Der Bundesweite Vorlesetag

And the winner is… Merseburg, Gehrden und Wiesbaden sind Vorlesestädte 2021

Die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags – DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung – ehren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund Kommunen, die sich besonders für das Vorlesen engagieren.

Gehrden (Niedersachsen) – Außergewöhnliche Vorlesestadt

Mit kreativen und öffentlichkeitswirksamen Vorlese-Aktionen haben die Schülerinnen und Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern den Titel „Außergewöhnliche Vorlesestadt“ für Gehrden geholt – und wahrlich verdient: Mit QR-Codes an öffentlichen Orten in der Stadt, die zu selbst vorgelesenen Texten führten, mit Vorlesewanderungen und öffentlichen Lesungen in der Fußgängerzone, bei der der Stadtrat ebenso beteiligt war wie die Einwohnerinnen und Einwohner Gehrdens. So zeigt die Gewinner-Stadt dieser Kategorie, dass Herausforderungen zu kreativen Ideen führen können und etwa Outdoor-Lesungen gerade in Pandemie-Zeiten möglich sind und begeistern. Alle Aktionen fanden unter dem selbstgewählten Motto „Traum“ statt – so auch der 24 Stunden-Vorlesemarathon, an dem die Schülerinnen und Schüler aus selbst geschriebenen Werken zum Thema „Traum“ vorlasen. Begleitet wurden die ideenreichen Aktionen durch eine selbst gestaltete Ausstellung, einem eigens produzierten Audio-Beitrag von Nachrichtensprecher Marc Bator und literarischen Lesungen von verschiedenen Autorinnen und Autoren.

Merseburg (Sachsen-Anhalt) – Aktive Vorlesestadt

Die rund 35.000 Einwohnerinnen und Einwohner große Stadt hat mit 38 Vorleseaktionen und weit über 1.700 Teilnehmenden ein besonderes Engagement für das Vorlesen an den Tag gelegt: Quer durch alle Altersklassen wurde in Kitas, Grundschulen, am Gymnasium, in Bibliotheken und Seniorentreffs vorgelesen. Insgesamt nahmen rund 5% aller Einwohnerinnen und Einwohner am Bundesweiten Vorlesetag teil und teilten Geschichten zum Jahresthema „Freundschaft und Zusammenhalt“. Die Kleinstadt, die sich seit mehreren Jahren an Deutschlands größtem Vorlesefest beteiligt, zeigt, dass Vorlesen Klein und Groß Freude macht und Generationen verbindet.

Wiesbaden (Hessen) – Nachhaltige Vorlesestadt

Vorleseinitiativen finden in Hessens Hauptstadt ganzjährig statt – und das schon seit Jahren. Auch in 2021 hat Wiesbaden zahlreiche Vorleseaktionen ermöglicht und nicht nur rund um den Bundesweiten Vorlesetag zum Vorlesen aufgerufen, sondern das Vorlesen zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens gemacht. Treibende Kraft ist das Freiwilligen Zentrum Wiesbaden, das mit seinem großen Netzwerk auch Geflüchtete, Seniorinnen und Senioren, Paten- und Lerngruppen erreicht. Darüber hinaus mobilisiert Wiesbaden Kitas und Schulen regelmäßig zum Vorlesen. So ist die Leseförderung fest im Alltag des Wiesbadener Stadtlebens verankert - und kann dadurch besonders nachhaltig wirken.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagt:

„Wir gratulieren Merseburg, Gehrden und Wiesbaden für ihr herausragendes Engagement. Gerade in der aktuellen Situation ist Vorlesen für Kinder besonders wichtig: man teilt Geschichten, erlebt gemeinsam Abenteuer und lässt den Alltag hinter sich. Deshalb danken wir auch allen anderen Städten und Gemeinden sowie den vielen kommunalen und ehrenamtlichen Initiativen. Wir freuen uns, dass dank aller Aktionen der Bundesweite Vorlesetag inzwischen zu Deutschlands größter Vorlese-Bewegung geworden ist.“

Dr. Jörg F. Maas
© Stiftung Lesen / Alexander Sell

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, fügt an:

„Auch in diesem Jahr waren wir in unseren sozialen Möglichkeiten eingeschränkt. Umso schöner und beeindruckender ist das kreative Engagement, das die Gewinner-Städte und viele andere Kommunen an den Tag gelegt haben. Sie alle zeigen: Vorlesen begeistert und verbindet – ob virtuell, im Freien oder im kleinen Kreis.“

Der Vorlesetag ist ein gemeinsames Projekt mit