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Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit über 15 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

12.11.2014

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2014

Feierliche Preisverleihung am 12. November 2014 in Düsseldorf

Oppenberg-Medienpreis ©Stiftung Lesen / Anna Kaduk

Die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises stehen fest: über die Auszeichnung ihrer Arbeit freuen sich die vier Journalisten Henning Bleyl, Julika Meinert, Kristian Thees und Harald Quist, die die Jury mit ihren herausragenden und kreativen Beiträgen überzeugten. Zum vierzehnten Mal verleihen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ den Preis an Journalisten, die in ihrer Arbeit das Lesen sowie die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft thematisieren. In der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen nahmen die Preisträger ihre Auszeichnungen in Anwesenheit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und NRW-Schulministerin, Sylvia Löhrmann, entgegen. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro dotiert.


Der erste Preis geht an Henning Bleyl für seinen Beitrag „Eine Oase in der Antarktis“, erschienen in der taz.nord. Eindringlich und poetisch beschreibt er darin die Bedeutung, die das Lesen selbst an den entlegensten und unwirtlichsten Orten haben kann, wie beispielsweise in der südlichsten Bücherei der Welt. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit der Wahl des ungewöhnlichen Themas, seiner gelungenen Umsetzung und der dichten Sprache des Autors.


Den zweiten Preis erhält Julika Meinert. Mit ihrem Beitrag „Goethe im #Neuland“ in Die Welt zeigt sie auf sprachlich eindrucksvolle Weise, welche Perspektiven das Prinzip des Social Reading, das insbesondere für die Kommunikation über Twitter kennzeichnend ist, für die Weiterentwicklung von Lesen und Literatur im 21. Jahrhundert birgt. Die Jury lobt ihr profundes Verständnis für die Möglichkeiten digitaler Kurzliteratur.


Kristian Thees erhält den dritten Preis für seine Hörfunk-Sendung „Der Gar Nicht Böse Lesezirkel“, gesendet auf SWR3. In einer lockeren, authentischen Atmosphäre weckt er mit jeweils zwei Gästen die Neugier der Zuhörer auf Literatur und stellt im Lesezirkel auch Bücher fernab des Mainstreams vor. „Er macht die Freude am Lesen hörbar und gibt zusammen mit seinen Kollegen Tipps für die Orientierung auf dem immer unübersichtlicher werdenden Buchmarkt“, so die Jury.

Einen Sonderpreis vergibt die Jury zusätzlich an Harald Quist, der bei der Preisverleihung leider nicht anwesend sein konnte, für seine Dokumentation „Lesen und Schreiben: ungenügend“ im rbb-Fernsehen. Darin gewährt er einen authentischen Einblick in das Leben dreier Menschen, die kaum oder gar nicht lesen und schreiben können. Ihm gelingen ehrliche und wertfreie Porträts von Menschen, deren Alltag von Lernbereitschaft und Hoffnung, aber auch von Rückschlägen und Resignation geprägt ist.

KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann verwies auf die hohe  Qualität der Beiträge: „Der Dietrich-Oppenberg Medienpreis stärkt die öffentliche Wahrnehmung für die Kulturtechnik Lesen in einer sich stetig verändernden Medienwelt. Die Preisträgerinnen und Preisträger setzen sich in ihren Beiträgen auf innovative und fundierte Weise mit den Anforderungen unserer digitalen Gesellschaft auseinander, in der dem Thema ‚Lesen‘ auch weiterhin erstrangige Bedeutung zukommt.“

Die Preise überreichten Heinrich Meyer, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Beide betonten die Bedeutung der Auszeichnung für die Leseförderung: „Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis zeigt, wie vielfältig Medien mit dem Thema Lesen umgehen und wie eng Lesekultur und Medienlandschaft verknüpft sind. Wir brauchen engagierte Journalistinnen und Journalisten, die auf die Bedeutung von Leseförderung hinweisen und ihr im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.“

21.11.2013

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2013

Feierliche Preisverleihung am 21. November 2013 in Magdeburg

21.11.2013 - Magdeburg - Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2013 ©Stiftung Lesen/Rayk Weber

2013 können sich vier Journalisten über die Auszeichnung ihrer Arbeit mit dem Dietrich Oppenberg-Medienpreis freuen: Marco Maurer, Catalina Schröder, Regina Mönch und Wolf Gebhardt haben die Jury mit ihren herausragenden Beiträgen überzeugt. Zum dreizehnten Mal haben die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ den Preis an Journalisten, die in ihrer Arbeit das Lesen sowie die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft thematisieren. Die feierliche Verleihung findet in der Landeshauptstadt des amtierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz statt. In diesem Jahr haben die Preisträger ihre Auszeichnungen im Palais am Fürstenwall in Magdeburg in Anwesenheit des Kultusministers von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh, entgegengenommen. Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis ist insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 6.000 Euro dotiert.


