© Stiftung Lesen/Pat Scheidemannn

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit über 20 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

Die einzelnen Preise sind wie folgt dotiert:
1. Preis: 2.500 €
2. Preis: 1.500 €
3. Preis: 1.000 €
Sonderpreis: 1.000 €

Wir engagieren uns für die Stiftung Lesen, weil es für die Leseförderung nicht genug Anwälte geben kann. Mit Dietrich Oppenberg als Namensgeber des Medienpreises und Gründers der Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (NRZ) ehren wir gleichzeitig einen ihrer entschiedensten Vertreter.
Heinrich Meyer, Vorstand Stiftung Presse-Haus NRZ
© Lars Heidrich

Fragen zum Preis beantwortet

Thomas Kleinebrink

Senior Manager Politische Kommunikation

Tel.: 06131-28890-17

thomas.kleinebrink@stiftunglesen.de

Die Preisträger/-innen des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises 2022

Die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ haben am 20. Oktober gemeinsam den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis vergeben. Die Auszeichnung geht an fünf Journalist/-innen, die in ihrer Arbeit die Bedeutung des Lesens herausragend thematisieren. Eine Jury aus Vertretern von Presse, Stiftung Lesen, Stiftung Presse-Haus NRZ und der Familie Oppenberg hat Beiträge aus Print, Online und Radio gesichtet. Die Auszeichnung ist mit 6.000 € dotiert, die zwischen den drei besten Beiträgen und dem Sonderpreis aufgeteilt werden.

1. Preis | Raoul Löbbert:
Vergessene Seiten

ZEIT Magazin

Antiquariate drohen verloren zu gehen, aber Raoul Löbbert widmet ihnen mit seinem Beitrag ein Denkmal. Denn Löbbert baut den aus der Zeit gefallenen, aussortierten und beiseitegelegten Büchern, Zeitschriften und Zeitungen, die ihr Dasein nun in Antiquariaten fristen, ein Denkmal, das jedem Vergessen trotzt. Für ihn sind Antiquariate „magische Orte zum Verlieren, Finden und Sich-Wiederfinden“.

2. Preis | Dr. Irmtraud Gutschke:
Das Subversive entwuchs ausgerechnet der Mitte des Systems

Neue Zürcher Zeitung

Irmtraud Gutschke beleuchtet in ihrem Essay „Das Subversive entwuchs ausgerechnet der Mitte des Systems“ die besondere Rolle der sowjetischen Literatur in der DDR. Die Bücher vieler sowjetischer und vor allem russischer Schriftsteller machten Wirklichkeitserfahrungen öffentlich, die im eigenen Land so kaum besprochen wurden. Die Romane und Erzählungen von Rasputin, Granin oder Aitmatow hatten ermutigende wie verstörende Folgen – für die Verlage, die rezensierende Presse und vor allem für die Leserinnen und Leser. |

3. Preis | Stephan Hermsen
Serie: Wie entsteht eigentlich ein Buch

NRZ Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung

Unter dem Motto „Wir feiern das Lesen!“ hat die NRZ Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung 2021 ihr 75-jähriges Jubiläum begangen. Aus diesem Anlass ist Stephan Hermsen in einer Artikelserie der Frage nachgegangen, wie aus einer Idee ein Buch wird. Er liefert einen aufschlussreichen und informativen Einblick, der in drei Akten den Weg vom Konzept des Autors John von Düffel bis zum Buch in der Buchhandlung nachvollziehbar macht.


Sonderpreis | Thomas Böhm und Alina Faltermayr:
Das vielstimmige Hörbuch im Rahmen der Aktion „Berlin liest ein Buch“

Radiobeitrag bei radio 1 Rundfunk Berlin-Brandenburg

Eine Stadt liest ein Buch: Dieses Format bringt viele Menschen einer Stadt zusammen. Während des pandemiebedingten Social Distancing waren die Möglichkeiten zur Umsetzung in weiten Teilen außer Kraft gesetzt. Doch Thomas Böhm und Alina Faltermayr wussten, dem „mit den Mitteln und der Kraft des Radios“ zu begegnen: Mit ihrem Hörbuch im Rahmen der Aktion „Berlin liest ein Buch“ ist es ihnen gelungen, trotz der erzwungenen Isolation, menschliches Miteinander zu ermöglichen.

Die Jury

Der Jury des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises gehören an:

• Gabriele Bartelt-Kircher, Leiterin der Journalistenschule Ruhr a. D.
• Maja Ellmenreich, Redakteurin des Deutschlandfunks
• Karin Großmann, Chefreporterin der Sächsischen Zeitung a. D.
• Helmut Heinen, Herausgeber der Kölnischen Rundschau
• Manfred Lachniet, Chefredakteur der NRZ
• Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen
• Heinrich Meyer, Vorstand der Stiftung Presse-Haus NRZ
• Johanna Oppenberg, Enkelin von Dietrich Oppenberg (Namensgeber des Preises)
• Hans Riebsamen, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung a. D.
• Olaf Streubig, stellvertretender Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers