Header Vorlesestudie 2017

Vorlesestudie von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung

Zum Bundesweiten Vorlesetag führt die Stiftung Lesen gemeinsam mit DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung eine Studie mit wechselnden Themen zum Vorleseverhalten in Deutschland durch.

Sie finden hier Informationen und Downloadmöglichkeiten zu sämtlichen Studien der letzten Jahre. 

03.09.2018

Vorlesestudie 2018: Fit für Lesen und Lernen

Die Bedeutung von Vorlesen und Erzählen für Grundschulkinder

Vater_Sohn_Vorlesen ©Stiftung Lesen/ Tamara Jung-König

Zentrale Voraussetzung für eine gelingende Lesesozialisation und guten Erfolg beim Lesenlernen ist, dass Eltern ihren Kindern zuhause regelmäßig vorlesen. Ergebnisse der Vorlesestudien 2011 und 2015 zeigen, dass Kinder und Jugendliche, denen in der frühen Kindheit vorgelesen wurde, in vielen Schulfächern bessere Noten erzielen, dass ihnen das Lernen leichter fällt und dass sie lieber zur Schule gehen als Kinder, denen selten oder nie vorgelesen wurde. Ein Schlüssel zu den guten Leistungen ist die Lesekompetenz, die Kinder mit regelmäßiger Vorleseerfahrung über ihre höhere Lesemotivation und intensive Lesepraxis erwerben.
Die im Dezember 2017 veröffentlichte jüngste IGLU-Studie zeigt für das Jahr 2016, dass 18,9 Prozent der Grundschüler/innen vierter Klassen über unzureichende Lesekompetenzen verfügen. In der Summe stagnieren die Leseleistungen der Kinder in Deutschland seit 2001 (539 Punkte 2001 vs. 537 Punkte 2016), im Detail zeigt sich eine Polarisierung: Zwar ist der Anteil besonders guter Schüler/innen angestiegen, aber ebenso auch der Anteil von Kindern mit besonders schlechten Leistungen.
Die Befunde der IGLU-Studie identifizieren die Bildungsvoraussetzungen im Elternhaus als stärksten Prädiktor der Leseleistungen und der Lesemotivation der Grundschulkinder. Dementsprechend folgern die Autoren der Untersuchung, dass Maßnahmen nicht nur und nicht erst während der Schulzeit, sondern bereits früher in den Familien ansetzen müssen. Dies deckt sich mit den Schlussfolgerungen aus den Vorlesestudien der Stiftung Lesen, der Deutsche Bahn Stiftung und der ZEIT. Sie haben mehrfach belegt, dass vor allem Kindern aus bildungsfernen Familien frühe und regelmäßige Impulse durch Vorlesen und Erzählen fehlen. 
Die Vorlesestudie 2018 nimmt die Bedeutung des Vorlesens und Erzählens für Kinder in der Grundschule in den Blick.

Die Ergebnisse werden am 29.10.2018 um 10:30 Uhr veröffentlicht.

24.10.2017

Vorlesestudie 2017: Vorlesen – aber ab wann?

Mehrheit der Eltern fängt zu spät mit dem Vorlesen an

Familiäre Vorlesesituation ©Stiftung Lesen

55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung, die erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat.

Die Studie zeigt aber auch, dass den befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig ist. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), noch vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Gute Lesefähigkeiten sind 71 Prozent der Eltern besonders wichtig, fast ebenso vielen wie eine gesunde Lebensweise (72 Prozent). Und: 91 Prozent der befragten Eltern schreiben dem Vorlesen einen großen bzw. sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu.

Ein gutes Drittel der Eltern weiß jedoch nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Fast ebenso viele sehen die ausreichende Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes als entscheidende Voraussetzung dafür an. Einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen.  

Die vollständige Studie können Sie kostenfrei herunterladen.

Passende Bücher für Säuglinge und Kleinkinder zum Vorlesen und gemeinsamen Betrachten finden Sie hier.

14.10.2016

Vorlesestudie 2016 - Was wünschen sich Kinder?

Studie zeigt: 9 von 10 Kindern lieben das Vorlesen / Besonders Kinder, denen wenig vorgelesen wird, wünschen es sich öfter / Ein Drittel der Eltern liest zu selten vor

Das Ergebnis ist eindeutig: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird. Auch bei Kindern aus Haushalten mit mittlerer und niedriger Bildung liegt dieser Wert bei 90 bzw. 86 Prozent (hohe Bildung: 94 Prozent). Kaum eine Abweichung gibt es bei Kindern, in deren Haushalt eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird (92 Prozent).

Fast jedes dritte Kind, dem vorgelesen wird, wünscht sich, dass dies öfter geschieht (30 Prozent). Bei Kindern, denen selten oder nie vorgelesen wird, ist es jedes zweite (49 Prozent).

Darüber hinaus zeigt sich, dass Kinder ganz konkrete Vorstellungen haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen vor allem jüngere Kinder lustige Geschichten. Für Ältere sind eine spannende Handlung und interessante Charakter wichtige Kriterien.

Die Präsentation der Studienergebnisse und eine Liste mit lustigen und spannenden Buchtiteln können im nebenstehenden Downloadbereich heruntergeladen werden.

Seite