Foto der Preistraegerinnen mit ihren Urkunden
© Stiftung Lesen/Sascha Radke

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit 20 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

Fragen zum Preis beantwortet

Thomas Kleinebrink

Senior Manager Politische Kommunikation

Tel.: 06131-28890-17

thomas.kleinebrink@stiftunglesen.de

Die Preisträger-/innen 2021

Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ haben am 03. September gemeinsam den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis vergeben. Die Auszeichnung geht an fünf Autorinnen und Autoren, die in ihrer Arbeit die Bedeutung des Lesens herausragend thematisieren. Eine Jury aus Vertretern von Presse, Stiftung Lesen, Stiftung Presse-Haus NRZ und der Familie Oppenberg hat Beiträge aus Print, Online, Radio und Fernsehen gesichtet. Die Auszeichnung ist mit 6.000 € dotiert, die zwischen den drei besten Beiträgen und dem Sonderpreis aufgeteilt werden.

1. Preis | Johanna Dürrholz:
Die das Lesen liebt

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Eine Greta Thunberg für das Lesen – wer die Ergebnisse der Bildungsstudien kennt, weiß: Eine Aktivistin der Leseförderung wird in Deutschland dringend gebraucht. Und es gibt sie, Vertreter/-innen der jungen Generation, die sich mit Gleichgesinnten für das Lesen stark machen. Johanna Dürrholz stellt uns eine von ihnen vor und erhebt mit ihrem Porträt ihre Stimme: für das Lesen, für das Engagement unserer Jugend. Nach der Lektüre von Dürrholz‘ Artikel, greift man mit neuer Lust zum Buch und schaut mit mehr Respekt auf den Bildungsnachwuchs in Deutschland.

2. Preis | Dr. Isabelle Lehn:
Weibliches Schreiben in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Blog Hundertvierzehn

Unbequem, erhellend und notwendig ist Isabelle Lehns Blick auf die Machtstrukturen des Literaturbetriebs und die Prägung von Autorinnen und Leserinnen, die über Jahrhunderte hinweg lernen mussten, „die Welt aus der Perspektive eines Mannes zu betrachten“. Es wird Zeit, dass sich daran etwas ändert. Und das tut es. Langsam, aber sichtbar, weil Schriftstellerinnen, Literaturkritikerinnen und Kulturwissenschaftlerinnen sich ihr Terrain erobern: Isabelle Lehn ist eine von ihnen!

3. Preis | Barbara Hordych
Worte zum Greifen

Süddeutsche Zeitung

Viel mehr als einen Glückwunsch zum Geburtstag hat Barbara Hordych mit ihrem Künstlerporträt des 70 Jahre alt gewordenen Autors und Zeichners Helmut Spanner geschrieben. Sie stellt in ihrem Text die grundlegende Frage, wann das Lesen beginnt. So lernen wir nicht nur den Jubilar kennen, sondern gehen mit Hordych der Frage nach, wie Wahrnehmung und Spracherwerb bei Kindern zusammenhängen. Dank ihr lernen wir den Menschen Helmut Spanner kennen und begreifen die Bedeutung der Bilderbuchbetrachtung für erfolgreiche Lesekarrieren.


Sonderpreis | Madeleine Giese & Rainer Furch
Wie man sich bettet so liest man

Online-Lesung (Livestream ab Min. 16)

Madeleine Giese und Rainer Furch haben anlässlich des Welttag des Buches mitten im Corona-Lockdown eine ganz und gar außergewöhnliche Live-Stream-Lesung gestaltet. Dafür haben sie großen Rechercheaufwand betrieben und eine unerschöpfliche Fülle literarischer Stimmen gefunden, um eine höchst unterhaltsame Collage zusammenzustellen. Mit ihrem erfrischenden und authentischen Auftritt lassen die beiden Worte lebendig werden und zeigen, mit wie viel Charme und Witz Autorinnen und Autoren auf die Kulturtechnik des Lesens schauen. 

Eine Übersicht aller Nominierten 2021

Johanna Dürrholz

Was hat Instagram mit Leseförderung gemein? Hier finden Sie die Antwort in dem Artikel "Die das Lesen liebt" aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 28.03.2021.

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Barbara Hordych

Pappbilderbücher sind ein erster Einstieg in die Welt der Sprache. Doch wer und was steckt hinter den bekannten Einstiegsbüchern? Dem ist Barbara Hordych in "Worte zum Greifen" aus der Süddeutschen Zeitung am 05.02.2021 nachgegangen.

 

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Paul Jandl

"In der Krise geht die Literatur digital und vor die Kamera" - ein spannender Artikel zur Lage der Literaturhäuser in Corona-Zeiten, der in der Neuen Zürcher Zeitung am 02.02.2021 erschien.

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Richard Kämmerlings

"Der bleibende Eindruck" von Richard Kämmerlings setzt sich mit der Leselust zu Corona-Zeiten auseinander und erschien am 22.12.2020 in Die Welt.

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Angela Sommersberg

Von Rapunzel bis Hänsel und Gretel - sind Märchen eigentlich zu brutal für Kinder? „Wenn der Wolf die Oma frisst“ - die fundierte Analyse von Angela Sommersberg erschien im Kölner Stadt-Anzeiger, 04./05.04.2020.

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Madeleine Giese/Rainer Furch

"Wie man sich bettet so liest man" - ein "Dramatisches Leseduett" mit Madeleine Giese und Rainer Furch. Das unterhaltsame Programm beginnt ab Minute 16.
 

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Isabelle Lehn

"Weibliches Schreiben in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" bietet einen wichtigen Einblick in die strukturelle Diskriminierung von Frauen im deutschen Literaturbetrieb.

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Beate Krol

"Gesund durch Lesen? Was Bücher für Körper und Seele tun." Beate Krol geht in ihrem SWR2-Radiobeitrag der Frage nach, ob das Lesen wirklich so gesund ist, wie viele behaupten, vom 28.09.2020.

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