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Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit über 15 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

21.11.2013

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2013

Feierliche Preisverleihung am 21. November 2013 in Magdeburg

21.11.2013 - Magdeburg - Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2013 ©Stiftung Lesen/Rayk Weber

2013 können sich vier Journalisten über die Auszeichnung ihrer Arbeit mit dem Dietrich Oppenberg-Medienpreis freuen: Marco Maurer, Catalina Schröder, Regina Mönch und Wolf Gebhardt haben die Jury mit ihren herausragenden Beiträgen überzeugt. Zum dreizehnten Mal haben die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ den Preis an Journalisten, die in ihrer Arbeit das Lesen sowie die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft thematisieren. Die feierliche Verleihung findet in der Landeshauptstadt des amtierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz statt. In diesem Jahr haben die Preisträger ihre Auszeichnungen im Palais am Fürstenwall in Magdeburg in Anwesenheit des Kultusministers von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh, entgegengenommen. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro dotiert.


Der erste Preis ging an Marco Maurer für seinen Beitrag „Ich Arbeiterkind“, erschienen in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Eindringlich und informativ erläutere der Autor in seinem Beitrag, wie „Arbeiterkinder“ im deutschen Bildungssystem trotz gleicher Leistung vom Akademikernachwuchs abgehängt werden und welche Schlüsselposition das Lesen für den erfolgreichen Bildungsaufstieg einnimmt, so die Preisjury in ihrer Begründung.


Den zweiten Preis erhielt Catalina Schröder. Ihren Artikel „Die Lesemaschine“, erschienen in der Kinderzeitschrift ZEIT LEO, lobte die Jury als einen „fantasievollen Text, der die Vorstellungskraft anregt und schon jungen Lesern vermittelt,  dass Lesen nicht nur Spaß macht, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Entwicklung leistet“.


Regina Mönch bekam für ihren Beitrag „Durchgereicht und weggelogen“, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den dritten Preis: Die Jury würdigte damit ihren mutigen Hinweis auf die Defizite der Alphabetisierungsbemühungen in Deutschland, mit dem sie Aufmerksamkeit für den Stellenwert des Lesens und Schreibens innerhalb des deutschen Bildungssystems schafft.

Zusätzlich vergab die Jury einen Sonderpreis an Wolf Gebhardt für seinen Beitrag „Brij Kothari: Bollywood meets Karaoke“, der im Globalisierungsmagazin „Global 3000“ auf DW-TV ausgestrahlt wurde. In seiner Reportage portraitiert Gebhardt den Unternehmer Brij Kothari, der untertitelte Bollywood-Filme zur Verbesserung der Lesefähigkeit in Indien nutzt.

01.03.2012

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2012

Feierliche Preisverleihung am 4. Dezember 2012 in Hamburg

Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2012 ©Stiftung Lesen/Boris Rostami

Welche Bedeutung hat die Schreibschrift in einer Welt, die immer größere Anteile der Kommunikation verschriftlicht? Wo bleibt der Protest zum langsamen Sterben der öffentlichen Lese-Einrichtungen? Welche Mehrwerte bietet das Zuhören und wie muss sinnvolle Literaturkritik beschaffen sein? Diesen Fragen gingen die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises nach.


Bereits zum zwölften Mal wird der Preis von den Initiatoren Stiftung Lesen und der Stiftung Presse-Haus NRZ vergeben. „Gastgeber“ war in diesem Jahr der aktuelle Präsident der Kultusministerkonferenz und Hamburger Senator für Schule und berufliche Bildung, Ties Rabe. Im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses konnten die Preisträger ihre Auszeichnungen entgegen nehmen.

Der erste Preis ging an Peter Praschl für seinen Beitrag „…das Ende der Handschrift“, erschienen im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Praschl hinterfragt klug und humorvoll die Sinnhaftigkeit der schulischen Schreibschrift, denn das Schreiben gilt neben dem Lesen als wichtigste Kulturtechnik zur Aneignung von Wissen und Bildung, so die Preisjury in ihrer Begründung. Den zweiten Preis erhielt Tilman Spreckelsen. Seinen Artikel „Wo sind die Wutbürger, wenn man sie braucht?“, erschienen in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, würdigte die Jury als einen „Weckruf zum Erhalt der öffentlichen Lese-Einrichtungen“. Für ihren Beitrag „Orte zum Zuhören“ im Kölner Stadt-Anzeiger erhielten Tanja Wessendorf und Christian Bos den dritten Preis: Sie porträtierten Vorleserinnen und Vorleser, die an verschiedenen Orten Kindern und Erwachsenen in unterschiedlichen Lebensbezügen vorlesen und damit einen positiven Einfluss auf ihr Lebensgefühl ausüben.