Der erste Preis ging an Marco Maurer für seinen Beitrag „Ich Arbeiterkind“, erschienen in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Eindringlich und informativ erläutere der Autor in seinem Beitrag, wie „Arbeiterkinder“ im deutschen Bildungssystem trotz gleicher Leistung vom Akademikernachwuchs abgehängt werden und welche Schlüsselposition das Lesen für den erfolgreichen Bildungsaufstieg einnimmt, so die Preisjury in ihrer Begründung.


Den zweiten Preis erhielt Catalina Schröder. Ihren Artikel „Die Lesemaschine“, erschienen in der Kinderzeitschrift ZEIT LEO, lobte die Jury als einen „fantasievollen Text, der die Vorstellungskraft anregt und schon jungen Lesern vermittelt,  dass Lesen nicht nur Spaß macht, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Entwicklung leistet“.


Regina Mönch bekam für ihren Beitrag „Durchgereicht und weggelogen“, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den dritten Preis: Die Jury würdigte damit ihren mutigen Hinweis auf die Defizite der Alphabetisierungsbemühungen in Deutschland, mit dem sie Aufmerksamkeit für den Stellenwert des Lesens und Schreibens innerhalb des deutschen Bildungssystems schafft.

Zusätzlich vergab die Jury einen Sonderpreis an Wolf Gebhardt für seinen Beitrag „Brij Kothari: Bollywood meets Karaoke“, der im Globalisierungsmagazin „Global 3000“ auf DW-TV ausgestrahlt wurde. In seiner Reportage portraitiert Gebhardt den Unternehmer Brij Kothari, der untertitelte Bollywood-Filme zur Verbesserung der Lesefähigkeit in Indien nutzt.

01.03.2012

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2012

Feierliche Preisverleihung am 4. Dezember 2012 in Hamburg

Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2012 ©Stiftung Lesen/Boris Rostami

Welche Bedeutung hat die Schreibschrift in einer Welt, die immer größere Anteile der Kommunikation verschriftlicht? Wo bleibt der Protest zum langsamen Sterben der öffentlichen Lese-Einrichtungen? Welche Mehrwerte bietet das Zuhören und wie muss sinnvolle Literaturkritik beschaffen sein? Diesen Fragen gingen die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Medienpreises nach.


Bereits zum zwölften Mal wird der Preis von den Initiatoren Stiftung Lesen und der Stiftung Presse-Haus NRZ vergeben. „Gastgeber“ war in diesem Jahr der aktuelle Präsident der Kultusministerkonferenz und Hamburger Senator für Schule und berufliche Bildung, Ties Rabe. Im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses konnten die Preisträger ihre Auszeichnungen entgegen nehmen.

Der erste Preis ging an Peter Praschl für seinen Beitrag „…das Ende der Handschrift“, erschienen im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Praschl hinterfragt klug und humorvoll die Sinnhaftigkeit der schulischen Schreibschrift, denn das Schreiben gilt neben dem Lesen als wichtigste Kulturtechnik zur Aneignung von Wissen und Bildung, so die Preisjury in ihrer Begründung. Den zweiten Preis erhielt Tilman Spreckelsen. Seinen Artikel „Wo sind die Wutbürger, wenn man sie braucht?“, erschienen in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, würdigte die Jury als einen „Weckruf zum Erhalt der öffentlichen Lese-Einrichtungen“. Für ihren Beitrag „Orte zum Zuhören“ im Kölner Stadt-Anzeiger erhielten Tanja Wessendorf und Christian Bos den dritten Preis: Sie porträtierten Vorleserinnen und Vorleser, die an verschiedenen Orten Kindern und Erwachsenen in unterschiedlichen Lebensbezügen vorlesen und damit einen positiven Einfluss auf ihr Lebensgefühl ausüben.

Zusätzlich vergab die Jury einen Sonderpreis an Stefan Mesch für seinen Beitrag „Futter für die Bestie. Literaturkritik in digitalen Zeiten“, erschienen in der Literaturzeitschrift BELLA triste. Der Beitrag thematisiert aus unterschiedlichen Perspektiven, wie erfolgreiche Literaturkritik in Zeiten von Sozialen Netzwerken aussehen kann und muss.

Die Preise überreichten Prof. Dr. Joerg Pfuhl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lesen, und Heinrich Meyer, Geschäftsführer Stiftung Presse-Haus NRZ.

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