Vater und Sohn lesen

Lesen in Deutschland

Eine Studienreihe der Stiftung Lesen

1992, 2000 und 2008 konnte die Stiftung Lesen Studien zum Leseverhalten in Deutschland umsetzen. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Themen der vergangenen Studien.

Die Studien im Überblick:

Leseverhalten in Deutschland 1992/93. Repräsentativstudie zum Lese-und Medienverhalten der erwachsenen Bevölkerung im vereinigten Deutschland

--> Fokus: Leseverhalten in den „alten“ und „neuen“ Bundesländern

Leseverhalten in Deutschland im neuen Jahrtausend (2000)

--> Fokus: Mediennutzung und Leseverhalten der jungen Erwachsenen, die durch den Fernseh-sender MTV und durch das Internet anders sozialisiert waren als die älteren Generationen

Lesen in Deutschland 2008

--> Fokus: Leseverhalten im Zeitalter von PISA-Schock und Harry-Potter-Hype

Geplant: Lesen in Deutschland - Eine Studie zur Zukunft des Lesens

--> Fokus: Wandel im Begriffsverständnis von Lesen und im Leseverhalten im Zeitalter von Digitalisierung und demografischem Wandel als Grundlage für die Abschätzung von Zukunftsszenarien und Potenzialen

04.07.2016

Lesen in Deutschland 2008

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

In Deutschland liest jeder Vierte niemals ein Buch. Das belegt die aktuelle Studie „Lesen in Deutschland 2008“, der Stiftung Lesen, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Über 2.500 Jugendliche und Erwachsene wurden bei dieser umfangreichsten Lesestudie seit dem Jahr 2000 repräsentativ befragt. Einen besonderen Fokus legte die Studie auf Menschen mit Migrationshintergrund – und kam zu einem bemerkenswerten Ergebnis: 36 Prozent von ihnen lesen ein- oder mehrmals in der Woche und 11 Prozent sogar täglich. Damit greifen sie mindestens ebenso häufig zum Buch wie der Bevölkerungsdurchschnitt mit 36 Prozent wöchentlichen bzw. 8 Prozent täglichen Lesern. „Deutsch sprechende Migranten bilden eine neue ´Lese-Mittelschicht´ - mit großem bildungspolitischen Potenzial“, lautet das Fazit von Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär für Bildung und Forschung: „Ihre Mitglieder sind wichtige Multiplikatoren, um bildungsferne Schichten zu erreichen. Und sie belegen, dass die Vermittlung von Sprachkompetenz der Schlüssel für erfolgreiche Leseförderung ist.“

Von diesem Phänomen abgesehen, dokumentiere die Studie das generelle „Verschwinden des klassischen Gelegenheitslesers mit einem bis vier gelesenen Büchern im Monat“, erklärte Heinrich Kreibich für die Stiftung Lesen: „Der Vergleich mit den Vorgängerstudien der Stiftung Lesen 1992 und 2000 zeigt, dass der ,harte Kern´ der Viel-Leser von mehr als 50 Büchern pro Jahr mit rund 3 Prozent stets gleich bleibt. Die Gelegenheitsleser verzeichnen allein in den vergangenen acht Jahren einen Schwund von 31 Prozent auf 25 Prozent.“ Darüber hinaus belegt die Studie das Fehlen eines besonders wichtigen Leseimpulses: 45 Prozent der 14- bis 19-Jährigen erklären, dass sie als Kind selten oder nie ein Buch geschenkt bekamen.

Die Vision vom „Bildschirm-Lesen als Zerstörer der Lesekultur“ trifft laut Studie nicht zu: „Lesen am Bildschirm ist im Alltag angekommen – dennoch möchte die Mehrheit nicht auf gedruckte Bücher verzichten.“ Was schätzen die Leser an den Printmedien? „Gedrucktes wird weiterhin als besonders glaubwürdig empfunden. Und es bietet offenbar mehr Orientierungshilfe: 20 Prozent beklagen, dass sie sich beim Lesen am Bildschirm verzetteln.“

„Lesen in Deutschland 2008“ zufolge prägen 6 „Lese-Typen“ die deutsche Leselandschaft: Zu den „Leseabstinenten“ zählen 25 Prozent – für sie ist Lesen mühevoll. 24 Prozent haben als „Lesefreunde“ eine hohe emotionale Wertschätzung des Lese-Erlebnisses. 20 Prozent sind „informationsaffine“ Leser. 12 Prozent zählen zu den sowohl Computern als auch einem „schön gestalteten Buch“ gegenüber aufgeschlossenen „Vielmediennutzern“ – 11 Prozent ziehen als „elektronikaffine Mediennutzern“, Computer gegenüber Büchern vor. 8 Prozent sind „Medienabstinente“: Sie halten alle Medien für „Ballast“.

Eine ausführliche Einordnung der Studienergebnisse durch Wissenschaftler, Praktiker und Journalisten finden Sie im Kommentarband "Lesen in Deutschland 2008. Eine Studie der Stiftung Lesen".

Dieser kann in der Download-Spalte rechts heruntergeladen werden.

23.06.2016

Leseverhalten in Deutschland im neuen Jahrtausend

Eine Studie der Stiftung Lesen

Leseverhalten in Deutschland im neuen Jahrtausen ©Stiftung Lesen

Dank einer Basisförderung des BMBF konnte die Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Stiftung Presse-Grosso, dem SPIEGEL-Verlag und der Zeitungs Marketing Gesellschaft eine weitere Studie zum Leseverhalten in Deutschland durchführen.

Im Fokus stand die Frage, ob die Mediennutzung und das Leseverhalten der jungen Erwachsenen, die durch den Fernsehsender MTV und durch das Internet anders sozialisiert waren von dem Verhalten der älteren Generationen unterschieden.

Die Ergebnisse können im Downloadbereich in der rechten Seitenleiste heruntergeladen werden.

22.06.2016

Leseverhalten in Deutschland 1992/93

Repräsentativstudie zum Lese- und Medienverhalten der erwachsenen Bevölkerung im vereinigten Deutschland

Leseverhalten in Deutschland 1992/93 ©Stiftung Lesen

Zum ersten Mal führten die Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Bibliotheksinstitut und dem Zentrum für Kulturforschung 1992 eine Studie zum Lese- und Medienverhalten der Deutschen durch. Gefördert wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im Zentrum stand der Vergleich zwischen den "alten" und "neuen" Bundesländern.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse kann im Downloadbereich heruntergeladen werden.