Zusätzlich vergab die Jury einen Sonderpreis an Stefan Mesch für seinen Beitrag „Futter für die Bestie. Literaturkritik in digitalen Zeiten“, erschienen in der Literaturzeitschrift BELLA triste. Der Beitrag thematisiert aus unterschiedlichen Perspektiven, wie erfolgreiche Literaturkritik in Zeiten von Sozialen Netzwerken aussehen kann und muss.

Die Preise überreichten Prof. Dr. Joerg Pfuhl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lesen, und Heinrich Meyer, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ.

13.12.2011

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2011

Feierliche Preisverleihung am 13. Dezember 2011 in Hannover

Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2011 ©Stiftung Lesen

Wie beeinflusst das Internet unser Denken? Wie verändert es unser Leseverhalten – und vor allem das der Kinder, die in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden? Und warum überhaupt Lesen lernen, wenn die Perspektive für ein selbstbestimmtes Leben fehlt? Diesen Fragen gingen die diesjährigen Preisträger des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises nach. 


Der erste Preis ging an Uwe Jean Heuser für seinen Beitrag „Denken, wie das Netz will“, erschienen in der ZEIT. Heuser werfe einen differenzierten, die „Pros“ und „Contras“ klug abwägenden Blick auf die digitale Medienrevolution, der ein „im besten Sinne des Wortes nachdenklich stimmendes Bild einer Lesekultur im Wandel“ entstehen lasse, so die Preisjury in ihrer Begründung. Den zweiten Preis erhielt Albrecht Meier: Seinen Artikel „Von Phantásien nach Digitalien“, erschienen im Tagesspiegel, würdigte die Jury als einen „wertvollen Beitrag zum Dialog der Medien-Generationen“, indem er auf sehr sensible Weise dem veränderten Leseverhalten und der Entstehung eines neu strukturierten „Lese-Gehirns“ der „Digital Natives“ nachspüre. Für ihren Beitrag „Die Extraklasse“ in der tageszeitung erhielt Waltraud Schwab den dritten Preis: Sie porträtiert Schülerinnen und Schüler einer Berliner Schule in einem bildungsfernen Milieu, denen sich der Sinn des Lernens – auch des Lesenlernens – angesichts ihrer empfundenen Perspektivlosigkeit nicht erschließt.

Zusätzlich vergab die Jury einen Sonderpreis an Andreas Bernhard und Lars Reichardt vom Süddeutsche Zeitung Magazin. Für ihre Reportage „Zwei Nasen tanken Tolstoi“ wählten sie einen sehr ungewöhnlichen Lesezugang zu dessen Romanklassiker „Krieg und Frieden“: Anlässlich des 100. Todestages des Schriftstellers gingen sie mit der Hörbuch-Ausgabe – 54 CDs, 67 Stunden Laufzeit – auf einer Autofahrt von München nach Moskau auf eine faszinierende literarische Expedition, die auf humorvolle Weise Reise-Impressionen mit Romanzitaten verwebt.

„Wir brauchen mehr Öffentlichkeit für die Vermittlung von Lesekompetenz. Auch in Zeiten digitaler Medien gilt: Lesen ist die Schlüsselkompetenz für Fortschritt und Wohlstand des Einzelnen und der Gesellschaft. Insbesondere die Integration von traditionellen und neuen Leseformen in die moderne Informations- und Wissensgesellschaft verdient mehr Aufmerksamkeit. Deshalb ist dieser Preis so wichtig“, sagte der Niedersächsische Kultusminister und KMK-Präsident Dr. Bernd Althusmann anlässlich der Preisverleihung und hob die Rolle der Medien für eine lebendige Lesekultur hervor. Die Preise überreichten Dr. Joerg Pfuhl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lesen, und Heinrich Meyer, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ. 

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