Lesesozialisation von Kindern in der Familie

Lesesozialisation von Kindern in der Familie

Lesefreude trotz Risikofaktoren

Die frühe Entwicklung der Grundlagen des Lesens ist ein zentraler Aufgabenbereich im Rahmen der Prävention von sekundärem Analphabetismus und damit zur Grundlegung und Stärkung der Medienkompetenz von Kindern von Anfang an.

Denn die Weichen für die Leseentwicklung werden im Elternhaus gestellt: Die Sprach- und Leseförderung im  familialen Kontext ist der entscheidende Faktor für die Ausprägung des kindlichen Leseverhaltens. Und was im frühkindlichen Alter, also primär in Familie und Kindergarten, versäumt wird, kann später nicht oder nur mit Mühe nachgeholt werden.

Dabei gibt es über die einschlägige Praxis in den Familien bzw. die Zusammenhänge von elementarer Leseförderung und Lebenschancen von Kindern generell kaum aktuelle Forschung. Die letzte große Studie über "Familie und Lesen" stammt aus dem Jahr 1988.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im März 2008 eine umfassende Nachfolgestudie bewilligt. Die neue Studie wird vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen in Familien, neuer Kommunikationstechnologien und veränderter Mediennutzungsgewohnheiten das Lese-, Vorlese- und Medienverhalten in Familien auf breiter Basis analysieren.

Die Publikation mit den zentralen Ergebnissen der Studie kann hier bestellt werden.