienwelt. Die Preisträgerinnen und Preisträger setzen sich in ihren Beiträgen auf innovative und fundierte Weise mit den Anforderungen unserer digitalen Gesellschaft auseinander, in der dem Thema ‚Lesen‘ auch weiterhin erstrangige Bedeutung zukommt.“

Die Preise überreichten Heinrich Meyer, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Beide betonten die Bedeutung der Auszeichnung für die Leseförderung: „Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis zeigt, wie vielfältig Medien mit dem Thema Lesen umgehen und wie eng Lesekultur und Medienlandschaft verknüpft sind. Wir brauchen engagierte Journalistinnen und Journalisten, die auf die Bedeutung von Leseförderung hinweisen und ihr im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.“

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