Zahlreiche herausragenden Persönlichkeiten aus ganz verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens engagieren sich für die Stiftung Lesen. Zu den prominenten Lesebotschaftern der Stiftung Lesen zählen unter anderem Journalistin und Fernsehmoderatorin Marietta Slomka, Moderatorin Nazan Eckes, Autorin Cornelia Funke, Schauspielerin Maria Furtwängler, Steffi Jones, Direktorin für Frauen-/Mädchen- und Schulfußball beim Deutschen Fußball-Bund, Extremsportler Alexander Huber, Moderator Peter Kloeppel, Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Institutes, die Publizisten Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur DIE ZEIT, und STERN-Chefredakteur Thomas Osterkorn sowie Bettina Wulff, Gattin des Bundespräsidenten a.D., als Lesebotschafter aktiv.
„Für dieses herausragende Engagement möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, erklärte Stiftung Lesen-Hauptgeschäftsführer Dr. Jörg F. Maas. „Die LeseBotschafter setzen ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für mehr Bildung in Deutschland. Gemeinsam mit ihnen werden wir die deutsche Bildungslandschaft verändern. Dies ist angesichts von 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland und der Tatsache, dass 42 Prozent aller Eltern ihren Kindern nur selten oder gar nicht vorlesen, unbedingt notwendig.“
Zahlreiche weitere Prominente engagieren sich bereits seit Jahren als Lesebotschafter für unterschiedliche Einzelprojekte und Kampagnen der Stiftung Lesen. Dr. Jörg F. Maas würdigt die strategische Bedeutung dieser herausragenden Engagements: „ Alle Lesebotschafter unterstützen uns in unserem zentralen Ziel, Deutschland in ein Lese-Land zu verwandeln: Als nationale Bewegung für das Lesen möchte die Stiftung Lesen alle gesellschaftlichen Akteure wie Stiftungen, öffentliche Einrichtungen, Bibliotheken, Unternehmen und Verbände einbinden, um das Lesen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe in allen Bevölkerungsschichten nachhaltig zu fördern – und darum ist die Unterstützung durch die prominenten Lesebotschafter so wichtig.“
"David Copperfield, der Held des berühmten Romans von Charles Dickens, erlebt eine schreckliche Kindheit: Sein Stiefvater hasst und quält ihn. Bücher sind es, die dem verzweifelten Jungen einen Ausweg eröffnen. Die Märchenwelten, Schatzinseln und Zauberwesen, von denen er liest, machen ihm Hoffnung: Es gibt noch etwas anderes als den elenden Alltag! Die Macht der Fantasie ist stark genug, um alle Widerstände zu überwinden. Die Macht der Fantasie lernt aber nur kennen, wer Bücher und Geschichten entdecken darf. Als Lese-Botschafter der Stiftung Lesen werbe ich mit großer Überzeugung für dieses Ziel: Jedes Kind hat ein Recht darauf, die Wunder und Wonnen des Lesens zu erleben!"
"Viele Kinder und Jugendliche verbinden Lesen mit Zwang, sie entdecken viel zu spät oder gar nicht, dass Lesen unglaublich viel Spaß macht und hilft, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Beim Bundesweiten Vorlesetag im vergangenen Jahr habe ich einen Kindergarten in Köln besucht, bei dem der Ausländeranteil sehr groß war. Jedoch habe ich festgestellt, dass alle Kinder große Freude daran hatten, als ich ihnen vorlas. Sie hörten mir sehr aufmerksam zu und wollten immer mehr Geschichten hören. Das heißt: das Grundinteresse ist da, egal ob bei ausländischen oder deutschen Kindern. Dieses Interesse muss nur gezielt gefördert werden, damit es nicht verloren geht."
"Leseförderung erhält unseren Kindern inmitten der Bilderflut, mit der sie aufwachsen, die wunderbare Fähigkeit, selbst Bilder zu erschaffen. Nur das Lesen lässt sie begreifen, dass die menschliche Fantasie nicht allzu viele Hilfsmittel braucht, um Welten zu bauen. Kein Bildschirm nötig, keine Steckdose, es wartet alles schon in ihrem Kopf, und der Schlüssel sind ein paar gedruckte Buchstaben."
"Als Kind hatte ich das große Glück, dass mir regelmäßig vorgelesen wurde. Besonders gerne habe ich Otfried Preußlers Krabat gehört und auch gelesen. Allein dieses Buch habe ich bestimmt fünf Mal gelesen und habe mich immer wieder schrecklich gegruselt. Später habe ich dann Hermann Hesse, Frisch und Stephan Zweig gelesen. Die Sprache von Zweig habe ich besonders geliebt. Bei Hesses "Glasperlenspiel" habe ich zwar nicht viel verstanden, es aber dennoch begeistert gelesen. Meinen Kindern habe ich von klein auf viel vorgelesen. Noch vor dem großen Hype um Harry Potter habe ich angefangen ihnen daraus vorzulesen. Die Beiden sind dann bald eingeschlafen und ich war so fasziniert, dass ich noch bis zwei Uhr morgens weitergelesen habe. Gute Geschichten sind einfach eine große Faszination und können uns tief bewegen und nachhaltig beeinflussen. Als Mutter, Ärztin und Schauspielerin weiß ich wie wichtig, Bücher und Vorlesen für die positive Entwicklung von Kindern sind. Wer liest, weiß mehr, versteht mehr und kann auf aktive Art und Weise die Gesellschaft mitgestalten. Deswegen unterstütze ich die Stiftung Lesen - damit mehr Kindern in Deutschland der Zugang zum Lesen ermöglicht wird!"
