Kinder mit Fluchterfahrung
© Christian Plaum

„Vorlesen in allen Sprachen!“

Mehr als die Hälfte aller Kinder auf der Welt wächst mehrsprachig auf. Und in Deutschland sprechen immer mehr Kinder zu Hause eine andere Sprache als Deutsch. Dies ist Chance und Herausforderung zugleich für die Sprach- und Leseförderung. Denn Vorlesen macht stark – in jeder Sprache! 

Vorlesen fördert die sprachliche und persönliche Entwicklung von Kindern. Doch Vorlesen in der Familie ist nur dann möglich, wenn es altersgerechten Lesestoff in der Familiensprache gibt. Aber die meisten Titel des deutschen Kinderbuchmarkts sind nur auf Deutsch verfügbar.

Die Initiative „Vorlesen in allen Sprachen!“ möchte das Vorlesen in allen Familiensprachen ermöglichen. Denn Vorlesen kann nur dann selbstverständlich werden und die Bildungschancen für alle Kinder erhöhen, wenn es in vielen Sprachen stattfinden kann!

Zentrale Idee ist es daher, beliebte Vorlesetitel in die am häufigsten gesprochenen Familiensprachen in Deutschland übersetzen zu lassen. Damit Kitas und Familien geeigneten Vorlesestoff finden, den sie passgenau bestellen können.

Aktuell befindet sich unsere Initiative in der Entwicklung. Für die Realisierung braucht es viele engagierte Partner. Welche Ideen, Wünsche und Hinweise haben Sie zum Thema?

Wir freuen uns über konstruktive Vorschläge und auf Ihre Anregungen!

 

Sabine Uehlein

Geschäftsführerin Programme

Tel.: 06131-28890-52

sabine.uehlein@stiftunglesen.de

Warum „Vorlesen in allen Sprachen!“?

  • Rund 40 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. (Mikrozensus 2020)
  • In über 1,3 Mio. der Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren in Deutschland wird vorwiegend eine andere Sprache als Deutsch gesprochen. (Mikrozensus 2020)
  • Fast einem Drittel der Kinder wird in Deutschland selten oder gar nicht zu Hause vorgelesen. (Vorlesestudie 2019)
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