"Lesen war und ist für mich der sinnvollste und schönste Zeitvertreib. Ob es während meiner Kindheit die 'Unendliche Geschichte' von Michael Ende war oder ob es heute die Vielzahl von Büchern ist, die mich auf meinen Expeditionen begleitet - ein gutes Buch ist immer ein Erlebnis. Was wäre der Mensch ohne Lesen?"
Stiffi Jones, Direktorin für Frauen-/Mädchen- und Schulfußball beim Deutschen Fußball-Bund
"Es ist mir ein großes Vergnügen und eine große Ehre, als Lesebotschafterin für die Stiftung lesen berufen worden zu sein. Ich selbst lese nicht nur 'beruflich' sondern auch privat sehr gerne und viel. Lesen fördert nicht nur die Sprache und die Rechtschreibung, es regt auch die Fantasie an. Gerade bei Kindern sollte dieses Interesse, falls noch nicht vorhanden, geweckt und gefördert werden. Was gibt es schöneres, wie ein spannendes oder lustiges Buch zu lesen und anschließend zu erzählen welche Geschichten die Helden und Heldinnen in den Büchern erleben? Lesen fördert die Vorstellungskraft, nicht nur bei Kindern! Wer vorliest ist ebenfalls in die Handlungen eingebunden und teilt mit dem Kind/den Kindern die Erlebnisse der Akteure. Lassen Sie sich inspirieren und teilen Sie mit Ihren Kindern, Enkeln, Nichten oder den Nachbarskindern das 'Erlebnis' lesen. Jeder sollte die vielfältigen Möglichkeiten und Interessenbereiche die Bücher bieten nutzen. Sie werden feststellen: Es macht richtig Spaß!"
"Je früher man Kindern die Liebe zu Büchern näher bringt, desto besser. Bücher entführen uns in fremde Welten, sie öffnen unsere Augen für das Gewöhnliche und für das Ungewöhnliche. Wer liest, weiß mehr und kann mehr."
"Sinnlichkeit und Schönheit, Vielfalt und Einheit, Verführung und Präzision, Fantasie und Fakten: Ich spreche von Büchern, die unsere Neugier auf unnachahmliche Weise stillen, die uns mit dem eigenen und dem fremden Kopf denken und dann entscheiden lassen, die uns die Welt öffnen, die uns mit Mythen und neuen Horizonten vertraut machen. Bücher lesen ist ein Gewinn. Die Stiftung Lesen vermehrt ihn in überzeugender Weise."
"Ich lese, weil bei einem guten Buch Kino im Kopf entsteht. Und weil ich mir beim Lesen selbst ein Bild mache – und keines fertig vorgesetzt bekomme. Lesen ist die Grundlage für jede Art von Bildung, und Bildung ist das wichtigste Gut für die heranwachsende Generation. Damit alle Kinder in Deutschland die Chance bekommen, begeisterte Leser zu werden, unterstütze ich die Stiftung Lesen."
Marietta Slomka, Journalistin und Fernsehmoderatorin
"Mir wurde als Kind viel vorgelesen: Jeden Abend vorm Zubettgehen gab es eine Gutenacht-Geschichte von meiner Mutter oder meinem Vater. Ich habe das geliebt und wollte so schnell wie möglich selbst Lesen lernen. Dass Bücher bei uns zu Hause immer präsent waren und eine große Rolle spielten, hat mein Leben sehr geprägt. Ich bin sicher, dass es für die Entwicklung eines Kindes einen gewaltigen Unterschied macht, ob es an das Abenteuer Lesen herangeführt wird oder nicht. Ob es lernt, mit Sprache umzugehen, fremde Gedankengänge nachzuvollziehen und seine Phantasie zu entwickeln, wenn beim Lesen Bilder im Kopf entstehen. Dass heutzutage so vielen Kindern überhaupt nicht mehr vorgelesen wird, finde ich sehr traurig und überaus bedenklich."
"Vor dem Lesen kommt das Vorlesen! Kinder, die das Glück haben, dass ihre Eltern ihnen vorlesen, haben einen früheren Zugang zu anderen Welten und werden bestmöglich gefördert - denn Lesen ist die Grundlage für jede Art von Bildung. Wer als Kind mit Pippi ins Taka-Tuka-Land gesegelt ist, mit der kleinen Raupe Nimmersatt die Verwandlung zum Schmetterling erlebt hat und Petterson und Findus beim Backen einer Pfannkuchentorte geholfen hat, hat große Chancen auch als Jugendlicher und Erwachsener ein begeisterter Leser zu bleiben. Damit viele Kinder in Deutschland für Bücher und Geschichten begeistert werden, engagiere ich mich als Botschafterin für die Stiftung Lesen."
Kurzinformationen
Zahlreiche herausragenden Persönlichkeiten aus ganz verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens engagieren sich als Lesebotschafter für die Stiftung Lesen.